2widos op Jück in Hamburg ~ Hello again, Isemarkt!

20.01.2018
Wie schon im August 2016 waren wir auch bei unserem nachweihnachtlichen Kurztrip zwischen den Jahren nach Hamburg natürlich wieder auf dem Isemarkt, denn dieser Markt ist einfach nur sehenswert.


Man kann gemütlich bummeln und das breite Angebot bewundern, hier und da etwas kaufen (so wurde der Lieblingsmann genötigt, kiloweise Borettane, Perlzwiebeln, Würste für den nächsten Grünkohl und Speck zu 'schleppen') und zwischendurch gemütlich einen Kaffee oder ganz im NY-Style eine Knochenbrühhe trinken.



Der Markt findet Dienstag und Freitag 8.30 bis 14 Uhr statt; an Feiertagen findet meist ein Ersatzmarkttag am Vortag statt und wenn Du auch mal in Hamburg bist, solltest Du Dir diesen Markt nicht entgehen lassen.


Mit seiner Länge von ca. 600 m je Reihe, also 1,2 km Gesamtlänge, wenn man beide Seiten getrennt abläuft, ist er der größte Freiluftmarkt Europas.


Das allein ist ja schon was, aber dazu kommt, daß er sich im Stadtteil Harvestehude zwischen den Haltestellen der U3 Eppendorfer Baum und Hoheluftbrücke unter der Viaduktstrecke befindet, was das ganze nicht nur für´s Auge richtig toll macht, sondern auch noch an Regentagen richtig praktisch ist. Und jetzt gibt es ein paar Bilder von den herrlichen Ständen:





 

 




Die liebe Nabiha, die ich über Instagram kenne und die meine Fischbrötchenleidenschaft kennt, hat mich zusammen mit ihrem Mann Ronny, der die Feinkost-Manufaktur Sibbert betreibt, zu einem Fischbrötchen eingeladen - da sage ich doch nicht nein und nochmals ganz herzlich Danke!


Ich habe mich für eine Fischfrikadelle entschieden und die war köstlichst... heiße Friko, knackig-warmes Brötchen, eine herrliche Remoulade... mmmhhh...


Ronny stellt wunderbare Salate her, bei denen man sich gar nicht entscheiden kann, welchen man zuerst probieren möchte.



Ach, ich wünschte mir auch so einen tollen Markt ganz in meiner Nähe, aber das bleibt wohl nur Wunschdenken...

[Resteküche] Rumfort-Nudelsalat ~ immer wieder anders, aber garantiert immer lecker

18.01.2018
Eigentlich wollte ich diesen Salat gar nicht posten, da ich ihn nach Feierabend aus vorhandenen Zutaten und Resten aus Gruschelkammer und Kühlschrank fix zusammengeworfen habe. Allerdings ist er so lecker geworden, daß ich Dich ermutigen möchten, auch einfach mal ein Rumfort-Salat zu kreieren. Rumfort kennst Du nicht? Alles, was rumliegt und fort muß, kommt hinein; so können Reste verbraucht werden und es entsteht ein immer anderer und bestimmt leckerer Salat.


Zutaten für die Sauce
  • 1 kleines Glas = 250 g Mayonnaise
  • 100 g Crème fraîche, alternativ Schmand oder ein rahmiger Joghurt
  • ein ordentlicher Schwapp Gurkenwasser
Mayonnaise, Crème fraîche und Gurkenwasser miteinander verrühren, es sollte leicht flüssig sein. Die Sauce kräftig würzen, ich schmecke sie mit Salz, Pfeffer, Pul Biber, meinem geliebten Gourmet-Kräutermix und Café de Paris-Gewürz ab; nehmt das, was Euch gefällt. Lecker ist zum Beispiel auch Currypulver.

[Resteküche] Rumfort-Nudelsalat ~ immer wieder anders, aber garantiert immer lecker
  • 300 g Nudeln nach Wahl
Nudeln in Salzwasser bißfest kochen. Auf einem Sieb abgießen, mit kaltem Wasser abspülen und abtropfen lassen.
  • 3 hartgekochte Eier, fein gehackt
  • 1 Minidose Mais
  • 1 Paprika, in kleinen Würfeln
  • 4 Gewürzgurken, der Länge nach halbiert und in dünne Scheiben geschnitten
  • 100 g Käse, in kleinen Würfeln
Alle Zutaten mit der Sauce mischen. Nudelsalat ein paar Stunde, besser über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen. 

