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Greenway36 macht Pause

26.09.2024
... aber nur, bis die neue Küche bekochbar ist! 

Ein langgehegter Traum geht in Erfüllung, wir renovieren das Erdgeschoß unseres Greenwaycastle und ich bin total happy, mir eine neue Küche ausgesucht und nach meinen Wünschen geplant zu haben. Bis auf Weiteres bleibt die Küche kalt bzw. wird es keine neuen Rezepte geben. Drück´ uns die Daumen, daß der Zeitplan eingehalten werden kann, dann stehe ich ab Mitte November wieder am Herd.

Ich gehe dann mal weiter Kartons packen...


Bis bald, Tanja

von einsamen Bojen und fragwürdigen Entwicklungen

25.10.2018
Manchmal fühle ich mich wie eine einsame, entrissene Boje im weiten Bloggermeer und betrachte die Entwicklung der letzten Jahre gerade unter den Foodbloggern bequem dümpelnd aus weiter Ferne.


Ich führe nach reiflicher Überlegung Greenway36 als einen werbe- und kooperationsfreien Blog, schere mich keinen Deut um Clickzahlen, werte keine Statistik aus, koche und poste nicht um des Postens Willen und schon gar nicht nach einer Taktung, um stets Futter (im wahrsten Sinne des Wortes) zu liefern, ich nehme an keinen Blogevents teil, habe kaum Kontakt zu anderen (Food)Bloggern und benutze keine Hochglanzpolitur.
Kein Mainstream, mit überschaubarem Erfolg, doch was ist Erfolg? Und was ist der Preis dafür?
Ist es nicht schon ein Erfolg, wenn ein Arbeitskollege montags sagt: Du, wir haben am Wochenende ein Rezept von Dir ausprobiert, das war super. Oder eine Mail kommt und jemand sich bedankt, daß ich so viele Rezepte präsentiere, die genau den Geschmack des Schreibers treffen. Das ist mein Erfolg, persönlich, direkt und liebevoll. Welche Clickzahl kann das einem schon geben...

Bin ich deswegen ein Eigenbrödler, ein Exot oder gar ein Einzelkämpfer? 


Nein, denn ich kämpfe hier - außer gegen die Rechtschreibung ;o) - um nichts und schon gar nicht gegen etwas, aber das muß heute einfach mal raus. Ich mach´s einfach wie der gute alte Udo:

und ich mach mein Ding, egal was die anderen sagen
ich geh meinen Weg, ob gerade, ob schräg, das ist egal
ich mach mein Ding, egal was die anderen labern
was die Schwachmaten einem so raten, das ist egal
ich mach mein Ding

Ich bin kein schlechter Blogger oder gar Mensch, nur weil mich diese ganze Jagd nach Anerkennung, Macht und Geld anwidert und ich sie nicht mitmache. Und schon gar nicht lasse ich mir von anonymen Internethyänen und selbsternannten Gutmenschen den Mund und damit meine Meinung darüber verbieten, wie kürzlich geschehen.
Genauso wenig bin ich deswegen ein besserer Blogger; ein jeder möge für sich entscheiden, wie er gesehen werden will und akzeptieren, daß andere Leute andere Meinungen haben und diese auch äußern.

Einheitsbrei gibt es genug, da muß doch keiner auch noch seinen Löffel hineintunken.

Macht einfach Euer Ding, mit Herz und Seele, ohne Druck und Gier
und das nicht nur beim Bloggen, sondern generell im Leben.

BE A VOICE, NOT AN ECHO.


Meine Leseliste habe ich vor Kurzem drastisch reduziert und die Blogs gestrichen, die ihre Persönlicheit verloren haben (oder vielleicht im Rückblick betrachtet nie eine hatten). Schade, aber es tut einfach gut.

Und soll ich Euch mal was sagen: manchmal treibt eine Boje an mir vorbei, die tatsächlich genauso unterwegs ist... losgerissen, auf eigenen Spuren unterwegs... es gibt sie also doch (noch) und so einsam bin ich gar nicht!


Ein schönes Gefühl, das ich mir noch lange erhalten möchte.

Kennzeichnungspflicht von Werbung

01.06.2018
Kaum hat die Bloggerwelt die DSGVO halbwegs verdaut und für sich umgesetzt, wabert schon das nächste Schreckgespenst durchs Netz: die Kennzeichnungspflicht von Werbung.

Mein Blog ist werbungs- und kooperationsfrei und damit nicht betroffen - so dachte ich bisher.

Die aktuelle Rechtsprechung sieht da aber leider anders aus. Kennzeichnungspflichtig sind nicht nur Posts, für die man eine Gegenleistung in Form von Sach- oder Geldleistung erhalten hat, sondern auch solche, die man aus reiner Überzeugung veröffentlicht hat wie z.B. meine Restaurant- und Einkaufstips.

Ich habe etwas lange mit mir gehadert, ob ich das jetzt auch kennzeichnen werde (was in meinen Augen keinen Sinn ergibt, aber das zählt nicht), ob ich so weitermache wie bisher (was mir eine saftige Geldbuße einbringen kann) oder ob ich einfach ganz auf solche Posts verzichte (was mir wirklich schwerfällt, da ich Euch gern gute Tips an die Hand geben würde).
Entschieden habe ich mich für die letzte Variante, da ich hier, genau wie bei der DSGVO, kein Risiko eingehen werde. Das Wort Werbung kommt mir für keinen Post auf den Blog, also bleibt nur diese Maßnahme. Alle bisherigen, evtl. kritischen Posts habe ich auf Eis gelegt. Schade, aber deutlich besser, als Geld dafür zu bezahlen und irgendwelche Abmahngeier zu füttern.

