Monatsmosaik Oktober 2015

31.10.2015
Ich gebe zu, der Oktober war etwas Nutella-lastig, aber auch nur, weil ich Verpackungsopfer eines 800 g Glases mit den Peanuts drauf wurde. Das Glas ist aber fast leer, so daß es auch noch ein paar andere leckere Rezepte auf den Blog geschafft haben.

Das war der Oktober im Greenwaycastle:
 


Vielleicht habt Ihr Lust und geht nochmal stöbern?!

Vanille-Apfelmus

30.10.2015
Apfelmus mit Joghurt, mit Vanillesauce oder Eis, im Kuchen oder im Schichtdessert, zu herzhaften Speisen - ach, es gibt so viele Möglichkeiten, Apfelmus zu genießen. Es ist schnell gekocht und mit dem gekauften nicht zu vergleichen. Man kann es etwas stückig lassen oder glatt pürieren und natürlich kann man die Vanilleschote weglassen, wenn man das nicht mag. Auch ein Mix mit Birnen ist sehr lecker, probiert es einfach mal aus.

 
Zutaten
  • 600 g Apfelstücke, geschält und entkernt gewogen, bevorzugt Boskop, ca. 3 große Äpfel
  • 150 ml Wasser
  • 1 EL Zitronensaft
  • Mark und Hülle einer Vanilleschote
  • ca. 50 g Zucker, mehr oder weniger nach Gusto
  • optional 1 Prise Zimt
Alle Zutaten bis auf den Zucker in einen nicht zu kleinen Topf geben und aufkochen. Hitze reduzieren und mit aufgelegtem Deckel unter gelegentlichem Rührren weichdünsten, das dauert nur wenige Minuten. Hülle der Vanilleschote entfernen, Zucker und evtl. Zimt unterrühren und abschmecken. Je nach Apfelsorte und Reifegrad noch etwas Zucker oder Zitronensaft zufügen. Dann mit einem Pürierstab bis zur gewünschten Konsistenz pürieren.  

Mangold-Kartoffel-Untereinander mit vergrabenen Eiern

28.10.2015
Mangold verwende ich erst, seit ich eine Biokiste im Abo habe und ich freue mich immer sehr, wenn mich diese bunten Stängel anleuchten. Auch der 'einfache' Mangold mit den weißen Stängeln natürlich, denn man kann aus diesem Gemüse so tolle Sachen machen. Für dieses Rezept habe ich ihn vorher geschmort und würzig abgeschmeckt. Zusammen mit dem cremigen Kartoffelpüree und den Eiern ist das eine runde Sache.


Zutaten
  • 600 g festkochende Kartoffeln, geschält gewogen, in groben Würfeln
  • 2 EL Öl
  • 300 g Mangoldstiele und Blätter, in feinen Streifen
  • 2-3 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 Zwiebel, in feinen Würfeln
  • 50 g Bacon, in kleinen Würfeln
  • Chiliflocken oder Pul Biber
Kartoffeln in Salzwasser weichkochen.
In der Zwischenzeit das Öl in einer großen, beschichteten Pfanne erhitzen, Zwiebel, Bacon und Knoblauch darin anschwitzen. Mangold hinzufügen und weichdünsten, dabei mit Salz, Pfeffer und Chili kräftig würzen. Kartoffeln abgießen und stampfen, dabei
  • 100 g zerbröselten Feta
  • 50 g geriebenen Parmesan
  • 100 ml Milch
unterrühren. Mit Muskatnuß und evtl. etwas Salz würzig abschmecken, dann den Mangold untermischen. Eine Tarteform von 26 cm Durchmesser oder eine Auflaufform in ähnlicher Größe mit 1 EL Öl ausstreichen. Kartoffel-Mangold-Masse einfüllen. Mit einem Eßlöffel 6 Löcher 'graben' und 
  • 6 Eier, Gr. M
hineinschlagen. Auf die Eier etwas Salz (gern Fleur de Sel), Pfeffer und Chili geben.

