Knusperwaffeln

31.10.2016
Wenn es nach dem Lieblingsmann gehen würden, gäbe es hier morgens, mittags und auch abends frisch gebackene Waffeln. Während ich eher herhafte Sachen mag, liebt er alles Süße und Waffeln stehen da ganz oben auf seiner Liste. Einige Rezepte finden sich schon hier auf dem Blog, heute kommt noch ein Rezept dazu, bei dem die Waffeln durch die Sahne die Waffeln beim Abkühlen aufknuspern. Man kann die Waffeln in einem Herzwaffeleisen oder in einem für belgische Waffeln abbacken. Bei den dicken Waffeln fülle ich das Waffeleisen nicht ganz voll Teig, so sehen die Waffeln hübsch zippelig an den Rändern aus.


Zutaten
  • 125 g weiche Butter
  • 50 g Zucker
  • 1 TL Vanillezucker
  • 2 Eier, Gr. M, getrennt
  • 75 g Weizenmehl, Type 405
  • 40 g Speisestärke
  • 1 gestrichener TL Backpulver
  • 100 g flüssige Schlagsahne
Eiweiß mit einer Prise Salz zu Eischnee aufschlagen. Butter und Zucker schaumig schlagen. Eigelb zugeben, dann nach und nach das mit Speisestärke und Backpulver vermischte Mehl. Sahne unterrühren, zum Schluß den Eischnee unterheben.

Waffeleisen aufheizen, mit etwas Butter oder Öl auspinseln und nach und nach die Waffeln abbacken. Auf einem Rost abkühlen lassen, dabei knuspern die Waffeln auf.

Nach Belieben mit Puderzucker bestreuen oder mit Sahne und Früchten genießen.

Apfelmuskuchen mit Schmandguß

30.10.2016
Teig, Frucht und Schmand - eine Kombination, die nur gut schmecken kann. In diesem Fall thronen auf einem Rührteig eine Schicht Apfelmus und ein Topping aus cremigen Schmand. Ich habe stückiges Apfelkompott benutzt, das ich aus Zeitgründen fertig gekauft habe. Natürlich kann man es noch besser selbst machen, aber das fertige ist durchaus auch in guter Qualität ohne Zusätze zu bekommen. Im Supermarkt habe ich auch ein Apfel-Birnen-Mus gesehen, mit dem der Kuchen auch sehr lecker schmecken würde. Und dem Lieblingsmann kam die Idee nach Aprikosen-oder Pfirsichmus, das werde ich dann beim nächsten Mal ausprobieren. 
Das Rezept ist für eine 24x24 cm Quadratspringform oder eine runde Springform von 26 cm; das doppelte Rezept reicht für ein Blech. 
Leider ist nur ein Foto dieses leckeren Kuchens entstanden, denn wir haben ihn zu Freunden mitgenommen und ehe ich noch mehr schießen konnte, war er verschnabuliert ;o)


Zutaten für den Boden
  • 100 g Butter
  • 75 g Zucker
  • 1 TL Vanillezucker
  • 2 Eier, Gr. M
  • 100 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
Butter mit Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen. Eier nach und nach unterrühren, dann das mit Backpulver vermischte Mehl löffelweise unterrühren. Teig gleichmäßig auf ein mit Backpapier ausgelegtem Blech verteilen und bei 180°C Umluft 15 Minuten vorbacken.

Zutaten für die Apfelmusschicht
  • 1 Glas Apfelmus oder Apfelkompott (ca. 700 g)
  • 1 Pck.Vanillepuddingpulver
  • 40 g Zucker
Puddingpulver mit etwas Milch klümpchenfrei anrrühren. Apfelmus mit Zucker in einem Topf erhitzen und das angerührte Puddingpulver unterrühren. Einmal aufkochen lassen und dann vorsichtig auf dem Boden verteilen. Wer mag, rührt noch einen TL Zimt drunter, Apfelmus vorsichtig auf dem Teig verteilen und glattstreichen.

Zutaten für den Schmandguß
  • 3 Becher Schmand
  • 4 EL Zucker
  • 3 Eigelb, Gr. M
Zutaten miteinander verrühren.
  • 3 Eiweiß, Gr. M
Eiweiß mit einer Prise Salz zu Eischnee schlagen und unter die Schmandmasse heben. Mit einem Löffel vorsichtig auf der Apfelmusschicht verteilen, glattstreichen und weitere 30 Minuten backen. Danach auskühlen lassen. 