[Resteküche] Rumfort-Nudelsalat ~ immer wieder anders, aber garantiert immer lecker

Der Salat kann immer wieder varriert werden, zum Beispiel mit Wurst- oder Bratenresten, Apfel, Zwiebel / Frühlingszwiebel, Erbsen und Möhren, Spargel, Champignons...

[Resteküche] Rumfort-Nudelsalat ~ immer wieder anders, aber garantiert immer lecker

ofengschmortes Ananas-Bacon-Sauerkraut

16.01.2018
Für selbstgeschmortes Sauerkraut finden sich schon einige Rezepte hier im Blog, so mein weltbestes, ofengeschmortes Sauerkraut, das ebenfalls ofengeschmorte Sauerkraut mit Ananas und Crème fraîche und auch ein rotes Sauerkraut.
Gestern morgen beim Durchstöbern der Gruschelkammer aka Vorratsraum fiel mit noch ein Päckchen rohes Sauerkraut in die Hände, das ich mir aus einem Werksverkauf in Cuxhaven mit gebracht hatte. Und passend dazu fielen mir die Nürnberger Rostbratwürstchen ein, die unbedingt wegmußte und verworfen war der Plan, einen türkischen Kartoffelsalat zu machen ;o)

ofengschmortes Ananas-Bacon-Sauerkraut
Zutaten
  • 500 g rohes Sauerkraut
  • 25 g Butterschmalz oder ein Schuß Rapsöl
  • 50 g Bacon, in feinen Würfeln
  • 2 Zwiebeln, fein gewürfelt
  • 3-4 Scheiben Ananas, frisch oder ersatzweise aus der Dose, kleingewürfelt
  • 1 TL Zucker
  • 2 Lorbeerblätter
  • 400 ml Gemsebrühe
  • 100 ml Ananassaft
Sauerkraut in ein Sieb geben, einmal kurz durchwaschen und dann abtropfen lassen. Butterschmalz und Bacon in einem kleinen, gußeisernen Bräter erhitzen, Hitze reduzieren und den Bacon auslassen, bis er gerade beginnt, Farbe anzunehmen. Zwiebel zufügen und anschwitzen. Sauerkraut zerzupfen und zufügen, ebenso Zucker und Lorbeerblätter. Gemüsebrühe und Ananassaft angießen, umrühren und aufkochen lassen. Backofen auf 175°C Umluft vorheizen und den zugedeckelten Bräter auf einem Rost in der Mitte des Ofens hineinstellen. Ca. 2 Stunden garen, dabei alle 30 Minuten umrühren und evtl. noch etwas Flüssigkeit nachgießen, damit es nicht anbrennt. Das Sauerkraut soll weich sein und etwas Farbe bekommen. Evt. noch mit Salz und Pfeffer abschmecken, ich habe das nicht gebraucht.

ofengschmortes Ananas-Bacon-Sauerkraut

Aufgrund der langen Garzeit lohnt es sich, gleich eine größere Menge zu schmoren, es schmeckt aufgewärmt sowieso fast noch besser als frisch aus dem Backofen.

ofengschmortes Ananas-Bacon-Sauerkraut

2widos op Jück ~ das Peace in Hamburg

13.01.2018
Shalömchen! Wenn man ein Restaurant in vier Tagen gleich zwei Mal besucht, dann muß es doch wohl gut sein, oder? Genau so ging es uns mit dem Peace im Hamburger Karolinenviertel, das ich im www entdeckt hatte.


Wir besuchten es gleich am Ankunftstag unseres letztjährigen Kurztrips zwischen den Jahren mit nicht allzu großem Hunger, aber umso neugieriger, wie der Laden wohl aussieht, der im Netz nur in den höchsten Tönen gelobt wird.


Gleich im Eingangsbereich schaut man in die halboffene Küche und wird von den Köchen begrüßt, bevor man in den eigentlichen Gastraum eintritt. Freundliche Bedienung nimmt einen in Empfang; da wir recht früh da waren, konnten wir einen Tisch wählen und entschieden uns für den Wintergarten.

 


Man sitzt hier rustikal an ganz einfachen Holztischen- und Bänken. An den Wänden ist wunderbares Glasmosaik verbastelt, die Beleuchtung macht das Ganze schön schwummerig gemütlich.


Die Karte liest sich sehr lustig, vom Aysche Rusitkal-Burger über Canneloony bis zum Hacklava ist alles dabei und die Preise äußerst angenehm. Mit einem Schmunzeln entschieden wir uns für die Oriental Tapas Platte, die ich schon im Netz gesehen hatte, dazu ein kühles Alsterwasser und ein Ayran mit Minze.



