Lachs-Tiramisù

02.12.2015

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Auch in diesem Jahr gibt es bei der lieben Zorra wieder einen kulinarischen Adventskalender und jeden Tag öffnet sich ein Türchen mit einer Leckerei. Ich habe das große Glück, dieses Mal mit einem Rezept im zweiten Türchen dabei zu sein und habe Euch ein Lachs-Tiramisù mitgebracht, das sich hervorragend als Vorspeise für ein Weihnachtsmenü eignet, aber auch die übrige Zeit des Jahres schmeckt. Es läßt sich schon am Vortag zubereiten, was ich immer ganz praktisch finde.

Weihnachten - das sind heute für mich nur einige freie Tage, als Atheist verbinde ich so gar nichts mehr damit und der Kommerz geht mir auch gehörig auf die Nerven. Als Kind jedoch erlebte ich Weihnachten völlig anders. Ich backte und bastelte sehr viel mit meiner Mutter, schmückte für mein Leben gern am Heiligmorgen den Baum und packte Geschenke ein - und natürlich noch viel lieber aus.
Unsere Familie bestand aus einer äußerst überschaubaren Anzahl von Mitgliedern und es gab Heiligabend immer abwechselnd bei uns oder meiner Patentante ein klassisches 3-Gang-Menü. Meine Mutter konnte gerade eben an der Reihe gewesen sein, aber sie machte sich ab dem 27.12. bereits Gedanken, was sie zum Fest in zwei Jahren anbieten könnte, machte Notizen und sammelte Rezepte, die sie aus Zeitschriften herausschnibbelte. 
Damals in den 70ern waren Sachen wie Kasseler im Brotteig oder ein Schichtdessert aus Götterspeise, Vanillepudding und Sahne der Renner. Auch an Wildgulasch, Burgunder- oder Krustenbraten und die gute niedersächsische Hochzeitssuppe kann ich mich gut erinnern.

Weihnachten 1977

Später, Ende der 80er, durfte es dann auch mal deftig Kartoffelsalat (zwei Sorten, mit Mayo und ohne) mit Würstchen sein, wobei es natürlich nicht nur eine Sorte Würstchen gab, sondern mindestens bei drei Metzgern die Theke leergekauft wurde. Irgendwie schwappte dieser 'Trend' auch zu uns herüber und noch heute gibt es das meist an Heiligabend bei uns. 

Räucherlachs gab es immer an den Weihnachtstagen zu Frühstück, frisch geschnitten vom Fischhändler, also keine folierte Ware. Meine Mutter meinte immer, das müsse man sich an solchen Feiertagen mal leisten. Heute gibt es auch im Supermarkt guten Räucherlachs. Ich achte immer auf das MSC-Siegel für zertifizierte, nachhaltige Fischerei und nehme am liebsten Wildlachs. Nun aber zu meinem Lachs-Tiramisù. Klassischerweise besteht es ja aus Löffelbisquit, getränkt mit Espresso und geschichtet mit einer Mascarponecreme, bestreut mit reichlich ungesüßtem Kakaopulver. Für die herzhafte Variante habe ich das natürlich ein bißchen umgewandelt. Das Lachs-Tiramisù läßt sich prima vorbereiten und abgefüllt in hübsche Bügelverschluß- oder Weckgläser macht es auch wirklich was her. Die Gläser sollten ca. 200 ml Inhalt haben, denn es soll ja nur eine kleine Vorspeise sein, die genug Platz für einen üppigen Hauptgang und ein köstliches Dessert läßt. Die Menge ist berechnet für vier Personen.


Zutaten für die Brotschicht
  • 6 Scheiben Pumpernickel
Pumpernickel in kleine Würfel von 0,5 cm Kantenlänge schneiden. In einer beschichteten Pfanne anrösten und dann abkühlen lassen. 8 EL für die Deko ganz fein zerbröseln und beiseite stellen.


Zutaten für die Gurkenschicht
  • 1/2 -1 Salatgurke, je nach Größe
  • 1 TL Salz
  • 1/4 TL Pfeffer
  • 1/2 TL Zucker
  • 1/2 TL getrocknete Dillspitzen
Die Gurke schälen und der Länge nach halbieren. Mit mit einem Löffel die Kerne rausschaben. Die Gurke grob raspeln und mit Salz, Pfeffer und Zucker mischen. 30 Minuten auf einem Sieb ziehenlassen, dann leicht ausdrücken. Mit Dill vermischen und mit einem Spritzer Zitronensaft, etwas Salz und Pfeffer würzig abschmecken.


Zutaten für die Lachs-Mascarponeschicht
  • 200 g Mascarpone
  • 150 g Naturjoghurt
  • 100 g Räucherlachs
Zutaten in einen hohen Rührbecher geben und mit dem Pürierstab mixen, bis alles gut vermischt und der Lachs püriert ist. Mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft würzig abschmecken.

Nun geht es ans Schichten, ich nehme dafür gern Gläser mit Bügelverschluß mit ca. 200 ml Inhalt. Hübsch sind auch Weckgläser oder Weingläser mit Stiel. Zuerst kommt in jedes Glas eine Schicht Pumpernickel, darauf die Gurkenraspel und darauf die Lachs-Mascarpone-Creme. Zum Schluß wird mit den kleingebröselten Pumpernickeln bestreut.

Das Lachs-Tiramisù sollte jetzt für mindestens eine Stunde im Kühlschrank durchziehen, man kann es aber auch schon am Vortag zubereiten.


Ich wünsche Euch und Euren Lieben eine wunderschöne Weihnachtszeit
und noch viel Spaß beim Öffnen der weiteren Türchen!

Kommentare:

  1. Ahhhh, das dachte ich mir doch schon, als ich las, du suchst Weihnachtsbilder raus, dass du beim Adventskalender dabei bist :)) Lachs gönnen wir uns auch gern zu den Feiertagen, schon seit langem wollte ich auch mal selber beizen. Falls es dieses Jahr wieder nicht klappt erinnere ich mich sehr gern an dein Tiramisu hier.

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  2. Ich hätte noch etwas Lachs im Tiefkühler... Das Rezept druck ich gleich mal aus :D

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  3. Wie lecker....hmm, verführt zum Nachmachen.

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  4. Gut zum Vorbereiten! Solche Leckereien sind in der Weihnachtszeit besonders gefragt :-)
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

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  5. Das ist ja eine coole Idee! Super! Werde ich bestimmt nachmachen.
    Liebe Grüße aus OWL
    Das Pfeifhäschen Barbara

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  6. So würde ich sogar nochmal einen Versuch mit Tiramisu wagen :) Der süßen Variante kann ich nicht allzu viel abgewinnen (Kaffee und Alkohol im Dessert gehen bei mir nicht wirklich).

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  7. Super Tapete im Wohnzimmer! Die hatten wir auch. Und danke für das tolle Rezept, genausowas habe ich noch für Weihnachten gesucht!
    Herzlichst
    Jutta

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  8. Mmmmmmh - man gönnt sich ja sonst nichts.... :-)
    Danke für das Rezept hinter dem zweiten Türchen.
    Liebe Grüße Birgit

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  9. Köstlich! Und solche Fotos aus der Kindheit habe ich auch. ;-) Liebe Tanja, danke dass du beim Kulinarischen Adventskalender dabei warst. Ich wünsche dir und deinen lieben einen guten Rutsch und viel Gluck im 2016!

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