Der Kuchen läßt sich gut einen Tag vorher backen und dann über Nacht kaltgestellt aufbewahren, so zieht er schön durch.

Mixed Pickles

24.10.2016
Meine Eltern hatten einen sehr großen Garten, der überwiegend mit Gemüse bepflanzt war und je nach Saison wurde immer viel für den Winter eingekocht. Ich liebe seitdem alles, was in Essigsud, am liebsten süßsauer, vor sich hinzieht, bis es z.B. zum Abendbrot mit Schnittchen gegessen wird.
Einkochen macht zwar Arbeit, aber ich mache immer mehrere Sorten an einem Tag und habe dann eine ganze Menge Vorrat, der mich ganz schön glücklich macht. Einkochen geht auch das ganze Jahr über, man muß sich nicht nur Vorräte für den Winter anlegen; zu jeder Jahreszeit gibt es günstig Gemüse, welches gern in Essigsud badet...


Mixed Pickles finde ich dabei besonders lecker, weil man eine kleine Auswahl an verschiedenen Gemüsen auf einen Schlag hat. Die Menge ergibt 6 Weckgläser mit 580 ml Inhalt; Ihr könnt natürlich auch kleinere oder größere Gläser benutzen. Statt Weckgläser können auch Gläser mit Schraubdeckel verwendet werden, die Vorgehensweise ist gleich.


Sauberkeit ist das höchste Gebot beim Einmachen
Die gründlich gespülten Gläser und Deckel auf ein Backblech geben, so daß sie sich nicht berühren. Das Blech in den ausgeschalteten Backofen geben und dann erst den Backofen auf 140°C U/O aufheizen. Sobald der Backofen die Temperatur erreicht hat, die Gläser noch ca. 15 Minuten im Backofen steriliseren. Im geschlossenen Backofen etwas abkühlen lassen. Bei Verwendung von Weckgläsern mit Deckel die Gummringe in Essigwasser 5 Minuten auskochen.


Um zusätzlich zum süßsauren Sud eine Würze zu geben, könnt ihr jetzt in jedes Glas geben:
  • 1 EL Senfkörner
  • 2 Pimentkörner
  • 2 Wacholderbeeren
  • 1-2 Lorbeerblätter
  • etwas frisches Bohnenkraut und/oder Dill 
  • 1 kleine getrocknete Chilischote (optional für die, die es schärfer mögen)
Zutaten Gemüse (alles geputzt gewogen)
  • 300 g Zucchini
  • 300 g kleine Einlegegurken
  • 300 g Möhren
  • 300 g Blumenkohl
  • 300 g Zwiebeln 
  • 300 g Paprika
Das Gemüse in mundgerechte Stücke schneiden und in kochendem Salzwasser kurz blanchieren, bis es noch schön knackig, aber dennoch leicht weich ist. Auf einem Sieb gründlich abtropfen lassen und in die Gläser verteilen.

Zutaten für den Sud
  • 600 ml Wasser
  • 500 ml Weißweinessig oder ein anderer Essig nach Wahl
  • 150 g Zucker
  • 2 gehäufte EL cremiger Honig
  • 1 gehäufter EL Salz
Alle Zutaten aufkochen und heiß auf das Gemüse geben, bis die Flüssig einen guten Zentimeter unter dem Rand steht.

Gummiring und Deckel auflegen und jedes Glas mit zwei Klammern fixieren. Gläser nebeneinander, so daß sie sich nicht berühren, in eine Bratreine o.Ä. stellen. Diese auf einem Rost auf der untersten Schiene des Backofen stellen. Heißes Wasser in die Bratreine füllen, so daß es ca. 5 cm hoch an den Gläsern steht.

Backofen auf 175°C U/O einschalten und so lange backen, bis die Flüssigkeit zu perlen beginnt; bei mir dauerte das eine gute halbe Stunde. Gläser vorsichtig am besten mit einer passenden Zange herausholen und auf einem Küchenhandtuch auskühlen lassen. Ein untrügliches Zeichen dafür, daß sich das Vakuum gebildet hat ist, daß sich die Gummilasche nach unten biegt. Bei Schraubgläser ist der Deckel nach innen gewölbt und läßt sich nicht mehr eindrücken.

Alternativ im Einkochatomat 30 Minuten bei 90 Grad einkochen.