Backofen auf 200°C U/O vorheizen und die Tarteform auf einem Rost auf mittlerer Schiene ca. 25 Minuten backen, bis die Oberfläche gebräunt ist und die Eier gestockt sind.

Nutella-Minigugl

26.10.2015
Es hat mal wieder geguglt bei uns! Viel zu lange war es her, daß es die kleinen leckeren Scheißerchen zum Sonntagskaffee gab, dabei sind sie so schnell und leicht herzustellen. Und da ich gerade voll auf Nutella-Droge bin, haben auch die Hüpfer welches abbekommen. Es hat ihnen nicht geschadet... ;o)


Zutaten
für 18 Minigugl
  • 60 g Butter
  • 40 g Nutella
  • 50 g Zucker
  • 1 Ei, Gr. M
  • 80 g Mehl, Type 405
  • 1 Prise Salz
  • 40 g gemahlene Haselnüsse oder Mandeln
  • 3 EL Milch 
Butter in einem kleinen Topf oder Pfanne schmelzen, Nutella einrühren. In eine kleine Rührschüssel umfüllen und mit Zucker cremig aufschlagen. Ei unterrühren, danach löffelweise Mehl, Backpulver und Milch.Wenn Ihr mögt, dann gebt noch 1 EL Schokoladenstreusel dazu.


Teig in einen Spritzbeutel oder Gefrierbeutel füllen und damit die Silikon-Miniguglförmchen füllen.
Backofen auf 200°C Umluft vorheizen und die Silikonform auf einem Rost in der Mitte des Ofens 13 Minuten backen. 10 Minuten abkühlen lassen und dann vorsichtig aus der Form drücken. Ich fette diese übrigens nie ein. Nach Belieben kann man die Hüpfer noch mit einer Glasur überziehen.

2widos op Jück in San Gimignano, Italien ~ Eis, Wein und cucina tipica

23.10.2015
San Gimignano - meine Herzstadt in Italien! Was soll ich über diese Stadt schreiben, ohne gleich in ein übermäßiges Schwärmen zu geraten. Es ist eine eher kleine Stadt, die wie ein Gemälde auf einem Hügel thront und deren Geschlechtertürme von weiter Ferne schon zu sehen sind; man nennt sie deswegen auch das Manhatten der Toscana. Den schönsten Blick auf sie hat man, wenn man sie Richtung Certaldo verläßt.


Wie in allen Städten werden in aller Frühe Touristenmassen am Stadttor aus Bussen ausgespuckt, die dann durch die engen Gassen wuseln und Millionen von Bildern machen.


Aber gegen Abend, wenn die Sonne untergegangen ist und die Busse abgefahren sind, gehört San Gimignano den Einheimischen und den Touristen, die in ihr oder um sie herum wohnen - so wie wir. Dann ist Zeit, in die kleinen Lädchen zu gehen, die insbesondere Leckereien und Porzellan anbieten, ganz ohne Gedrängel oder Geschubse.


Dann ist Zeit, auf dem Piazza della Cisterna ein Eis beim Weltmeister Sergio in seiner Gelateria Dondoli zu kaufen, sich ein freies Plätzchen auf den Stufen des Brunnens zu suchen und es genüßlich zu schlecken.


Wer einmal das Safraneis Crema di Santa Fina mit herrlich karamellisierten Pinienkernen und die vielen weiteren köstlichen Sorten probiert hat, kommt immer wieder.

Gelateria Dondoli, Piazza Cisterna, 4, 53037 San Gimignano SI, Italien
www.gelateriadipiazza.com

Dann ist Zeit, in die kleinen Lokale zu gehen und die toscanische Küche kennenzulernen. Wir haben zum ersten Mal das Restaurant Il Trovatore besucht. Unzählige Male sind wir schon vorbeigefahren, denn es liegt außerhalb der Stadtmauer auf unserem Heimweig zum Ferienhaus. Aber niemals sind wir auf die Idee gekommen, mal einzukehren. Warum eigentlich nicht? 

