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Krautfleckerl mit Wurst und Spitzkohl nach Tim Mälzer und Johann Lafer

11.05.2016
Fleckerlgerichte gibt es viele in den verschiedensten Varianten, mit Kartoffelwürfeln, Wurst und auch mit Spitzkohl. Ich habe ein Rezept von Tim Mälzer ausgesucht, das er zusammen mit Johann Lafer gekocht hat; allerdings habe ich den Kochschinken durch Wurst ersetzt. In Österreich benutzt man eine Jausenwurst, ich habe beim Metzger eine Fleischwurst nach Krakauer Art bekommen, die perfekt war.

Krautfleckerl mit Wurst und Spitzkohl nach Tim Mälzer und Johann Lafer

Zutaten
  • 150 g würzige Wurst
Wurst in einer Küchenmaschine sehr fein zerkleinern. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Wurst unter Rühren braten, bis sie knusprig ist. In eine große Schüssel umfüllen, in der später gemischt werden kann.
  • 500 g Spitzkohl, geputzt gewogen in 2 cm großen Stücken
  • 2 mittelgroße Zwiebeln, in feinen Würfeln
  • 2 Knoblauchzehe, in feinen Würfeln
  • 1 EL edelsüßes Paprikapulver
  • 1 EL getrockneter Majoran
  • 1 TL Zucker
  • 150 ml Geflügel- oder Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer, nach Belieben Chiliflocken (Pul Biber)
Zwiebeln und Knoblauchzehe mit etwas Öl in der Pfanne anschwitzen. Spitzkohl zugeben und ein paar Minuten anbraten. Paprika, Majoran und Zucker zugeben, alles gut vermischen und mit der Brühe ablöschen. Bei großer Hitze ca. 10 Minuten offen schmoren, dabei mit Salz und Pfeffer und evtl. Chili kräftig abschmecken.

Krautfleckerl mit Wurst und Spitzkohl nach Tim Mälzer und Johann Lafer
  • 200 g breite Bandnudeln oder Lasagneplatten
Nudeln in grobe Stück brechen und in reichlich Salzwasser bißfest kochen. Abgießen und in die Schüssel geben, ebenso den Spitzkohl.
  • 150 g Reibekäse, z.B. Bergkäse oder Gouda
  • 20 g Kürbiskerne, grob gehackt
2/3 des Käses ebenfalls in die Schüssel geben und alles gründliche vermischen. Dann in eine gebutterte Auflaufform geben und mit dem restlichen Käse und den Kürbiskernen bestreuen.

Krautfleckerl mit Wurst und Spitzkohl nach Tim Mälzer und Johann Lafer

Backofen auf 220°C U/O vorheizen und die Auflaufform auf der 2. Schiene von unten 10 Minuten backen, bis der Käse geschmolzen ist. 

Krautfleckerl mit Wurst und Spitzkohl nach Tim Mälzer und Johann Lafer 

Nach Belieben kann man es noch mit Kürbiskernöl beträufeln. 

Alpenmakrönli nach Tim Mälzer

29.01.2016
Der gute Herr Mälzer meint sicherlich mit seinen Alpenmakrönli die Älplermagronen, eine schweizerische Speise, die von den Sennern in den Alpen aus Nudeln, Kartoffeln, Rahm, Käse und Zwiebeln zubereitet wurde. Mir gefällt seine Wortkreation ganz gut, denn sein Rezept wird nicht so ganz wie das Original zubereitet und so darf es auch einen etwas anderen Namen haben.  Ich habe die Menge an Nudeln reduziert und dafür den Käseanteil etwas erhöht, so schmeckt es uns perfekt. Als Nudelsorte verwende ich übrigens Barilla Nr. 45 Ditali Lisci verwendet, die sehen aus wie kleine Maccheroni, die in dem Wort Magronen stecken.