Nach dem Abkühlen Klammern entfernen und dunkel lagern und mindestens drei Wochen ziehen lassen. Ich weiß, eigentlich möchte man gleich ein Glas probieren, aber erst dann hat sich der Geschmack voll entwickelt ;o)

Jägerkohl ~ Schmorkohl mit Hack und Champignons

21.10.2016
Kohl geht bei uns in jeglicher Variante und in der Biokiste war ein schöner Spitzkohl, der nach einem leckeren Schmorgericht an einem Regentag schrie.Wir haben eine ordentliche Portion nur mit Crème fraîche gegessen; es würden aber auch Salzkartoffeln, Kartoffelstampf oder Reis dazu passen.   



 
Zutaten
  • 2 gehäufte EL Butterschmalz
  • 500 g gemischtes Hackfleisch
  • 1 große oder 2 mittelgroße Zwiebeln, in feinen Würfeln
  • 2-4 Knoblauchzehen, gepreßt
Butterschmalz in einer großen, beschichteten Pfanne erhitzen, dann das Hack zugeben und krümelig anbraten. Dabei kräftig mit Salz, Pfeffer und Chiliflocken oder Pul Biber würzen. Wenn das Hack beginnt, Farbe zu nehmen, Zwiebeln und Knoblauch zugeben und alles braten, bis es schön Farbe hat.
  • 100 g Tomatenmark
  • 1 EL Zucker
  • 1 EL Paprikapulver
  • 1 TL Pul Biber, Chiliflocken oder scharfes Paprikapulver (optional)
Alles zugeben und kurz mit anbraten.
  • 800 g Spitzkohl, entstrunkt gewogen, geachtelt und in 2 cm breiten Streifen (es geht auch Weißkohl)
  • 300 g Champignons, je nach Größe halbiert oder geviertelt, nicht zu klein geschnitten
  • 800 ml kräftige Gemüsebrühe oder Rinderfond
Spitzkohl und Champignons zugeben und kurz mitbraten. Brühe angießen, aufkochen lassen, Deckel auflegen, Hitze etwas reduzieren und ca. 30 - 40 Minuten bei gelegentlichem Rühren schmoren lassen; dabei immer mal wieder abschmecken und mit Salz und Pfeffer nachwürzen. Wenn zuviel Flüssigkeit verdampft, einfach noch etwas Wasser zugeben. 
Wenn der Kohl schön weich ist, Deckel abnehmen und die Flüssigkeit fast komplett verdampfen lassen; dabei aufpassen, daß der Kohl nicht anbrennt.



Mit Crème fraîche, Schmand oder saurer Sahne servieren. Das Gericht läßt sich gut aufwärmen, also ruhig eine große Portion machen. Das Rezept reicht für 4-5 Personen.




Übernacht-Dinkel-Buttermilchbrot mit Hirse

20.10.2016
Ich hatte ich mal wieder so richtig Lust, ein Brot anzusetzen, das ich aber erst am nächsten Tag zum Abendbrot frisch abbacken wollte. Herausgekommen ist ein wunderbar knackiges Dinkelbrot mit viel Geschmack, obwohl es nur mit Hefe auskommt. Die Hirse paßt ganz wunderbar dazu und knackt so schön, allerdings kann man sie auch durch andere Körner, Saaten oder z.B. Röstzwiebeln austauschen.
Gebacken habe ich auf meinem Pizzastein; dieser ist keine große Investition und liefert bei Brot, Brötchen und natürlich auch Pizza beste Backergebnisse - vorausgesetzt, man heizt ihn so richtig vor dem Backen auf.


Zutaten
  • 500 g Buttermilch, lauwarm
  • 5 g Frischhefe
  • 12 g Zucker
  • 300 g Dinkelmehl, Type 1050 (ersatzweise Type 630), alternativ Weizenmehl Type 1050
  • 350 g Dinkelvollkornmehl, alternativ Weizenvollkornmehl
  • 100 g Hirse 
  • 15 g Salz
Hefe und Zucker in der Buttermilch auflösen. Mehle in die Rührschüssel der Knetmaschine geben, Buttermilchmischung zufügen und auf kleiner Stufe verkneten, bis sich alles verbunden hat. Hirse und Salz zugeben und 8 Minuten zu einem geschmeidigen Teig verkneten; der Teig ist sehr feucht.