Ristorante Il Trovatore, Via dei Fossi, 17, San Gimignano SI, Italien
www.trovatoresangimignano.com

Das Lokal öffnet um 19 Uhr und wenn man keinen Tisch reserviert hat, muß man ganz viel Glück haben, überhaupt noch einen zu bekommen - und einen Parkplatz, von denen es nur drei vor dem Haus gibt. Das Trovatore ist bekannt für seine hausgemachten Kamut-Nudeln, hervorragenden Pizzen und natürlich dem Toscana-Klassiker Bistecca alla Fiorentina, einem dry aged Porterhouse-bzw. T-Bone-Steak frisch vom Grill. Dazu erklingt in Wort und Bild passende klassische Musik auf einem Riesenfernseher, der von überall her einsehbar ist; bei uns waren es die drei Tenöre und ein Stück von Tosca, aufgeführt in Rom ;o)

Bruschette miste mit Lardo, Tomaten & Basilikum, Hähnchenleber und Steinpilzen

Pizza del Trovatore mit Büffelmozzarella, Trüffel-und Steinpilzcreme, Steinpilzen und Salsiccia

Bistecca alla Fiorentina, 49 Tage dry aged, vom Grill, ca. 1.200 g

Noch nie habe ich so ein perfekt gegrilltes Stück Fleisch gegessen, dessen Preis mehr als angemessen war. Wir bezahlten inklusive Salat, Grillgemüse und Getränken keine 80 Euro.


Donnerstags ist übrigens Markttag in San Gimignano, ein bunt gemischter Markt, der von allem was bietet und besonders die Lebensmittelstände sind für mich als Foodie natürlich interessant. Im Oktober ist Trüffel-und Steinpilzsaison, mehr muß ich ja wohl nicht sagen...


Sehr empfehlen kann ich Euch auch noch eine Verkostung von Wein und Öl unserer Vermieter. In dem wunderschönen alten Steinhaus Sosta alle Colonne ein klein bißchen außerhalb der Stadt kann man sich nach Lust und Laune durch die Köstlichkeiten arbeiten, die unsere Vermieter Silvia, Luigi und Pietro herstellen.


Vom Garten aus hat meinen einen phantastischen Blick auf San Gimignano und genießt die guten Tröpfchen gleich doppelt gern.

Sosta alle colonne
Via Martiri di Citerna | Podere le Colonne, 53037 San Gimignano, Italien
weitere Info

Zum Wein werden Sandwiches und Kleinigkeiten wie Bruschetta, Schinken, Salami und Käse gereicht, einfach nur köstlich.


Probieren müßt Ihr unbedingt den Vernaccia di San Gimignano, ein schöner leichter Weißwein, der zu vielem paßt. Der Name Visila ist ein Silbenspiel mit dem Namen unserer Vermieterin Silvia, aber das haben wir nach einigen Gläschen schon gar nicht mehr so auf die Reihe bekommen ;o)

Und zuletzt mache ich auch noch ein bißchen Werbung für unsere Ferienwohnung. Ich habe noch nie so herzliche Vermieter erlebt wie diese Familie. Noch nie einen so ruhigen Ort, das Haus liegt einsam auf einem Hügel mit direktem Blick auf die Türme der Stadt.

Podere La Marronaia
Località Strada, Podere La Marronaia, 14, 53037 San Gimignano SI, Italien


San Gimignano, wir kommen auf jeden Fall wieder... auch zum vierten Mal, es wird nicht langweilig!

Süßkartoffel-Hack-Gratin

22.10.2015
Jaja, dieses Instagram. Kaum zeigt jemand was Leckeres, schlägt mein Nachkocheifer zu. In diesem Fall war es Nadine, die mir dieses Gratin auf mein iPhone zauberte. Ich habe es etwas abgeändert und statt Kürbis Süßkartoffel genommen und noch etwas Feta hinzugeschummelt. Das Ergebnis war so köstlich und reichte genau für zwei Personen mit einem Klecks Crème fraîche und einem grünen Salat.


