Vorgegarte Linsen nehme ich eigentlich so gut wie nie, für meine heißgeliebten Linsensuppen verwende ich immer getrocknete Ware. Auf der Suche nach einer Verwertung für eine Dose Bio-Berglinsen aus einem Wiener Schmankerlpackerl von meiner lieben Freundin kam mir ein Hummus in den Sinn und der ist so gut geworden, daß ich nach dem Knipsen sogleich ein paar Löffel ohne Brot weggeschleckt habe. Ich weiß, eigentlich dürfte es gar nicht Hummus heißen, denn hummus bedeutet im Arabischen Kichererbse, und die fehlt hier gänzlich; aber die Benennung halte ich mal für Foodbloggerfreiheit.
Auf die Verwendung von Tahina = Sesampaste, wie es eigentlich für Hummus üblich ist, habe ich auch bewußt verzichtet und stattdessen etwas Frischkäse für die Cremigkeit genommen. Es ist sozusagen die eingedeutschte Version eines Hummus, denn auch Gewürzgurken und Röstzwiebeln sind im Original nicht vorgesehen. Serviere den Linsenhummus mal zu einer (bayerischen) Brotzeit, Du wirst begeistert sein.
Zutaten & Zubereitung - 1 Dose Linsen = 240 g EW, ich hatte kleine Berglinsen, auf einem Sieb abgegossen und mit Wasser abgespült
- 5 kleine Gewürzgürkchen oder Cornichons
- 100 g Natur - oder Sahnefrischkäse
- 4 EL Olivenöl
- 1 EL Apfelessig oder eine andere milde Sorte
- 2 gehäufte EL Röstzwiebeln
- 1 gehäufter EL gerebelter Majoran
- 1 gestrichener TL Salz
- 1/2 TL Paprikapulver edelsüß
Alle Zutaten in einen Multizerkleinerer geben und fein pürrieren. Mindestens eine Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen, dann nochmal abschmecken. Zum Servieren etwas Olivenöl drüberträufeln und mit etwas Paprikapulver, Röstzwiebeln und feingewürfelter Gewürzgurke nach Belieben bestreuen. Mit Fladenbrot oder Baguette verschnabulieren.
meine Tips:- statt edelsüßem Paprikapulver kannst Du auch geräuchertes nehmen, das gibt eine schöne Note
- wenn Du es scharf magst, dann gib noch etwas Pul Biber oder Chiliflocken dazu





