saftiges Schwarzbrot mit Sonnenblumenkernen im Glas gebacken

31.03.2016
Schon als Kind hatte ich, wenn wir nach dem älljährlichen dreiwöchigen Campingurlaub von der italienischen Adria heimkamen, unbändige Lust auf ein Schwarzbrot mit Leberwurst, und so geht es mir auch heute noch - auch wenn die Reiseziele mit den Jahren variabler geworden sind. Das Schwarzbrot im Glas ist dafür eine prima Lösung, denn es hält sich eine ganze Weile schön saftig frisch, wenn man es sofort nach dem Backen verschließt und ein Vakuum ziehen läßt, und steht somit zur Verfügung, auch wenn der Bäcker mal geschlossen hat. Ich habe 5 Sturzgläser mit je 580 ml von Weck verwendet, diese sind meiner Meinung nach für einen Zweipersonenhaushalt genau richtig, der Teig paßt jedoch auch in 3 Gläser mit je 850 ml. Die Gläser habe ich direkt im WECK Shop bestellt.


Zuerst werden die Gläser vorbereitet, indem man sie gründlich ausbuttert und mit Haferflocken ausstreut; ich habe 5-Korn-Flocken benutzt. Das Ausbuttern gelingt übrigens ganz leicht, wenn man sich Frischhaltefolie um die Hand wickelt. Die Gummiringe werden in kaltes Wasser gelegt.


Zutaten
  • 500 ml Buttermilch
  • 120 g Zuckerrübensirup
  • 1 Würfel Frischhefe
  • 250 g Weizenvollkornmehl
  • 250 g Weizenschrot
  • 125 g Sonnenblumenkerne
  • 1 EL Salz
  • 1 TL Zuckerkuleur (optional; färbt das Brot dunkel)
  • 150 g Naturjoghurt
Buttermilch, und Sirup in einem Topf leicht erwärmen und die Hefe darin auflösen. In der Rührschüssel  Mehlsorten mit Sonnenblumenkernen und Salz mischen. Zuckerkuleur und Naturjoghurt hinzugeben, ebenso das Buttermilschgemisch. Auf kleiner Stufe 4 Minuten gründlich verrühren, der Teig ist sehr flüssig.


Teig in die vorbereiteten Gläser füllen, dabei maximal bis knapp über die Hälfte füllen. Jedes Glas mit einer doppelten Lage Alufolie verschließen.


Gläser auf einen Rost, der auf der 2. Schiene von unten eingeschoben ist, in den Backofen stellen. Diesen jetzt erst auf 140°C U/O einschalten und die Gläser 2,5 Stunden (3 Stunden bei den größeren Gläsern) backen.


Nach dem Backen die Alufolie entfernen. Die Gummiringe abtrocknen und mit dem Glasdeckel  zusammen aufsetzen; jedes Glas mit zwei Klammern verschließen und komplett auskühlen lassen. Ich stelle sie dazu auf ein Geschirrhandtuch, damit sie nicht platzen. Nach dem Auskühlen die Klammern entfernen und die Gläser dunkel aufbewahren. Achtet darauf, daß der Gummiring nicht gequetscht ist, dann zieht sich das Vakuum nicht.


Kommentare:

  1. Oh, das klingt lecker und muss unbedingt ausprobiert werden! Wie lang lässt du die Gläser im Backofen? 2,5 bzw. 3 Stunden?
    Lieben Gruß, Steffi

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    1. Hallo Steffi,
      ich habe das Wort Stunden nich ergänzt, vielen Dank für den Hinweis.
      LG, Tanja

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  2. Was für eine großartige Idee! Gläser habe ich im Haus und mit Dinkel lässt sich das bestimmt auch umsetzten, dann kommt der Schrot mal zum Einsatz :)

    Vielen Dank für das tolle Rezept und Deine Teilnahme beim BBD ♥

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  3. Super tolles Brot, ich liebe Brote aus Gläsern oder Dosen, eben mal anders. Runde Brote schmecken auch gleich viel besser!😄 kleiner Scherz
    Lg Dagmar

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  4. Hallo! Das Rezept klingt super lecker! Werde ich gleich ausprobieren. Wie lange hält sich denn das vakuumierte Brot in den Gläsern ungefähr? Liebe Grüße

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    1. Hallo Anonym,

      es wäre nett, wenn Du mir einen Namen und eine Mailadresse für die Antwort hinterlassen hättest, so kann ich Dir nur hier antworten in der Hoffnung, daß Du es liest. Ich kann Dir nicht sagen, wie lange genau das Brot hält. Es hängt stark von der Sauberkeit der Gläser und Gummiringe und von der Genauigkeit bei Auflegen des Deckels ab; einige Monate dunkel aufbewahrt sollten es schon sein.

      Grüße, Tanja

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  5. Liebe Tanja,
    danke für das Rezept, ich habe alle Zutaten und die Weckgläser da, dann werde ich mich morgen auch an die Arbeit machen. Kann man nicht gleich die Glasdeckel ohne Gummi nehmen beim Backen? Du hast hier so viele tolle Brotrezepte vereint, das finde ich toll. Da muss ich nicht suchen.
    GLG Lesley

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    1. Hallo Lesley,
      darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht. Da die Deckel aber sofort mit dem Gummi draufmüssen, um das Vakuum zu ziehen, wäre mir persönlich das zu heiß. Probier es doch mal aus und berichte.
      LG, Tanja

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  6. Liebe Tanja, kann ich anstatt des Zuckerrübensirups auch irgendwas anderes nehmen? Das ist ein tolles Rezept, aber ich kann den leider nicht gut vertragen. Lieben Dank für deine Hilfe. Simone

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    1. Hallo Simone,
      da kann ich Dir leider auch nicht weiterhelfen. Sirup gibt die Farbe und den malzigen Geschmack, ich wüßte nicht, womit man ihn ersetzen sollte.
      Liebe Grüße, Tanja

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