Zutaten für die Hackmasse
  • 2 EL Olivenöl
  • 350 g Rinderhackfleisch
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 Zwiebel, in kleinen Würfeln
  • 4 Trockenpflaumen, klein gehackt (alternativ Datteln)
  • 2 gehäufte EL Tomatenmark
  • 250 ml Wasser
  • 1 Messerspitze Harissapaste oder Chiliflocken
  • 1 Messerspitze gemahlener Zimt
  • 1/2 TL Oregano
2 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Rinderhack hinzugeben und krümelig anbraten. Zwiebeln, Knoblauch und Pflaumen hinzugeben und kurz mitbraten. Tomatenmark zugeben und anrösten. Oregano und Zimt zugeben und mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken. Wasser zugeben und alles kurz einkochen lassen. Hackmasse in eine Auflaufform geben, ich habe eine Tarteform von 26 cm Durchmesser benutzt.


Zutaten für die Süßkartoffelraspel
  • 350 g Süßkartoffel, grob geraspelt (alternativ Kürbis)
  • 2 EL Olivenöl
Süßkartoffelraspel mit 2 EL Olivenöl, Pfeffer und Salz mischen und gleichmäßig auf der Hackmasse verteilen. Backofen auf 200°C U/O vorheizen und die Auflaufform auf einem Rost in der Mitte des Backofens 30 Minuten garen.

  • 50 g Feta 
Feta über die Süßkartoffelraspel bröseln und weitere 15 Minuten garen.Alternativ könnte man auch Ziegen- oder Reibekäse nehmen.

Gratin mit gehackter, frischer Petersilie bestreuen und mit Crème fraîche oder Schmand und einem grünen Salat servieren.

Nutella-Cookies

20.10.2015
Der Sonntag wird mehr und mehr zum Cookies-Backtag. Gerade jetzt, wo das Schmuddelwetter nicht mehr zum Geocachen einlädt, lungern wir gern einfach nur mal auf der Couch und meist entdecke ich dann im Netz irgendwo ein Rezept, das sofort probiert werden muß. Dieses Mal gibt es ein ganz einfaches Rezept mit nur vier Zutaten, das schnell zubereitet ist und garantiert gelingt.


Zutaten 
  • 150 g Mehl, Type 405 
  • 100 g Zucker 
  • 1 Ei, Gr. M 
  • 275 g Nutella 
Alle Zutaten mit den Knethaken des Handrührgeräts oder in einer Küchenmaschine mit Knethaken zu einem Teig verkneten, 10 Minuten im Kühlschrank kaltstellen. 
In der Zwischenzeit den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen und zwei Bleche mit Backpapier auslegen.


Teig zu walnußgroßen Kugeln formen, die Masse ergibt ca. 18 Stück. Diese mit Abstand auf den beiden Blechen verteilen und mit dem Boden eines Glases auf ca. 1 cm Dicke plattdrücken.


Cookies 12 Minuten backen, Bleche herausnehmen und die Cookies kurz darauf abkühlen lassen, sie sind noch sehr weich. Dann auf einem Rost vollständig auskühlen lassen.


Wer mag, mischt noch ein paar gehackte Mandeln, Haselnüsse und/oder Schokotropfen unter den Teig.

Wir sind das Volk! ...oder: summ summ summ, Bienchen summ herum...

19.10.2015
Greenway36 heißt mein Bienenvolk, dessen Patin ich bin. Bereits im vergangenen Jahr sah ich einen erschreckenden Bericht über das Aussterben von Bienenvölkern und jetzt habe ich den Entschluß gefaßt, mich für das Überleben ein wenig einzusetzen.


Auf der Suche nach einer Patenschaft bei einem Imker in meiner Nähe stieß ich zufällig auf die Familie Kronhardt aus Düren, die hobbymäßig seit 150 Jahren imkert. Düren ist zwar nicht gerade um die Ecke, aber wir mögen die Eifel sehr und sind ab und an mal unterwegs dort. So kann man seine Patenbienen auch mal besuchen und den Honig mitnehmen, der mir im Rahmen der Patenschaft überreicht wird.