Zutaten
  • 150 kleine Nudeln wie Hörnchen, Gabelspaghetti o.Ä.
  • 300 g Kartoffeln, gegart vom Vortag, in Würfel mit 1 cm Kantenlänge
  • 125 g Baconwürfel oder -streifen
  • 125 g Zwiebelringe
  • 2 EL Öl
  • 150 g Bergkäse oder ein anderer Käse nach Wahl, grob geraspelt (ich hatte Gruyère und Cheddar zu gleichen Teilen)
  • etwas frisch geriebene Muskatnuß
  • 2 EL Petersilie, fein gehackt
  • Salz und Pfeffer
Nudeln in Salzwasser bißfest kochen. In der Zwischenzeit Bacon und Zwiebeln mit Öl in einer Pfanne anbraten. Sobald es Farbe bekommt, die Kartoffelwürfel kurz mitbraten. In eine Schüssel geben. Nudeln abgießen und dazugeben. Restliche Zutaten dazugeben, alles gründlich miteinander vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.. In Auflaufform geben und mit etwas Reibekäse bestreuen.


Backofen auf 200°C Umluft voheizen und die Alpenmakrönli auf einem Rost auf der 2. Schiene von unten ca. 20-25 Minuten goldgelb backen.

Dazu schmeckt ein grüner Salat oder ein Gurkensalat wie z.B. der mit Dosenmilchdressing.

Steckrübeneintopf nach Tim Mälzer

10.11.2015
Steckrübeneintopf - eine echte Kindheitserinnerung. Während viele ältere Leute diese wunderbare Knolle nicht mochten, weil sie in Kriegszeiten morgens, mittags und abends auf den Tisch kam, kann ich mich sprichwörtlich in einen Eintopf daraus hineinsetzen. Und wohl kein Gemüse hat so viele Namen wie die Steckrübe: Wruke, Kohlrübe, Butterrübe, Erdkohlrabi, Unterkohlrabi, Untererdkohlrabi, Bodenkohlrabi, schwedische Rübe, Dotsche oder Knutsche wird sie auch genannt. Knutsche aus dem Schweizerdeutschen finde ich dabei besonders schön.


Zutaten
  • 1 - 2 Scheibe(n) durchwachsenes Kasslerkotelett oder Kasslernacken
  • 1200 ml Wasser
Fleisch mit Wasser zum Kochen bringen, Hitze reduzieren und mit aufgelegtem Deckel eine Stunde köcheln lassen.
  • 2 EL Öl
  • 1 große oder 2 mittelgroße Zwiebeln, fein gewürfelt
  • 100 g Baconwürfel oder Streifen
Öl in einem großen Topf erhitzen und den Bacon mit den Zwiebeln darin anschwitzen, bis alles glasig ist. 
  • 500 g Steckrübe, in 1-2 cm großen Würfeln
  • 250 g Möhren, in 1-2 cm großen Würfeln oder Scheiben
  • 350 g Kartoffeln , in 1-2 cm großen Würfeln
  • 1 Lorbeerblatt 
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Salz
  • 1/4 TL Pfeffer
Gemüsewürfel zufügen und kurz anschwitzen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen, Lorbeerblatt und Kasseler samt Brühe hinzufügen. Deckel schräg aufsetzen, so daß der Dampf entweichen kann und eine Stunde sanft köcheln lassen. Lorbeerblatt entfernen, Kasseler herausnehmen und kleinschneiden.
Eintopf mit einem Kartoffelstampfer leicht stampfen, bis er schön sämig ist. Nochmals abschmecken. Kasseler und ein halbes Bund krause, feingehackte Petersilie wieder hinzufügen.


Der Eintopf kann auch mit Mettenden zubereitet werden anstelle des Kasselers - oder mit beidem. Auch ein Wiener Würstchen in der fertigen Suppe erwärmt oder Fleischwurstscheiben passen gut. Kocht ruhig die doppelte Menge und friert etwas ein, das klappt ganz wunderbar.
Aufgewärmt schmeckt er übrigens wie fast jeder Eintopf am Besten, wir essen dazu eine Scheibe Butterbrot. Das Rezept stammt aus dem wunderbaren Buch Heimat von Tim Mälzer, ich habe es leicht abgewandelt.

