Bacon Bomb [Grillen mit Wiemo]

09.07.2015
Hallo zusammen,
heute möchte ich mal wieder den Blog übernehmen und mich damit nach etwas Abwesenheit zurückmelden.
In petto habe ich ein tolles BBQ-Rezept, was mittlerweile immer mehr und mehr zu den BBQ-Rezepten schlechthin anwächst - quasi gleichgestellt mit den genialen 3-2-1 Ribs, aber dazu an andere Stelle mehr. Und ich verspreche Euch nicht zu viel, wenn ich sage: der Geschmack haut euch vom Hocker!


Das Rezept für die Bacon Bomb ist sehr simpel und bedarf keiner großen Kunst. Ein bissel Geschicklichkeit muß man nur beim Weben des Baconnetzes besitzen. Dazu aber später mehr. Die Bacon Bomb wird im low & slow-Verfahren gegart, quasi in der typischen BBQ-Temperatur von ca. 115 Grad. Um diese auf dem Grill zu erreichen, benötigt man ein wenig Fingerspitzengefühl. Aber ich bin mir sicher, das bekommt Ihr auch hin. Keine Sorge, es geht auch bei höherer Temperatur. Das verkürzt die Gardauer, und die Bacon Bomb wird dann nicht so saftig bleiben.
Außerdem werden wir sie mit Apfel-Räucherships von Weber räuchern. 1 ½ Hände voll reichen. Diese werden ca. 1 Stunde vor dem Grillen in Wasser eingelegt. Gartemperatur sollte bei ca. 115 Grad liegen. Fertig ist es bei einer Kerntemperatur von 70 -75 Grad bzw. nach ca. 2,5 Stunden.

Was benötigt man nun für 4 bis 6 Personen?

Zutaten
  • 1 kg Hack halb & halb 
  • 4-5 Pakete Baconstreifen z.B von Tulip oder vom Metzger, nicht zu dünn geschnitten
  • 1 Dose Mais, abgetropft
  • 1 Dose Kidneybohnen, abgespült und abgetropft
  • 1 rote Paprika, in kleinen Würfeln
  • 1 Zwiebel, in kleinen Würfeln
  • BBQ Sauce (ich nehme hier gern die Bulls Eye – Original) 
  • 200 g geriebener Gouda 
  • Wiemos Rub
Als Erstes mischen wir meinen Rub zusammen.

Zutaten für Wiemos Rub
  • 1 1/3 kl Tasse brauner Zucker
  • 1/2 kl. Tasse Paprikapulver
  • 1 EL Jodsalz
  • 1 EL Meersalz grob
  • 1 EL weißer Pfeffer
  • 1 EL schwarzer Pfeffer
  • 1/2 EL Cayennepfeffer
  • 1 EL Zwiebelgranulat
  • 1 EL Knoblauchgranulat
  • 1 EL Zimt
Zutaten im Detail und vermischt

Nun geht’s an das Weben des Baconnetzes. Es sieht komplizierter aus als es ist - also keine Scheu. Nehmt nicht zu dünne Baconstreifen, ansonsten reißt euch das Netz beim Rollen. Ich hatte leider keine besseren und mir ist es passiert. Aber flicken geht immer ;-)

Nun zum Weben: Im Grunde legt man sich erst mal 7 Baconstreifen nebeneiner auf ein Backpapier. Jeden zweiten Streifen klappt man nach oben um. Anschließend legt man zwei Streifen quer.
Nun legt man die zuvor umgeklappten Baconstreifen wieder zurück und der erste Webvorgang ist damit abgeschlossen.
Nun geht’s mit der zweiten Reihe weiter. Dazu klappt beginnend mit der ersten Reihe dann wieder jeden zweiten um, diesmal aber nicht nach oben, sondern nach unten über den ersten Querstreifen.
Anschließend werden wieder zwei Streifen quer gelegt und die zuvor umgeklappten Streifen zurückgelegt. Damit ist ein kompletter Webvorgang abgeschlossen. Diesen Vorgang führt man nun weiter fort, bis man an das Ende der ersten sieben Streifen angekommen ist.


Anschließen fügt man dann wieder 7 Streifen überlappend an die zuerst ausgelegten an und webt freudig weiter, bis es ungefähr so aussieht:


Hier kann man es nochmal gut in der Animation sehen, allerdings nur mit 5 Baconstreifen.
Der schwierigste Teil ist nun abgeschlossen und nun fängt der Spaß so richtig an. Her mit dem Hack und dem Rub! Man nimmt ungefähr 2 – 3 Eßlöffel Rub und vermengt es locker mit dem Hack. Die Menge des Rub kann jeder nach Belieben wählen.