Markus, der die Bienen zusammen mit seinem Vater betreut, hat mir erste Bilder und ein Video vor noch vor meinem Urlaub geschickt, und ich darf Euch das alles zeigen. Schaut mal, das sind meine Patenkinder:

video

Bienen liefern nicht nur Honig, sondern sie sind fleißige Bestäuber von Nutz-und Wildpflanzen. Reiche Ernten, üppiges Wachstum und natürliche Artenvielfalt hängen stark von ihnen ab. Allein im Pflanzen-und Obstbau Deutschlands hängen 85% der Ertäge von der Bestäubung der Honigbienen ab, und das ist doch ein beachtliche Zahl.


Der Völkerkollaps - CCD - der in den letzten Jahren beobachtet wird, muß gestoppt werden. Im Netz gibt es eine Menge von Informationen, interessiert Euch bitte dafür. Gerade wir als Foodblogger sollten uns für die Grundlage vieler Lebensmittel, die wir so gern verarbeiten, einsetzen.


Stirbt die Biene - stirbt der Mensch!
Es klingt vielleicht auf den ersten Blick überzogen und drastisch, aber es drückt aus, was viele noch nicht sehen oder nicht sehen wollen.

Denkt doch mal darüber nach, auch so eine Patenschaft zu übernehmen oder sie vielleicht zu verschenken, Weihnachten steht ja schon bald vor der Tür. Ich finde, gerade für Kinder ist das doch ein tolle Idee, da man sein eigenes Bienenvolk besuchen kann und auch noch leckeren Honig bekommt.


Bei der Familie Kronhardt kostet eine Patenschaft für 12 Monate 34,99 Euro, sie verlängert sich nicht automatisch. Ihr könnt Eurem Volk einen Namen geben und es besuchen. Außerdem erhaltet Ihr drei Gläser à 500 g aus verschiedenen Ernten, Fotos und Videos. Weitere Infos gibt es auf der Seite Kronenhonig.

Natürlich gibt es auch bestimmt in Eurer Nähe Imker, die so etwas anbieten und für so einen Preis etwas Gutes zu tun, ist doch was richtig Schönes. Ich freue mich schon wahnsinnig auf den Besuch meines Volks und darauf, Markus und den Papa persönlich kennenzulernen.

Übernacht-Nuß-Topfbrot

16.10.2015
Spätestens seit der Bread Baking Day von mir gehostet wurde, weiß wohl jeder von Euch, daß ich eine Schwäche für Nußbrote habe, denn ich habe Euch damals ein Vollkornbrot mit Nüssen & Früchten gebacken. Ich liebe einfach den Geschmack und den Biß in einem Brot und da ist es auch egal, welche Sorten Nüsse sich darin verstecken. Ich weiß, nicht alles, was Nuß heißt, ist botanisch auch eine, ich bleibe aber trotzdem bei dem Begriff.
Verwendet habe ich für dieses Brot ganze Wal- und Haselnüsse und Pistazien, außerdem haben sich noch ein paar gehackte Mandeln und Reste von Pinien- und Kürbiskernen hineingeschummelt. Ihr seht also, das Nußbrot ist ganz flexibel, benutzt, worauf Ihr Lust habt. Der Teig ist ein einfacher mit Hefe und er geht über Nacht. Gebacken wird im Gußtopf, der für eine herrliche Kruste sorgt, ich benutze den kleinen Senior vom Möbelschweden.


Zutaten
  • 250 g gemischte Nüsse nach Wahl
  • 250 g Mehl, Type 550
  • 10 g Salz
  • 3 g Trockenhefe
  • 200 ml lauwarmes Wasser
  • 10 g Honig 
Nüsse in einer beschichteten Pfanne leicht anrösten und abkühlen lassen. Nach Belieben etwas hacken, ich lasse sie ganz. Nußmischung, Mehl, Salz Zucker und Hefe vermischen. Wasser dazugiessen und so lange kneten, bis man kein Mehl mehr sieht. Der Teig ist sehr feucht, nicht wundern. Schüssel mit einem passenden Deckel oder Klarsichtfolie abdecken. Bei Zimmertemperatur 12-18 Stunden gehenlassen.