Brokkoli-Cannelloni mit scharfer Tomatensauce nach Tim Mälzer

14.01.2015
Seit Urzeiten lag eine Packung Cannelloni von meinem Lieblings-Italo-Dealer in Köln im Vorratsschrank und wartete auf Verwendung. Als mich nun ein schöner grasgrüner Brokkoli aus der Bio-Kiste anschaute, war es soweit - sie fanden den Weg in die Aufflaufform. Das Rezept stammt aus dem Buch Greenbox von Tim Mälzer, ich habe es ganz leicht modifiziert.
Es eignet sich prima zum Vorbereiten, denn ich habe die Cannelloni bereits am Vorabend gefüllt und mit Tomatensauce bedeckt, dann gut abgedeckt um im Kühlschrank geparkt. Am nächsten Abend dann nur noch in den Ofen geschoben, mit Käse bedeckt und gewartet, bis dieser goldgelb geschmolzen war... ein Genuß!


Zutaten
  • 12 Cannelloni
  • 100 g Sahnequark oder Frischkäse
  • 100 g Feta
  • 2 Eier, Gr. M
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuß
  • 1 Brokkoli, ca. 500 g
  • 2 Dosen stückige Tomaten (je 425 g Einwaage)
  • 1/2 TL Zimt
  • 1/2 TL Chiliflocken oder Pul Biber
  • 150 g Reibekäse, z.B. Mozzarella
Quark, Feta und Eier in einer Küchenmaschine oder Thermomix miteinander vermischen. Brokkoli in Röschen teilen, Strunk schälen. Alles in die Küchenmaschine geben und zerkleinern, bis eine etwas stückige, aber cremige Masse entstanden ist, im TM dauert das ca. 8 Sekunden auf Stufe 5. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuß kräfitg abschmecken.
Eine Auflaufform mit etwas Olivenöl ausstreichen. Brokkolimasse in einen Spritzbeutel füllen, Spitze abschneiden und die Masse in die Cannelloni füllen. Diese nebeneinander in die Auflaufform legen.

Tomaten mit Zimt, Chiliflocken, Salz und Pfeffer abschmecken und über die Cannelloni geben.Ihr könnt natürlich auch statt der stückigen Tomaten ganze nehmen und diese pürrieren.


Backofen auf 180°C Umluft vorheizen, auf mittlerer Schiene ca. 45 Minuten backen. Käse drüberstreuen und weiterbacken, bis der Käse goldgelb geschmolzen ist.


Knuspermüsli nach Tim Mälzer

27.01.2013
Ich esse Trockenfrüchte. Aprikosen, Feigen, Datteln, eigentlich alles... nur eins niemals nie nicht: Rosinen! Schon seit Kindertagen puhle ich sie überall raus, ich schmecke sie in einer Mischung von Trockenfrüchten heraus und ich kann nicht genau sagen, woran es liegt. Immer wieder mal versuche ich, etwas mit Rosinen zu essen, aber Fehlanzeige. Da die meisten Müslis Rosinen enthalten, und wenn nicht die, dann Schokolade oder irgendwelche ominösen, undefinierbaren und wahrscheinlich auch noch umgefruchteten Fruchtstückchen, mache ich mir mein Müsli eben selbst, jawohl ! ;o)
Das Rezept ist von Tim Mälzer, ich habe es leicht abgewandelt.


Zutaten 
für ein 1,5 l Schraubglas

  • 350 g kernige Haferflocken
  • 100 g Mandelblättchen
  • 50 g Kokosflocken
  • 50 g Walnüsse, grob gehackt
  • 30 g Sesamsamen
  • 2 TL Zimt
  • 200 g flüssiger Honig

Alle Zutaten ein einer Schüssel miteinander vermischen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtem Backblech flach ausbreiten und bei 180 °C Unter-und Oberhitze (keine Umluft) auf mittlerer Schiene ca. 25 Minuten je nach gewünschtem Bräunungsgrad backen, dabei alle 5 Minuten wenden, damit es von allen Seiten bräunt. Auskühlen lassen, mit den Händen auflockern und in ein luftdicht verschließbares Glas abfüllen.
Nach Belieben kann man 100 g kleingewürfelte Trockenfrüchte wie z.B. Mischobst oder Cranberries nach dem Auskühlen untermischen, oder so wie ich die letzten 5 Minuten mitbacken. Ebenso kann man z.B. Sonnenblumen-oder Kürbiskerne benutzen, nehmt einfach, was Euch schmeckt!
Das Knuspermüsli schmeckt herrlich mit Milch oder im Naturjoghurt, die erste Portion habe ich gleich nach dem Auskühlen genascht, lecker... der Vorrat hält auf keinen Fall lang... ;o)