Was soll ich sagen? Ein bunt gemischtes Brett mit Köstlichkeiten, Friedensrollen und Fladenbrot bekamen wir serviert, das so reichlich war, um unseren kleinen Hunger zu stillen. Wir beschlossen, gleich für den letzten Abend einen Tisch zu reservieren und dann auch die Hauptspeisen zu probieren.




Natürlich nahmen wir wieder die Oriental Tapas Platte in der kleinen Ausführung, danach gab es für den Lieblingsmann einen superleckeren Burger mit Fries und Salat, für mich Gemüse à la Turca mit Reis, Bulgur, Salat und zwei Sößchen. Einfach nur yummy, wir kommen sicherlich beim nächsten Besuch wieder.

Und als Tip: um die Ecke auf der Marktstraße kann man wunderbar durch zauberhafte kleinen Läden bummeln.

Karolinenstraße 14 + 15
20357 Hamburg

U-Bahn-Haltestelle: Messehallen
Telefon 040 59458777
Öfnungszeiten
Di - Do 12:00 - 00:00 Uhr
Fr 12:00 - 02:00 Uhr
Sa 13:00 - 02:00 Uhr
So 13:00 - 00:00 Uhr

One Pot Pasta mit Spinat & Speck

11.01.2018
Einmal durch den Kühlschrank gefräst und zwei Stücke Parmesan gefunden - ja, wer hat die denn gekauft und dann nicht verbraucht?
Auf der Suche nach einer Verwertung fiel mir auf, daß ich schon ewig kein One Pot Pasta mehr gekocht habe. Und das, wo One Pot Pasta so flott geht und die Nudeln sich gleich beim Kochen herrlich mit den Aromaten vollsaugen und das Ganze schön cremig wird, da die Nudelstärke die Sauce bindet.

One Pot Pasta mit Spinat & Speck

Ruckzuck steht wieder mal ein absolutes Soulfoodgericht auf dem Tisch... oder wird von einem großen Teller direkt auf dem Sofa im Schneidersitz verspeist... ;o)

One Pot Pasta mit Spinat & Speck

Zutaten
für 3-4 Personen
  • 100 g durchwachsener Speck (Bacon), in Würfeln oder Streifen oder Kochschinken
  • 1 Gemüsezwiebel oder 2-3 normale Zwiebeln, halbiert und in schmale Segmente geschnitten
  • 2-3 Knoblauchzehen, fein gehackt, ich nehme eine Solozehe chinesischer Knoblauch
  • 1 TL Pul Biber oder Chiliflocken nach Belieben
Einen Schuß Öl in einer beschichteten Pfanne, zu der es einen Deckel gibt, erhitzen. Speck darin anbraten, bis er leicht Farbe nimmt. Zwiebel zufügen und ebenfalls anbraten, bis sie leicht Farbe nimmt. Knoblauch und wenn gewünscht Pul Biber zugeben und kurz mitbraten, der Knoblauch darf auf keinen Fall Farbe bekommen. 

One Pot Pasta mit Spinat & Speck
  • 250 g Pasta nach Wahl, ich hatte Barilla Maccheroni n.44 
  • 250 g Babyspinat
  • 300 ml Milch
  • 500 ml Wasser
  • 1 TL Salz
  • Pfeffer
Zutaten in die Pfanne geben, unter gelegentlichem Rühren aufkochen, Hitze reduzieren und mit aufgelegtem Deckel garen, bis die Pasta eben al dente ist; die Kochzeit hängt stark von der verwendeten Pastasorte ab. Dabei von Zeit zu Zeit umrühren, damit nichts anhängt. Einige beklagen, daß die Pasta bei dieser Kochvariante zu matschig wird, das kann ich nicht bestätigen. Es kommt wirklich darauf an, die Pasta nicht zu lang zu garen.

One Pot Pasta mit Spinat & Speck
  • 100 g grob geraspelter Parmesan
Parmesan untermischen und schmelzen lassen; nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken und direkt servieren.

One Pot Pasta mit Spinat & Speck

Ofen-Fisch mit Frankfurter Grie Soß-Kräuterknusperkruste

09.01.2018
Auch in diesem Jahr wird es sicherlich einige Varianten für Ofen-Fisch geben, denn diese Zubereitungsweise ist unkompliziert und lecker.