Ein Leinenhandtuch mit reichlich Mehl bestäuben und den Teig aus der Schüssel daraufgeben. Einmal von jeder Seite nach innen falten und 15 Minuten ruhenlassen.
Teig zu einem runden Laib formen und in ein ausgemehltes Gärkörbchen geben. Auch von oben bemehlen, mit dem Leinenhandtuch abdecken und nochmals eine Stunde gehenlassen. Ich heize dazu meinen Backofen auf 50°C auf, schalte ihn aus, lasse die Backofenlampe brennen und stelle das abgedeckte Körbchen hinein.


Körbchen aus dem Backofen nehmen und einen kleinen Gußtopf mit Deckel bei 240°C U/O auf einem Rost in der Mitte des Backofens 30 Minuten aufheizen. Topf herausnehmen, Deckel abnehmen und den Laib hineinkippen. Es bleibt Euch überlassen, welche Seite dabei unten ist; ich lege immer die Seite nach unten, die es auch im Körbchen war, weil es dann schön aufreißt.


Deckel wieder auflegen und 30 Minuten backen. Danach den Deckel abnehmen und weitere 15 Minuten backen. Klopfprobe machen - das Brot ist gut, wenn es sich beim Klopfen auf den Boden hohl anhört. Auf einem Gitterrost vollständig abkühlen lassen. Da es sich um ein Hefebrot handelt, schmeckt es am Backtag am Besten, am nächsten läßt es sich gut rösten. Da es aber ein kleines Brot ist, bleibt auch bei zwei Leuten meist nichts für den kommenden Tag übrig ;o)

Dieses Brot ist mein Beitrag für den World Bread Day, zu dem Zorra eingeladen hat. Tausende Bäcker in aller Welt zelebrieren heute das Brotbacken und ich möchte allen Mut machen, es selbst einmal zu probieren - es ist nicht schwer und gibt es was Besseres, als ein selbstgebackenes, frisches Brot?


Mehr Info zum World Bread Day gibt es beim Click auf den Banner:

World Bread Day 2015 (October 16) 

Pflaumen-Birnen-Konfitüre mit Vanille - meine Herbstkonfitüre 2015

10.10.2015
Seit Jahren essen wir Zuhause nur selbstgekochte Konfitüre und selten landet dabei nur eine Frucht im Glas. Für diesen Herbst habe ich Pflaumen mit Birne kombiniert und den beiden noch das Mark einer Vanilleschote spendiert. Wer ganz großzügig ist, der spendiert auch noch eine Prise Zimt.
Ich habe gelbe und rote Pflaumen bekommen, bitte nehmt auch wirklich Pflaumen und keine Zwetschgen. Die Früchte sollen richtig reif sein. Zum Häuten der Pflaumen ritze ich die Haut über Kreuz ein und tauche sie kurz in kochendes Wasser, so läßt sie sich ganz leicht abziehen.


Zutaten
  • 500 g Pflaumen, entsteint und enthäutet gewogen
  • 250 g Birnen
  • Mark einer Vanilleschote 
  • 380 g Gelierzucker 2:1
Pflaumen und Birnen in Würfel schneiden und mit Vanillemark und Gelierzucker mischen; 30 Minuten ziehenlassen. Dann unter Rühren aufkochen und 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Mit einem Pürierstab fein pürieren oder etwas stückig lassen, wir mögen es gern ohne Stücke.


In sterilisierte Gläser abfüllen, zuschrauben und 5 Minuten auf den Kopf stellen. Dann umdrehen und vollständig auskühlen lassen.

Kastenkuchen mit Nutella-Swirl

08.10.2015
Call me Verpackungsopfer!
Als wir neulich einkaufen waren, schaute mich ein Riesenglas Nutella mit den Peanuts darauf an, satte 800 g schwer und an Linus, Snoopy und Woodstock konnte ich nicht verbeigehen...
Da wir Urzeiten benötigen, um so ein Glas zu leeren, habe ich ein wenig zu einem saftigen Kastenkuchen verbacken. Dieser benötigt keine Butter, sondern einen Becher Sahne und da ich keine Butter im Haus hatte, kam mir das gerade recht.

