Brined Plated Chicken ~ gepökeltes plattiertes Hähnchen mit Röstgemüse aus dem Ofen

07.07.2016
Eine Brine ist zu deutsch eine Pökellake bzw. Salzlake, also ein Lösung von Salz in Wasser, die zum Einlegen bzw. Naßpökeln von Nahrungsmitteln wie Fleisch, Fisch und Gemüse dient. Neben der konservierenden Wirkung, die durch den steigenden Salzgehalt entsteht, bekommen sie auch einen intensiven Geschmack und Fleisch wird sehr saftig. 

Dieses Prinzip habe ich mir zu Nutze gemacht und ein wunderbares Bio-Hähnchen morgens eingelegt, um es abends im Backofen zu garen. Das Hähnchen sollten ca. acht Stunden mariniert werden; ich werde es das nächste Mal noch länger in der Brine lassen, damit es noch mehr Geschmack aufnimmt.

Meine Brine bestand neben Salz und Wasser auch aus Zucker, Gewürzen und frischem Knoblauch; ich habe sie am Abend vorher aufgekocht, damit sich Salz und Zucker auflösen und alles gut durchzieht.


Zutaten für die Brine
  • 3,5 l Wasser
  • 150 g Zucker
  • 200 g Salz
  • 1 TL Koriandersamen
  • 1 TL schwarze Pfefferkörner
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • 1 TL getrocknetes Basilikum
  • 2 getrocknete Chilischoten, ganz
  • 4 Lorbeerblätter
  • 8 Knoblauchzehen, geschält und in groben Stücken
Alle Zutaten in einem großen Topf am Vorabend aufkochen, Hitze reduzieren und 5 Minuten mit aufgelegtem Deckel auf kleiner Flamme kochen lassen. Herd ausschalten und zugedeckelt über Nacht auskühlen lassen. Am nächsten Morgen 
  • 1 Hähnchen, möglichst Bio-Qualität, ca. 1,5 kg
in einen großen Gefrierbeutel oder eine große Schale mit Deckel geben und mit der Brine übergießen. Bis zum Abend zugedeckelt im Kühlschrank ziehenlassen. Evtl. das Huhn mit einem Teller beschweren, wenn es nicht untergehen will. Sollte die Flüssigkeit nicht ausreichen, einfach mit etwas Wasser auffüllen, bis das Hähnchen bedeckt ist.

Am Abend eine Stunde vor Zubereitung den Gefrierbeutel bzw. die Schüssel aus dem Kühlschrank nehmen, aber das Hähnchen noch in der Brine lassen. Dann gründlich abtropfen lassen, trockentupfen und plattieren (s. Video). Da ich die Haut gern würzig mag, habe ich das Hähnchen noch von außen mit etwas Rapsöl und mit einem Trockenrub eingerieben; hier könnt Ihr nehmen, was Euch gefällt, eine Mischung aus Paprika und Salz ist z.B. einfach und gut.


Ich habe noch Röstgemüse mitgegart, auch hier könnt Ihr nehmen, worauf Ihr gerade Lust habt und was sich in Eurem Kühlschrank tummelt.


Zutaten für das Röstgemüse 
  • 1 rote Paprika, in groben Streifen
  • 1 Gemüsezwiebel, geachtelt
  • 10 kleine Kartoffeln mit Schale, halbiert
  • 8 kleine Möhren
  • 1 Bio-Zitrone, geachtelt
  • 2 Knoblauchknollen, Wurzel abgeschnitten
  • 2 EL Rapsöl
Alle Zutaten in einer Schüssel mischen und dann auf dem mit Backpapier ausgelegtem Backblech ausbreiten. Knoblauchknollen mit der Schnittfläche nach unten auf das Blech setzen. Alles leicht salzen.

Backofen auf  160°C Umluft vorheizen. Hähnchen mit der Brust nach auf einen Rost legen und in der Mitte des Backofens einschieben, direkt darunter das Blech mit dem Gemüse. 35 Minuten backen, dann das Hähnchen umdrehen und weitere 40 Minuten backen. Temperatur auf 200°C Umluft erhöhen und ca. 10-15 Minuten weiterbacken, bis die Haut knusprig und das Hähnchen schön gebräunt ist. Ich habe in den letzten 4 Minuten den Grill zugeschaltet.

Knoblauchzehen herausdrücken; sie schmecken wunderbar, wenn man die Kartoffeln damit 'vermatscht' oder sie auf einem Baguette dazu verstreicht; weiches Fruchtfleisch aus den Zitronen herausschaben und zum Gemüse geben.

Wer keine Zeit für die Brine hat, kann natürlich das Hähnchen auch einfach nur plattieren, würzen und dann backen.

1 Kommentar:

  1. Was für ein tolles Gericht, das muss ich unbedingt nachmachen :-) Genau das richtige jetzt zu den Temperaturen! Diese Kruste aus den Gewürzen ist bestimmt klasse. Und das Röstgemüse ist super, man muss nicht viel vorbereiten und kann in der Zwischenzeit noch anderes machen! Liebe Grüße aus Passeier :-)

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