Jahresrückblick 2015

31.12.2015
Wer nicht genießt, ist ungenießbar.
Konstantin Wecker

Willkommen zu meinem kulinarischen Rückblick auf das Jahr 2015. Genau wie in 2014 war es ein Jahr voller neuer Rezepte und Genüsse. Ich freue mich immer riesig, wenn ich liebe und positive Rückmeldungen von Euch erhalte - das ist das Salz in meiner Bloggersuppe! Mögt Ihr mit mir nochmal auf das Küchenjahr Revue passieren lassen? Na, dann kommt mal mit...

das Geschmackshighlight
Für mich war das absolute Geschmackshighlight in 2015 unser Grilltriathlon auf dem Weber Kugelgrill: 3-2-1-Ribs, Beer Butt Chicken und Pulled Pork, für das wir extra morgens um 4 aufgestanden sind. Bisher hatten wir immer nur Steaks und Bratwurst im Schnellverfahren gegrillt, aber diese long jobs machen richtig Spaß, fordern ein bißchen Beschäftigung mit dem Grill und Zubehör und das Ergebnis ist mehr als phantastisch.


die kulinarische Neuentdeckung
Zum ersten Mal habe ich Quinoa verwendet und er hat uns richtig gut geschmeckt. Leider ist es allerdings bei der einmaligen Verwendung als Zucchinischiffchen mit Quinoa, Hack und Feta geblieben, aber für das kommende Jahr wird er öfter auf dem Speiseplan stehen.


Wiederholungstäter
Neben meinen Dauerbrenner Bavette mit Cocktailtomaten, auch Friß-mich-dumm-Nudeln (ungeachtet jeder Grammatik) genannt, gab es auch das ein oder andere Mal die Hühnersuppe mit Nudeln und Eierstich, weil sie so ein schönes, wohliges Soulfood ist.


die größte Sauerei in der Küche
Die größte Sauerei war das Quittenentsaften, was zu allem Übel auch nicht erfolgreich war. Der gewonnene Saft wollte einfach nicht natürlich, also nur mit Zucker, gelieren. Gelierzucker konnte ich auch keinen mehr zufügen, da das Ganze schon pupesüß war. Also blieb nur der Ausguß, nichtmal für einen Likör hätte es getaugt. Aber ich gebe ja nicht auf, für das kommende Jahr habe ich schon einen Schlachtplan, damit mir sowas nicht mehr passiert. Ein Foto von dieser Sauerei gibt es nicht...

größte Überraschung
Man kann aus Bacon Marmelade herstellen - und was für eine! Die Bacon Jam hat uns wirklich aus den Socken gehauen und auch alle die, die sie probiert haben.


größte Enttäuschung
Die größte Enttäuschung erlebten wir in der Bullerei von Tim Mälzer in Hamburg. Unser Essen war sehr fade abgeschmeckt, das Fleisch hatte aufgrund des Zuschnitts alle Gargrade vereint - das hatten wir uns anders vorgestellt. Trotzdem war es ein schöner Abend in seinem Restaurant und der anschließende Dom-Besuch hat so einiges wieder gut gemacht.

das schönste Foto
Wie ja viele von Euch wissen, fotografiere ich ja ausschließlich mit meinem iPhone 4s, ich habe einfach keine Lust auf eine große Kamera, Bildbearbeitung und das ganze Gedöns. Ich finde, daß sich meiner Fotos trotzdem sehenlassen können, es ist halt, wie es ist und wie es auf den Tisch kommt. Und wenn im Winter kein Tageslicht mehr da ist, dann muß eben die Deckenlampe der Küche ausreichen. Mein liebstes Bild ist in 2015 das Zwirbelbaguette tricolori in den Landesfarben und Geschmäckern meines Herzlandes Italien. Der Teig ist gewürzt mit Parmesan, Basilikum und Tomate und es ist genau so geworden, wie ich es mir vorgestellt hatte.


das schlimmste Foto
Auflauf - wie zur Hölle soll man einen Auflauf schön knipsen? Selbst bei bestem Tageslicht bleibt er, was er ist: ein Auflauf. Überbacken, alles darunter unsichtbar. Aber saulecker, so wie dieser überbackene Brokkoli mit Schinkenstreifen und Käse-Béchamel-Sauce.


was mich die meisten Nerven gekostet hat...
Für mich ist Kochen Entspannung pur, also hat mich auch nichts Nerven gekostet - das lasse ich nicht zu. In der Regel versuche ich keine allzu aufwendigen Rezepte, was nicht heißt, daß ich mich da nicht rantrauen würde. Ich finde, Zubereitung und Genuß müssen in einem verträglichen Verhältnis stehen.

der größte Lerneffekt
Bei guter Planung kann ich problemlos ein Dreigang-Menü für mehrere Leute servieren. Meine Freundin warf mir im Spaß die drei Zutaten Rindfleisch, Kresse und Kartoffeln um die Ohren und wollte wissen, was ich daraus machen würde. Sie hat bekommen: als Vorspeise Ziegenfrischkäsemousse im Salatbett auf Rote-Bete-Carpaccio mit Mango-Olivenöl-Dressing und Chili-Parmesan-Hippen, im Hauptgang Kartoffel-Pilz-Risotto mit Steakstreifen vom rückwärts gebratenem Entrecôte und Kresse-Mandel-Pesto und als Dessert Vanille-Panna Cotta mit Prosecco-Pfirsich-Gelee. Und ich glaube, sie war zufrieden damit... und ich richtig stolz auf mich ;o)

Eure Favoriten aus 2015
Für mich ist es immer interessant, welches Rezepte bei Euch am Besten ankommen und oft bin ich überrascht, welche es sind. Von allen Rezepten, die ich 2015 veröffentlicht habe, wurde diese drei am häufigsten angeclickt:
  
http://greenway36food.blogspot.de/2015/12/lachs-tiramisu.html http://greenway36food.blogspot.de/2015/04/pudding-schmandkuchen-mit-himbeeren.html http://greenway36food.blogspot.de/2015/01/weltbeste-jagersauce-oder-doch-eher.html


Ich wünsche mir für 2016 ganz viele neue Rezeptideen
und die nötige Zeit zum Kochen und Backen!

Kommentare:

  1. Ein wirklich toller Rückblick. Und ich freue mich ebenfalls auf viele weitere leckere Rezepte von dir :-)
    Liebe Grüsse Alizeti

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  2. Hallo Tina,

    Ich muss dir und deinem Blog ein großes Lob aussprechen. Dies war mein erster Blog, den ich gelesen habe und deine Rezepte sind Klasse. Ich habe schon einiges probiert und werde auch noch einiges testen. Ich finde es klasse, wie du schreibst und deine Rezepte präsentierst. Vielen Dank dafür und komme gut ins neue Jahr.

    Gruß Katrin

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    1. Liebe Katrin,
      ich heiße zwar Tanja, aber so ein herzliches Lob nehme ich sehr gern entgegen ; o)
      Du zeigst mir damit, wofür sich die Arbeit des Bloggens lohnt und ich verspreche Dir auch für das kommende Jahr wieder viele leckere Rezepte.

      Rutsch' gut rüber & ganz herzliche Grüße
      Tanja

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    2. Entschuldigung, wegen dem Namen. Ich muss mir wirklich mehr Zeit beim Lesen nehmen ;)

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