Backofen mit einem Rost auf unterster Schiene auf 50°C Umluft aufheizen, ausschalten, aber die Backofenlampe angeschaltet lassen. Schüssel mit einem Geschirrhandtuch zugedeckt 2 Stunden gehen lassen; dabei nach jeweils 30, 60 und 90 Minuten falten.

Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche rundwirken und in ein ausgemehltes Gärkörbchen mit dem Schluß nach oben geben. 20-24 Stunden in einer Tüte, die man leicht aufpustet und mit einem Clip verschließt, im Kühlschrank parken.


Am nächsten Tag Pizzastein auf einem Rost auf der 2. Schiene von unten 30 Minuten bei 250°C U/O aufheizen. Das Körbchen zeitgleich aus dem Kühlschrank und aus der Tüte nehmen und Zimmertemperatur annehmen lassen. Pizzaschieber gut mehlen und Teig vorsichtig draufkippen. Brot von oben mehlen und nach Wunsch einschneiden; man kann auch den Schluß nach oben nehmen, dann reißt es schön natürlich auf. Brot mit Hilfe des Schiebers auf den Pizzastein befördern und auf den Boden des Backofens ein halbes Glas Wasser gießen, um Schwaden zu erzeugen.
!0 Minuten backen, dann Tür kurz weit öffnen, um den Schwaden abziehen zu lassen. Temperatur auf 190°C reduzieren und weitere 45 Minuten backen. Das Brot ist fertig, wenn sich beim Klopfen auf die Unterseite hohl anhört. Auf einem Rost auskühlen lassen und genießen.


Ich empfehle, das Brot am selben Tag zu verzehren; am nächsten Tag schmeckt es mir nur geröstet.

Paprika-Gewürzmischung für Fleisch und Geflügel

19.10.2016
Ich gestehe: seit ewigen Zeiten würze ich meine Schnitzel mit einer Gewürzmischung eines großen Konzerns, der u.a. für seine Flüssigwürze bekannt ist. So machte es meine Mutter, und da sich Geschmack in der Kindheit einprägt, habe ich es jahrelang so beibehalten. Da ich aber in der letzten Zeit verstärkt auf unnütze Zusätze in Lebensmitteln achte, habe ich mir hierfür einen schmackhaften Ersatz gebastelt. Wer braucht schon Mononatriumglutamat, Hefeextrakt oder Palmfett in seinem Essen?


Die Würzmischung eignet sich für Schnitzel (paniert oder unpaniert gebraten) und auch ganz hervorragend für Geflügel oder Frikadellen. Nach Belieben kann man die ein oder andere Zutat erhöhen oder weglassen und natürlich auch noch ein bißchen Schärfe zufügen. Ich mische immer nur diese relativ kleine Menge an für unseren 2-Personen-Haushalt, natürlich lohnt sich auch bei mehr Bedarf das Anmischen des vielfachen Rezeptes. Zum Bestreuen von Fleisch und Geflügel füllt man die Gewürzmischung am Besten in einen Streuer.
Wer mag, spielt noch mit ein paar Gewürzen mehr wie Selleriesalz, Kreuzkümmel, Chiliflocken oder Pul Biber oder Ähnlichem. Seid mutig und probiert doch Eure ganz eigene Gewürzmischung aus! Diese läßt sich übrigens schön verpackt und etikettiert auch super verschenken und ist etwas ganz Besonderes.

Zutaten
  • 25 g grobes Meersalz
  • 30 g Paprikapulver, edelsüß
  • 15 g Zwiebelpulver, granuliert
  • 5 g schwarze Pfefferkörner
  • 5 g Currypulver
  • 5 g Knoblauchpulver, granuliert
  • 5 g geräuchertes Paprikapulver
  • 5 g Zucker (optional)
Alle Zutaten im Mörser zermahlen. Die Mischung durch ein feines Teesieb geben und die groben Teile, die im Sieb verbleiben, nochmals in den Mörser zurückgeben. Zerkleinern und evtl. wiederholen, bis alles durch das Sieb geht.
Alternativ kann man alles auch in einem Küchengerät wie TM oder Multizerkleinerer mahlen.

Ofen-Fisch mit Tomaten-Champignon-Käseknusperkruste

18.10.2016
Ofen-Fisch gibt es immer, wenn ich Lust auf Fisch, aber keinesfalls auf die Braterei habe. Der Fisch kommt roh in die Auflaufform, die Knusperkruste obenauf und ab geht es in den Backofen. Hier im Blog finden sich schon Rezepte mit Champignon-Senfkruste und mit  Kräuter-Knusperkruste und heute kommt noch die Variante mit sonnengetrockneten Tomaten, Champignons und Käse hinzu. Statt Seelachs könnt Ihr natürlich auch eine andere Fischsorte benutzen. 

