rheinischer Sauerbraten

08.11.2013
Sauerbraten kam in meinem Speiseplan bis zu meinem Umzug von Niedersachsen an den Niederrhein nicht vor - leider. Heute liebe ich dieses säuerliche Rindfleisch, butterweich geschmort mit einer süß-sauren Sauce, in der ich baden könnte. Es lohnt sich das Schmoren von großen Portionen, da sich dann die lange Zeit lohnt und der Sauerbraten prima portionsweise eingefroren oder eingeweckt werden kann.


Zutaten für die Marinade
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 1 große Möhre
  • 2 Lorbeerblätter
  • 3 ganze Nelken
  • 1 TL schwarze Pfefferkörner
  • 200 ml Rotweinessig
  • 200 ml Rotwein
  • 200 ml Wasser

Alle Zutaten für die Marinade einmal aufkochen und vollständig abkühlen lassen.  
  • 1 bis 1,2 kg Rinderschmorbraten
Das Fleisch in einen Gefrierbeutel legen, in eine Schüssel stellen und mit der Marinade übergießen. Beutel verschließen und mindestens 3, besser 5 bis 7 Tage im Kühlschrank marinieren lassen, dabei ab und zu wenden.


Das Fleisch aus der Marinade nehmen, gut trockentupfen und die Pfefferkörner, Nelken und Lorbeerblätter entfernen. Im heißen Butterschmalz rundherum in einem Bräter scharf anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Marinade durch ein Sieb geben und mit weiteren 200 ml Wasser zum Fleisch gießen, aufkochen lassen. Deckel auflegen und im auf 160 °C U/O vorgeheizten Backofen ca. 3 Stunden schmoren.  
  • 200 g Frühstückskuchen
  • 3-4 EL Rübenkraut (Zuckerrübensirup)
Nach einer Stunde Rübenkraut und zerbröselten Frühstückskuchen zugeben, einen Moment warten, bis er sich aufgelöst hat und unterrühren. Das Fleisch mit aufgelegtem Deckel weiterschmoren und immer mal wieder wenden. Die Sauce noch mit Salz abschmecken.

Damit es so richtig original wird, 3 EL Mandelblättchen und 3 EL Rosinen die letzten 10 Minuten mitschmoren, schmeckt aber auch hervorragend ohne... wir mögen keine Rosinen ;o)

Dazu gibt es bei uns klassisch Knödel, Rotkraut und Apfelmus. Dafür 5 Boskopäpfel mit 100 ml Wasser, 3 EL Zucker und einem Spritzer Zitronensaft weichköcheln. Evtl. mit dem Zauberstab bis zur gewünschten Konsistenz pürrieren.


Ich schneide das Fleisch immer dünn auf und lege es wieder in die Sauce. Das Rezept reicht für 4 Personen, den Rest gibt es immer am nächsten Tag nochmals aufgewärmt mit Nudeln.

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