Vielleicht kommen die Gesetzeshüter zur Besinnung und machen eine klare Trennung, daß nur Posts mit Gegenleistung gekennzeichnet werden müssen, dann taue ich sie sofort wieder auf... ;o)

Ich danke Dir für Dein Verständnis und wünsche Dir weiterhin viel Spaß und leckere Momente auf meinem kleinen Foodblog.

Nachtrag 13.05.2025
Die Produktnennung ohne Gegenleistung ist nach deutschem Recht in der Regel nicht problembehaftet, solange sie nicht werblich ist und keine Irreführung der Verbraucher vorliegt.

DSGVO ~ Datenschutz-Grundverordnung

02.05.2018
Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist eine Verordnung der Europäischen Union, mit der die Regeln zur Verarbeitung personenbezogener Daten durch private Unternehmen und öffentliche Stellen EU-weit vereinheitlicht werden. Dadurch soll einerseits der Schutz personenbezogener Daten innerhalb der Europäischen Union sichergestellt, andererseits der freie Datenverkehr innerhalb des Europäischen Binnenmarktes gewährleistet werden. 
So weit - so gut. Oder auch nicht, denn was da ab 25. Mai 2018 auf mich als Blogger zukommt, ist schon in der Umsetzung ein sehr großer Aufwand, will ich meinen Blog in der bekannten Form weiter betreiben und alle Risiken einer Abmahnung auschließen.

Ich habe mich dazu entschlossen, alles zu deaktivieren, wo es zu kritischen Situationen für mich kommen kann, denn ich will und kann mich nicht stunden- und tagelang mit solchen Dingen beschäftigen geschweige denn die Hilfe eines Anwalts in Anspruch nehmen.

Folgendes hat sich geändert auf Greenway36:
  • Entfernung sämtlicher möglicher Formen der Kontakaufnahme via Kommentar, Kontaktformular und Newsletter
  • Trennung der Verbindungen zu Social Media-Kanälen durch Sharebutton 
  • Entfernung der Druckfunktion in Posts
  • Überarbeitung der Seiten  Impressum und Datenschutzerklärung
Ich zeige hier meine Rezepte kostenlos, öffentlich, kooperationsfrei und für Dich frei zugänglich und ich finde das ganz schön nett von mir. Also mußt Du im Umkehrschluß damit leben, daß ich keine weiteren Services anbiete. Mein Blog - meine Party.

Du kannst weiterhin in meinen Rezepten stöbern und ich kann ruhig schlafen.
Fairer Deal, oder?! ;o)

Ich danke Dir für Dein Verständnis und wünsche Dir weiterhin viel Spaß und leckere Momente auf meinem kleinen Foodblog.

Gedanken zu Kooperationen & Werbung auf Greenway36

12.02.2016
Heute habe ich mal kein Rezept für Dich, sondern etwas, was ich unbedingt loswerden muß. Diese Woche hatte ich wieder eine Kooperationsanfrage, die mich eigentlich schon gereizt hätte. Grundsätzlich war ich nie abgeneigt, Produkte zu testen und darüber einen genau meiner Meinung entsprechenden Post zu schreiben. Bannerwerbung dagegen habe ich schon immer abgelehnt, ich zerstöre mir nicht das liebevoll zusammengebastelte Layout.

Die Kooperationsanfrage, in der mir erst tonnenweise Honig ums Mauls geschmiert wurde und mein Blog in den höchsten Tönen gelobt wurde, endete mit dem Satz: "Wenn Sie interessiert sind, dann senden Sie uns bitte Ihre Blogstatistik / Mediakit zu."

Und genau das mache ich nicht mehr. Ich werde in Zukunft keine Kooperationen mehr eingehen, ich verkaufe nicht die Seele meine Blogs für Werbepartner, die nur auf Clickzahlen schielen. Jeder Foodblogger betreibt seinen Blog mit Herzblut so gut er kann und jeder hat es verdient, Produkte zu testen. Warum immer nur die mit hohen Clickzahlen?
Ich verstehe, daß Firmen natürlich möglichst viele potentielle Kunden erreichen wollen - aber nicht mehr über meinen Blog, der sicherlich eine positive Blogstatistik aufzuweisen hat. Ich bin keine Prostituierte, die ihren Blog für sowas hergibt. Ich habe einen Job, der mein Einkommen sichert. Mein Blog ist mein Hobby, der gern Geld kosten darf, aber auf keinen Fall Geld einbringen soll.

Ich hasse nichts mehr, als Bannerwerbung, die zudem oft thematisch überhaupt nicht paßt und mir Augenkrebs durch wildes Blinken verursacht und Werbung für alles und jeden, der dafür bezahlt. Blogs ohne Seele sind das für mich und ohne Seele - ohne mich. Damit reduziere ich meine Blogroll zwar unheimlich, aber lieber weniges mit Qualität lesen als Masse ohne Klasse, Ehrgefühl und echte Liebe zu Lebensmitteln.

Ich fotografiere auch weiterhin mit meinen Äpfelchen, oft bei schlechtem Licht, so wie das Essen eben aussieht, ohne viel Deko und verkleckerte Zutaten drumherum. Oft habe ich mir schon Gedanken gemacht, ob ich nicht in eine bessere Ausrüstung investieren sollte. Nein, soll ich nicht.

Greenway36 ist so, wie ich ihn mir wünsche und ich freue mich, wenn es Dir hier auch gefällt.

Mein Blog - meine Party! Und Du bist dazu herzlich eingeladen! ;o)

So, das mußte mal raus, denn: es reist sich besser mit leichtem Gepäck!