Cipolle borettane in agrodolce ~ süßsauer eingeweckte Zwiebelchen

17.11.2015
Borettane-Zwiebeln, diese kleinen platten Köstlichkeit aus der Region Emilia-Romagna in Italien, sind ja schon lange auch hier bei uns bekannt. Man findet man sie in dunklem Balsamico-Essig eingelegt, ich bevorzuge die weiße Variante oder einen Obstessig wie Apfel, um sie zu konservieren. Mit etwas Glück konnte ich einige Netze voll dieser platten kleinen Zwiebelchen in unserem Toscana-Urlaub einfangen zu können. Wenn Ihr sie nicht bekommt, funktioniert das Rezept genauso mit Perlzwiebeln oder kleinen Schalotten. Die Menge ergibt ungefähr 6 kleine Gläser zu 210 ml Inhalt. Wenn etwas Sud übrigbleibt, legt einfach Zucchini, Möhren, Gurken oder Paprika darin ein, er paßt zu allen Gemüsesorten.


Zutaten für den Sud
  • 500 ml Apfelessig oder Balsamico bianco
  • 500 ml Wasser
  • 200 g Rohrohrzucker
  • 3 TL Salz
Alle Zutaten miteinander aufkochen, abkühlen lassen und bis zum nächsten Tag kaltstellen. 
  • 1 kg Borettane-Zwiebeln, ersatzweise Perlzwiebeln oder kleine Schalotten
Zwiebeln in eine Schüssel geben und mit heißem Wasser übergießen. 20 Minuten stehenlassen, dann abgießeln und schälen.

ich habe 4 kg Borettane eingekocht - der Winter ist lang...

Steriliserte Gläser bereitstellen und in jedes einen halben EL Senfkörner geben.


Nun gibt es zwei Möglichkeiten, die Zwiebeln haltbar zu machen.

Methode 1
Man übergießt die zuvor in Wasser weichgegarten und in die Gläser eingeschichteten Zwiebeln mit dem heißen Sud und kocht sie nicht im Einkochautomat oder Backofen ein. Gläser zuschrauben, 5 Minuten auf den Kopf stellen, dann wieder umdrehen und vollständig abkühlen lassen. Diese Methode eignet sich, wenn man die Zwiebeln bald verzehren will.


Methode 2
Man schichtet die rohen Zwiebeln in die Gläser, übergießt sie mit dem heißen Sud, deckelt sie zu und kocht sie im Einkochautomat oder Backofen ein. Dieses garantiert eine längere Vorratshaltung.
Ich habe im Backofen eingekocht, da ich keinen Einkochautomat besitze. Dazu einfach die Gläser in ein tiefes Blech stellen und darauf achten, daß sie sich nicht berühren. Blech in der untersten Schiene des Backofens einschieben und auf 175°C U/O einstellen. Fettpfanne mit heißem Wasser füllen, so daß sie Gläser 2 cm im Wasser stehen. So lange im Backofen lassen, bis Bläschen in den Gläser aufsteigen, das dauert eine ganze Weile. Backofen ausschalten und die Gläser noch 30 Minuten im Ofen stehenlassen, danach herausnehmen und vollständig abkühlen lassen.


Die Gläser und besonders die Deckel müssen einwandfrei sein und bei Methode 2 möglichst gleich groß sein.

noch nicht zurückgeplaudert, sei die/der Erste

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