Schön locker vermengen. Anschließend breitet man das Hack gleichmäßig auf dem Baconnetz aus und drückt es leicht an. 


So, und nun geht es an das Belegen. Mais, Bohnen, Zwiebeln und Paprika drauf. Der Käse darf natürlich nicht fehlen – ganz wichtig:


Und bevor es an das Einrollen geht, darf natürlich die BBQ-Sauce auch nicht fehlen. Also hier und da mal ein Klecks drauf:


Und nun rollen, was das Zeug hält. Das ist, wie das legen des Baconnetzes recht fummelig, aber keine Sorge, es klappt schon. Wenn das Netz hier und da mal reißt, ist es kein Problem. Flicken kann man es im Nachhinein recht gut.


So schaut‘s fertig eingerollt aus. Nun die Enden zusammenlegen und mit Bacon verschließen, ggf. mit ein paar Zahnstochern fixieren. Eventuelle Risse mit weiteren Streifen flicken, bei dickeren Scheiben als meinen dürfte das allerdings nicht passieren.

So schaut dann die fertige Bomb aus. Ich habe nicht das ganze Hack auf die Bomb verteilt, da sie mir ansonsten zu dick wurde. Daraus formte ich noch ein kleines Hackbällchen, welches sich zur Bomb gesellte:


Nun zum Setup des Grills. Um eine geringe Temperatur über einen längeren Zeitraum leicht zu erreichen, nutze ich den sogenannten Archinator. Man kann aber auch über drei Stunden mit einem anderen Setup diese Temperatur erreichen. Dazu legt ihr am Rand einen sogenannten Minion-Ring.


Diesen zündet Ihr ungefähr mit 12 Kohlebriketts an, ähnlich wie hier:
(der reicht sogar für locker 6 Stunden):


Beachtet bitte, dass die Kohlen erst mal ca. eine halbe Stunden „ausgasen“ müssen. Und nehmt bitte keine Weber Long Lasting Kohle, sondern ordentliche Buchenbriketts. Ist der Grill nach 60 Minuten nun ausgegast und eingeregelt, legt ihr die Räucherchips am Anfang bis ca. 1/3 des Kreises auf die Kohle. So und jetzt heißt es warten und Temperaturkontrolle :-D 



Bei ca. 60 Grad Kerntemperatur, oder nach ca. 1,5 Stunden wird die Bacon Bomb nun noch mit BBQ-Sauce lasiert:

 


Das wiederholt man dann noch zwei- bis dreimal:


Und bei einer Kerntemperatur von ca. 73 Grad oder nach ca. 2,5 Stunden geht die Sonne auf!

Die Bacon Bomb ist fertig!



So, das war es wieder von mir. Diesmal ist der Bericht noch länger und ausführlicher geworden. Aber man muß auch sagen, daß wir hier alle wichtigen Aspekte des typischen Barbecue angeschnitten haben.
Gerade das Grillsetup, das Räuchern und auch die Rubs sind hierfür typisch. In folgenden Beiträgen werden ich auf die einzelnen Punkte noch mal genauer eingehen.

Ich hoffe, Ihr werdet Spaß mit dem Rezept haben und laßt mich wissen, wie es gelaufen ist.

Getreu dem Motto "low and slow - keep relaxed"!... bis dahin... Euer Wiemo

Kommentare:

  1. Wow, das sieht richtig lecker aus :-) Ich bin mir sicher, dass beim Grillen alle ihre wahre Freude an der Bacon Bomb haben! Werde ich vielleicht für die nächste Grillparty ausprobieren! Super, dass man bei der Füllung ein bisschen Variieren kann. Bin schon ganz gespannt :-) Liebe Grüße aus Schenna!

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    1. Hallo Maria,
      vor Jahren war ich in Schenna mal in Urlaub im Grünwalderhof, mir hat es soooo gut dort gefallen ;o)
      Ich bin gespannt, wie die Bacon Bomb Dir gelingt, schick´ mir doch bitte Fotos.

      Hab einen feinen Tag & liebe Grüße nach Südtirol
      Tanni

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  2. Das sieht nicht nur toll aus, das muss auch fantastisch schmecken. Zur Zeit bin ich viel beim Grillen und habe gestern mit Suppenfleisch (Querrippe) exprimentiert. Es war unglaublich fein.
    Gerd

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  3. Ich hab Bacon/Speck gelesen - Rezept ist schon notiert *g*

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  4. DAS ist ja der blanke Wahnsinn....
    WAS sieht DAS ober-mega-genial aus !!! .......

    Ganz zauberhafte Grüße ... Katja

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