Ofen-Seelachsfilet mit Tomaten-Champignon-Käseknusperkruste

Zutaten
  • 2 EL Olivenöl
  • 300 g Champignons, in kleinen Würfeln
  • 1 große oder 2 mittelgroße Zwiebeln, in feinen Würfeln
  • 2-4 Knoblauchzehen, gepreßt 
Olivenöl in einer beschichteten, mittelgroßen Pfanne erhitzen und Champignons, Zwiebeln und Knoblauch bei etwas reduzierter Hitze schmoren, bis die Flüssigkeit verdampt ist. Dabei kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Auskühlen lassen.
  • 5 gehäufte EL Paniermehl
  • 5 gehäufte EL Reibekäse
  • 50 g halbgetrocknete Tomaten, in feinen Würfeln
  • 1 EL Senf
  • 2 gehäufte EL Kräuter, z.B. 8 Kräuter TK
  • ein Spritzer Zitronensaft
  • 5 EL Olivenöl
Alles zu dem Champignons geben und gut vermischen, es sollte ein kompakte Masse entstehen; evtl. noch etwas mehr Olivenöl untermischen und mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken.

Seelachsfilet mit Tomaten-Champignon-Käseknusperkruste
  • 500 g Seelachsfilet
Seelachsfilet in einer Auflaufform auslegen und mit der Krustenmischung gleichmäßig bedecken.

Seelachsfilet mit Tomaten-Champignon-Käseknusperkruste

Auflaufform auf einen Rost in der Mitte des Backofens stellen und bei 200°C Umluft 30 Minuten backen. Ich habe 10 Minuten vor Ende noch 2 gehäufte EL Reibekäse drübergestreut.

Seelachsfilet mit Tomaten-Champignon-Käseknusperkruste

Wenn Ihr keine halbgetrockneten Tomaten, sondern nur die ganz trockenen bekommt, weicht diese kurz in warmen Wasser ein und gießt sie auf einem Sieb ab.

Tomaten-Käse-Knäckebrot

16.10.2016
Heute gibt es ein Rezept für ein superleckeres Knäckebrot, denn das habe ich immer gern im Haus für ein leckeres Abendbrotschnittchen oder einfach mal so zum Wegknabbern. Es ist ein gelungener Nachbau der Sorte aus dem schwedischen Möbelhaus. Wenn Ihr eine Körnersorte nicht habt, könnt Ihr sie natürlich durch eine andere ersetzen. Überhaupt lädt das Rezept zum Experimentieren ein, auch bei den Gewürzen.


Zutaten
  • 80 g Weizen- oder Dinkelvollkornmehl
  • 50 g kernige Haferflocken
  • 50 g Sonnenblumenkerne
  • 20 g Sesam
  • 20 g Leinsamen (ich hatte Goldleinsamen)
  • 20 g gepuffter Amaranth
  • 30 g Hirse
  • 40 g halbtrockene Tomaten, in feinen Würfeln
  • 40 g Reibekäse
  • 1 TL Pizzagewürz
  • 1 TL Paprika edelsüß
  • 1/2 TL Pul Biber oder Chiliflocken
  • 1/2 TL Salz
  • 20 g Tomatenmark
  • 1 EL Olivenöl
  • 300 ml Wasser
Alle trocknene Zutaten mit einem Löffel in einer Schüssel vermischen. Dann die restlichen Zutaten zugeben und 5 Minuten quellen lassen. Backofen auf 160°C Umluft vorheizen.
Backpapier für ein Backblech knüllen, wieder glattstreichen und auf das Blech legen. Den Teig gleichmäßig darauf versstreichen, das geht am Besten mit einem Schlesinger oder einer Winkelpalette. Nach Belieben für den besonderen Crunch und Kick noch ein bißchen Fleur de sel oder Maldon Sea Salt drüberstreuen.


10 Minuten backen, dann mit einem scharfen Messer oder einem Teigrädel bzw. Pizzaradschneider in gewünschte Stücke schneiden. Weitere 30 Minuten backen, dann auf 120°C runterschalten und weiterbacken, bis das Knäckebrot trocken ist.


