Thüringer Rostbrätel

03.04.2017
Das Synchronkochen mit meinen lieben Freundinnen Ina und Nicole ist vergangenen Sonntag in die zweite Runde gegangen - es gab Thüringer Rostbrätel. Auf dieses Rezept hat uns Ina gebracht, als sie uns in einem ihrer heißbegehrten Freßpakete nach einem Heimatbesuch einige Sachen aus den neuen Bundesländern schickte und da war neben allerlei Leckereien auch ein Rostbrätelgewürz dabei. Schnell war die Idee geboren, dieses bei unserem zweiten Synchronkochen einzusetzen.


Über das Thüringer Rostbrätel konnte ich herausfinden: es ist ein marinierte Scheibe Schweinenacken, die über Holzkohle gegrillt wird, dazu werden die Zwiebeln aus der Marinade nebenbei geschmort. Zur traditionellen Vorbereitung werden die zwei bis drei Zentimeter dicken Nackenscheiben etwas plattiert. Aus Pils oder Schwarzbier wird mit Zwiebeln, Knoblauch, Senf, Kümmel, Majoran, Salz und grobem schwarzem Pfeffer eine Marinade hergestellt und die Rostbrätel darin ein bis zwei Tage mariniert. Zum Braten wird der Holzkohlengrill nicht zu stark angeheizt, der Rost mit Speck eingerieben, um das Anhaften zu verhindern, und das Fleisch aufgelegt. Während das Fleisch bei mäßiger Hitze gart, wird es nach jedem Wenden mit der Marinade begossen oder mit leicht geschütteltem Bier direkt aus der Flasche besprüht. Das dient zur Geschmacksverbesserung, verhindert aber auch das Austrocknen des Fleisches auf der Oberseite. Außerdem wird durch auf die glühende Holzkohle abtropfendes Bier die Gartemperatur reguliert, und der aufsteigende Dampf trägt maßgeblich zur Garung und Geschmacksbildung bei.


Da unser Grill zur Zeit durch den Gartenumbau noch bei der Nachbarin urlaubt, habe ich das Fleisch in einer Pfanne gebraten, was sicherlich nicht das richtige Grillaroma gibt, aber auch sehr lecker schmeckt und so für die meisten auch umsetzbar ist.

Zutaten für die Rostbrätel
  • 600 g Schweinenackensteaks ohne Knochen, in 2-3 cm dicken Scheiben
  • Senf, am Besten Born oder Bautz'ner
  • Röstbrätelgewürz oder Gewürze wie in der oberen Beschreibung, Salz und Pfeffer tun es auch 
  • 400 g Zwiebeln, in 0,5 cm dicken Scheiben
  • 500 ml Schwarzbier oder Pils, ich hatte Köstritzer
Schweinenackensteaks evtl. halbieren, etwas plattieren und von beiden Seiten würzen und mit Senf einstreichen. Abwechselnd mit den Zwiebeln in eine Schüssel schichten, zu der es einen Deckel gibt. Alles mit dem Bier übergießen und ein bis zwei Tage marinieren lassen.


Fleisch und Zwiebeln auf einem Sieb abgießen und abtropfen lassen. Fleisch herausfischen und trockentupfen. In einer Pfanne von beiden Seiten in Butterschmalz kräftig anbraten bzw. auf dem Grill grillen. Ich habe die Brätel dann bei 100°C Umluft mit Alufolie zugedeckt in einer Auflaufform im Backofen geparkt, während ich die Zwiebeln gebraten habe.

Hierzu die Pfanne auswischen, erneut ein bißchen Butterschmalz erhitzen und die Zwiebeln hineingeben. Hitze etwas reduzieren und langsam goldgelb anbraten, dabei mit Salz, Pfeffer und evtl. etwas Paprikapulver würzen. Zum Schluß habe ich noch einen Teelöffel Zucker hinzugegeben, um sie zu karamellisieren.

Zusammen mit den Rostbräteln anrichten und genießen. Klassisch ißt man dazu Gurkensalat, ich empfehle meinen Quetschgurkensalat, und Röstkartoffeln.