Ofen-Fisch mit Frankfurter Grie Soß-Kräuterknusperkruste

In meinem Lieblingssupermarkt gibt es in der Kräuterecke kleine Packungen mit gemischten Kräutern für Frankfurter Grüne Sauce. Diese Mischung enthält sieben Kräuter: Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch. Der Frankfurter an sich wird sicherlich lachen, denn wenn man diese Kräutermischung dort kauft, bekommt man ein dickes Bündel in Papier gewickelt in die Hand gedrückt; die 40 g allerdings reichen perfekt für eine Portion Fisch. Wer keine Mischung bekommt, der mischt einfach selbst; wenn dann die eine oder andere Sorte fehlt, ist das auch nicht schlimm ;o)

Ofen-Fisch mit Frankfurter Grie Soß-Kräuterknusperkruste


Zutaten
  • 500-550 g Fischfilet, z.B. Kabeljau oder Seelachs
Etwas Olivenöl in eine Auflaufform geben, leicht salzen und den Fisch hineinlegen.

Zutaten für die Knusperkruste
  • 50 g Butter
  • 2 Frühlingszwiebeln, der Länge nach geviertelt und in feine Streifen geschnitten
  • 40 g gemischte Kräuter für Frankfurter Grüne Soße (Grie Soß), fein gehackt
  • 6 gehäufte EL Panko, alternativ Semmelbrösel
  • 1 gehäufter EL körniger Senf
  • Saft und Abrieb einer halben Biozitrone
  • Salz und Pfeffer
Die Butter in einer kleinen Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin kurz andünsten. In eine Schüssel geben und mit den restlichen Zutaten vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken; wer mag, kann auch noch etwas Chiliflocken oder Pul Biber untermischen. Masse auf dem Fisch verteilen und leicht andrücken.

Ofen-Fisch mit Frankfurter Grie Soß-Kräuterknusperkruste

Backofen auf 200°C vorheizen und die Aufflaufform auf einem Rost 25-30 Minuten backen, bis die Oberfläche bräunt und knusprig ist.

Ofen-Fisch mit Frankfurter Grie Soß-Kräuterknusperkruste

Wir essen dazu am liebsten einen grünen Salat und Reis.

Gemüse-Hack-Suppe

07.01.2018
Die berühmte Käse-Lauch-Suppe kennt wohl jeder, dessen Partykarriere in den 80ern gegonnen hat. Wollte man auf der ersten eigenen Fete alle satt machen ohne großen Aufwand und Kosten, wurde einfach ein Riesenpott voll gekocht, reichte dazu Baguette und allen waren glücklich.
Dieses Rezept ist auch mit einem Hauch Schmelzkäse zubereitet, aber die sonstigen Zutaten sind mal was anderes. Sie schmeckt wunderbar cremig, ohne schwer zu sein und macht so richtig satt.

Gemüse-Hack-Suppe

Zutaten
  • 500 g gemischtes Hackfleisch (halb Rind, halb Schwein) oder Sorte nach Wahl
  • 4 gehäufte EL Tomatenmark
2 EL Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Hack darin krümelig anbraten, aber nicht zu sehr zerkrümeln; dabei kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Sobald es ordentlich Farbe hat, das Tomatenmark zugeben und kurz mit anschwitzen.
  • 1 Gemüsezwiebel oder 2-3 normale Zwiebeln, in feinen Würfeln
  • 500 g Kartoffeln, in 1 cm großen Würfeln
  • 500 g Möhren, der Länge nach halbiert oder geviertelt und in 0,5 cm breiten Scheiben
  • 1 Liter Gemüse- oder Fleischbrühe, Sorte nach Belieben
  • 1 ordentlich gehäufter EL getrockneter Majoran 
Gemüse-Hack-Suppe

2 EL Öl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebeln mit einem gestrichenen TL Salz anschwitzen. Kartoffeln, Möhren und Majoran zugeben und anschwitzen. Brühe hinzugießen, ebenso das Hack. Aufkochen lassen, dann zugedeckelt bei kleiner Hitze ca. 25 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist.
  • 1 Dose Kidneybohnen, abgegossen und gespült
  • 100 g Crème fraîche
  • 100 g Sahne-Schmelzkäse
Kidneybohnen hinzugeben und 5 Minuten köcheln lassen. Hitze ausschalten. Crème fraîche und Sahne-Schmelzkäse unterrühren und schmelzen lassen; nochmals abschmecken.

Mit etwas Baguette oder einem rustikalen Brot genießen. Die Suppe kann prima am nächsten Tag erwärmt oder auch eingefroren werden.

Gemüse-Hack-Suppe