Zigeunerfrikadellen

09.10.2016
Politisch korrekt hin oder her, bei mir bleibt der Name - basta! Bei uns hier am Niederrhein und auch im Ruhrgebiet sagt man zu Frikadellen kurz und bündig Frikos, anderenorts heißen sie Buletten, Klopse, Fleischlaberl, Fleischlaibchen und egal, wie sie heißen, sie werden sich in dieser genialen Sauce wohlfühlen. Sehr wohlfühlen.
Ich habe die Zigeunerfrikadellen im Slowcooker geschmort; die Anschaffung eines solchen ist nicht mit hohen Kosten verbunden und ich bin immer wieder begeistert, wie toll das Ding funktioniert. Meiner hat eine Größe von 3,5 l und damit genau die richtige Größe für dieses Rezept.


Wer keinen Slowcooker hat, schmort das Ganze bei kleiner Hitze auf der Herdplatte oder im Backofen, das ist auch kein Problem. Allerdings kann ich Euch da zu den genauen Zeiten keine Angabe machen.


Zutaten für die Frikadellen
  • 150 g Zwiebel, fein gewürfelt
  • 3-4 Knoblauchzehen, gepreßt
  • 2 EL Öl
Zwiebel und Knoblauch bei mittlerer Hitze mit dem Öl in einer Pfanne anschmoren und abkühlen lassen.
  • 750 g gemischtes Hackfleisch
  • 100 g Paniermehl
  • 2 Eier Gr. M 
  • 2 EL Senf
  • 2 EL gehackte Kräuter nach Wahl, ich hatte Schnittlauch
  • Salz und Pfeffer
Alle Zutaten mit der Zwiebel-Knoblauch-Mischung gründlich verkneten und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Frikadellen formen, ich habe ca. 60 g je Frikadelle gehabt; Ihr könnt natürlich auch kleine Bällchen oder ganz große machen je nach Belieben. Rundherum in Öl oder Butterschmal knusprig anbraten.
Ich portioniere die Frikadellen übrigens mit einem Eiskugelportioniere. Sehr gut geht es auch mit einer Espressotasse, damit man gleichgroße Portionen bekommt.


Zutaten für die Zigeunersauce
  • 2 Pakete passierte Tomaten (1000 g)
  • 2 Paprika, in schmalen Streifen
  • 2 Zwiebeln, in schmale Segmenten
  • 1 gehäufter EL Tomatenmark
  • 2 EL Zucker
  • 3-4 gehäufte TL Currypulver
  • 2 TL Paprikapulver edelsüß 
  • 1 Glas Puszta-Salat (330 g)
  • 200 ml Rinderfond
Passierte Tomaten im Slowcooker schonmal auf high erhitzen. 
Paprika und Zwiebeln mit wenig Öl anschwitzen, dabei salzen. Tomatenmark und Zucker zugeben und kurz mitbraten, damit es karamellisiert. Curry und Paprikapulver hinzugeben, kurz mitbraten und dann den Puszta-Salat samt Sud und den Fond hinzugeben. Das alles zu den Tomaten in den Slowcooker geben, umrühren und dann die Frikadellen darin versenken. 
Eine Stunde auf high, dann ca. 4 Stunden auf low schmoren und nochmals abschmecken. Dazu schmeckt Reis, Nudeln, Brot oder Baguette oder - imbissmäßig - Pommes. Die Frikadellen schmoren hierbei richtig durch und werden zart. Wer sie etwas mit mehr Biß mag, gibt sie erst in den letzten 1-2 Stunden hinzu.


Eine Stunde high entspricht beim Slowcooker zwei Stunden low, wer nicht soviel Zeit hat, läßt es 3 Stunden auf high. 

Ich habe die Zigeunerfrikadellen am Vortag zubereitet und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. Beim Erwärmen habe ich dann noch ein halbes Glas abgetropften Puszta-Salat untergemischt, der dann schön knackig war.

noch nicht zurückgeplaudert, sei die/der Erste

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