 
Zutaten
  • 200 ml Schlagsahne
  • 4 Eier, Gr. M
  • 150 g Puderzucker
  • 1 EL Vanillezucker
  • 250 g Mehl
  • 1 EL Weinsteinbackpulver
  • 3 EL Nutella
Sahne mit Puderzucker und Vanillezucker steif schlagen. Eier trennen und Eigelb unter die Sahne rühren. Mehl mit Backpulver mischen und ebenfalls löffelweise unterrühren. Eiweiß mit einer Prise Salz steifschlagen und unterziehen. Teig hälftig teilen und das Nutella unter eine Hälfte rühren.

Kastenbackform mit Backpapier auslegen oder gut einfetten. Beide Teigsorten abwechselnd löffelweise hineinklecksen und dann mit einem Schaschlikstab marmorieren.


Backofen auf 170°C Umluft vorheizen und die Kastenform auf einem Rost in der Mitte des Ofens 50 Minuten backen. Kurz auskühlen lassen, dann aus der Form heben bzw. kippen, Backpapier entfernen und vollständig auskühlen lassen. Nach Belieben noch mit Schokoglasur überziehen.

Süßer Senf ~ Weißwurstsenf ~ Bayerischer Senf

06.10.2015
Nennt ihn, wie Ihr wollt, ich esse ihn unter jedem Namen sehr gern. Nicht nur zu Würstchen oder Bratwurst schmeckt er mir sehr gut, ich benutze ihn auch in Salatdressings oder Dips.
Schwarze Senfkörner bekommt man in gut sortierten Lebensmittelgeschäften, ich kaufe sie immer im Asialaden, der auch indische Gewürze führt. Und wenn Ihr sie dort nicht findet, fragt mal in der Apotheke nach. Noch ein Tip: wenn Ihr grünes Senfmehl bekommen könnt, benutzt dieses anstatt der gelben Senfkörner; es ist entölt und dadurch wesentlich milder. In Süddeutschland ist es z.B. in der Metro erhältlich. Wundert Euch bitte nicht, daß der Senf direkt nach dem Mischen sehr flüssig ist, das Senfmehl quillt beim Abkühlen erst auf.

 
Zutaten
  • 200 g Senfkörner, gelb
  • 50 g Senfkörner, braun
  • 380 g Wasser
  • 120 g Apfelessig
  • 120 g brauner Zucker
  • 120 g Zucker
  • 1 Zwiebel, ca. 70 g, halbiert
  • 4 ganze Nelken
Gelbe und braune Senfkörner in einem Blitzhacker pulverisieren. Wasser, Apfelessig, Zucker, Zwiebel und Nelken in einem Topf aufkochen, Hitze reduzieren und mit aufgelegtem Deckel 10 Minuten köcheln lassen. Durch ein Sieb geben und dann den Sud mit dem Senfpulver vermischen. In Schraubgläser abfüllen und 3-4 Wochen im Kühlschrank ziehen lassen, der Senf verliert in dieser Zeit an Schärfe.


Zubereitung im TM
Gelbe und braune Senfkörner in den Mixtopf geben, 30 Sekunden / Stufe 10 mahlen und umfüllen. Wasser, Apfelessig, Zucker, Zwiebel und Nelken in den Mixtopf geben, 10 Minuten / 100°C / Stufe 2 mit aufgelegtem MB aufkochen, durch den Gareinsatz oder ein Sieb abgießen, Sud auffangen und den Sud wieder in den leeren Mixtopf geben. Senfmehl zugeben und 10 Sekunden / Stufe 3 verrühren. In Schraubgläser abfüllen und 3-4 Wochen im Kühlschrank ziehen lassen, der Senf verliert in dieser Zeit an Schärfe.