Ich habe noch weitere 30 Minuten gebraucht und habe in den letzten 10 Minuten die Stücke vorsichtig vom Backpapier genommen und nebeneinander auf den Rost gelegt, damit die Restfeuchtigkeit besser verdampft.


Zwischendurch immer mal wieder den Backofen kurz öffnen, damit die Feuchtigkeit abziehen kann. Stücke auf einem Rost auskühlen lassen und dann luftdicht verschlossen aufbewahren.



Zigeunerfrikadellen

09.10.2016
Politisch korrekt hin oder her, bei mir bleibt der Name - basta! Bei uns hier am Niederrhein und auch im Ruhrgebiet sagt man zu Frikadellen kurz und bündig Frikos, anderenorts heißen sie Buletten, Klopse, Fleischlaberl, Fleischlaibchen und egal, wie sie heißen, sie werden sich in dieser genialen Sauce wohlfühlen. Sehr wohlfühlen.
Ich habe die Zigeunerfrikadellen im Slowcooker geschmort; die Anschaffung eines solchen ist nicht mit hohen Kosten verbunden und ich bin immer wieder begeistert, wie toll das Ding funktioniert. Meiner hat eine Größe von 3,5 l und damit genau die richtige Größe für dieses Rezept.


Wer keinen Slowcooker hat, schmort das Ganze bei kleiner Hitze auf der Herdplatte oder im Backofen, das ist auch kein Problem. Allerdings kann ich Euch da zu den genauen Zeiten keine Angabe machen.


Zutaten für die Frikadellen
  • 150 g Zwiebel, fein gewürfelt
  • 3-4 Knoblauchzehen, gepreßt
  • 2 EL Öl
Zwiebel und Knoblauch bei mittlerer Hitze mit dem Öl in einer Pfanne anschmoren und abkühlen lassen.
  • 750 g gemischtes Hackfleisch
  • 100 g Paniermehl
  • 2 Eier Gr. M 
  • 2 EL Senf
  • 2 EL gehackte Kräuter nach Wahl, ich hatte Schnittlauch
  • Salz und Pfeffer
Alle Zutaten mit der Zwiebel-Knoblauch-Mischung gründlich verkneten und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Frikadellen formen, ich habe ca. 60 g je Frikadelle gehabt; Ihr könnt natürlich auch kleine Bällchen oder ganz große machen je nach Belieben. Rundherum in Öl oder Butterschmal knusprig anbraten.
Ich portioniere die Frikadellen übrigens mit einem Eiskugelportioniere. Sehr gut geht es auch mit einer Espressotasse, damit man gleichgroße Portionen bekommt.


Zutaten für die Zigeunersauce
  • 2 Pakete passierte Tomaten (1000 g)
  • 2 Paprika, in schmalen Streifen
  • 2 Zwiebeln, in schmale Segmenten
  • 1 gehäufter EL Tomatenmark
  • 2 EL Zucker
  • 3-4 gehäufte TL Currypulver
  • 2 TL Paprikapulver edelsüß 
  • 1 Glas Puszta-Salat (330 g)
  • 200 ml Rinderfond
Passierte Tomaten im Slowcooker schonmal auf high erhitzen. 
Paprika und Zwiebeln mit wenig Öl anschwitzen, dabei salzen. Tomatenmark und Zucker zugeben und kurz mitbraten, damit es karamellisiert. Curry und Paprikapulver hinzugeben, kurz mitbraten und dann den Puszta-Salat samt Sud und den Fond hinzugeben. Das alles zu den Tomaten in den Slowcooker geben, umrühren und dann die Frikadellen darin versenken. 
Eine Stunde auf high, dann ca. 4 Stunden auf low schmoren und nochmals abschmecken. Dazu schmeckt Reis, Nudeln, Brot oder Baguette oder - imbissmäßig - Pommes. Die Frikadellen schmoren hierbei richtig durch und werden zart. Wer sie etwas mit mehr Biß mag, gibt sie erst in den letzten 1-2 Stunden hinzu.


Eine Stunde high entspricht beim Slowcooker zwei Stunden low, wer nicht soviel Zeit hat, läßt es 3 Stunden auf high. 

Ich habe die Zigeunerfrikadellen am Vortag zubereitet und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. Beim Erwärmen habe ich dann noch ein halbes Glas abgetropften Puszta-Salat untergemischt, der dann schön knackig war.