Buttermilch-Sandwichbrot

23.06.2016
Sandwiches gelten ja gemeinhin als das erste Fingerfood, allerdings in ungetoasteter und entrindeter Version - das ist so gar nicht mein Fall. Dieses ist ein fluffiges Buttermilch-Sandwichbrot, das sich prima toasten läßt - einen Sandwichmaker habe ich nämlich nicht. Durch die Geheimzutat Apfelmus bleibt die Krume mehrere Tage schön saftig.


Zutaten
  • 500 g Weizenmehl, Type 405
  • 15 g Frischhefe
  • 1 TL Zucker
  • 100 ml lauwarmes Wasser
  • 225 ml Buttermilch
  • 1 EL Apfelmus
  • 35 g weiche Butter
  • 2 flache TL Salz
Mehl in die Schüssel der Knetmaschine geben und in der Mitte eine Mulde formen. Hefe und Zucker in Wasser auflösen, in die Mulde gießen. Mit etwas Mehl verrühren und zugedeckt 15 Minuten anspringen lassen. Buttermilch, Apfelmus und Butter hinzugeben und auf kleinster Stufe kneten lassen, bis sich ein Teigball bildet. Salz enrieseln lassen und auf Stufe 2 8 Minuten kneten lassen.
Backofen mit einem Rost auf unterster Schiene auf 50 C Umluft aufheizen, ausschalten, aber die Backofenlampe anlassen. Schüssel zugedeckt 60 Minuten hineinstellen und gehenlassen. Danach nochmals durchkneten. Eine Kastenform ausbuttern oder mit Backpapier auslegen; ich habe eine Pain de mie-Form von 30x10x10 cm genommen, würde aber eine 25 cm lange Form beim nächsten Mal bevorzugen, damit der Teig etwas über den Rand geht und das Sandwich so seine typische Form bekommt. Teig auf die Länge der Kastenform wirken und einlegen. Nochamals zugedeckt für eine Stunde im Backofen gehenlassen.


Kastenform aus dem Backofen nehmen und diesen mit dem Rost auf der 2. Schiene von unten auf 220 C U/O vorheizen. Brot von oben mit Wasser besprühen und Kastenform auf den Rost einschieben; auf den Boden des Backofens einen kleinen Schluck Wasser gießen. 5 Minuten backen und dann die Temperatur auf 180 C reduzieren; weitere 45 Minuten backen. Sandwichbrot aus der Form kippen, evtl. Backpapier entfernen und sofort rundherum mit Wasser besprühen. Af einem Rost abkühlen lassen und dann über Nacht in en Geschirrhandtuch und eine Tüte gewickelt ruhenlassen. So wird es weich und läßt sich wunderbar aufschneiden und nach Belieben toasten oder direkt bestreichen / belegen.


Eierstich Royale aus dem Backofen

22.06.2016
Auch vermeintlich einfache Rezepte gehören unbedingt zu diesem Blog und heute möchte ich Euch eine ganz einfache Zubereitungsart für einen leckeren Eierstich als Suppeneinlage verraten. Royale, also königlich, ist er deswegen, weil anstatt Milch Sahne verarbeitet wird und außerdem mehr Eigelb als ganze Eier. Er ist ganz herrlich weich und zergeht auf der Zunge. Die Menge sollte Eierstichwürfel für zwei bis drei Personen ergeben.

 
Zutaten
  • 2 Eier, Gr. M
  • 3 Eigelb, Gr. M
  • ca. 100 ml Sahne
  • 1/2 TL Salz
Eier und Eigelb in einen Meßbecher geben und mit Sahne auf 250 ml auffüllen. Salz zugeben, alles gründlich vermischen, aber nicht schaumig rühren. Masse durch ein feines Sieb in eine ganz leicht mit Öl ausgeriebene Schüssel oder ein kleines Töpfchen geben und die Schüssel mit Alufolie verschließen. Diese dann wiederum in eine größere Auflaufform stellen.


Heißes Wasser vorsichtig in die große Auflaufform einfüllen. Das alles auf einem Rost in die Mitte des Backofens stellen, Backofen auf 140°C stellen und 30 cm garen. Backofen ausstellen und noch 10 Minuten darin stehenlassen. Dann aus dem Backofen nehmen, Alufolie entfernen und Eierstich herausnehmen. Ich habe ihn gleich in der Schüssel in Würfel geschnitten und dann die Würfel herausgekippt.

Eierstichwürfel in einer klaren Brühe servieren, wir mögen sie am liebsten in Hühner-oder Rindfleischsuppe mit Nudeln und Gemüse.

Wer mag, kann die Grundmasse noch mit frisch geriebener Muskatnuß aromatisieren; allerdings sieht der Eierstich dann immer etwas gepunktet aus.

Damit es noch schöner aussieht, kann man den Eierstich auch ziemlich flach in einer größeren Innenschüssel garen und dann z.B. Herzen oder Sterne ausstechen. Toll sieht es auch aus, wenn man die Würfel mit einem Buntmesser schneidet.

Hähnchengyros aus der Pfanne

21.06.2016
Gyros oder auch Suvlaki lege ich seit einiger Zeit immer selbst ein, weil man einfach die Würze besser in der Hand hat und weiß, wie das Fleisch ohne Marinade aussah ;o)
Als ich bei Werner das Rezept entdeckt habe, welches er wiederum von Anikó hat, dachte ich mir, es sollte auch den Weg ins Greenwaycastle finden. Das Fleisch ist sowas von lecker und zart und paßt hervorragend zu dem weltbesten Krautsalat und dem cremigen Tsatsiki, den ich noch dazu zubereitet habe.


Zutaten
  • 600 g Hähnchenbrustfilet von guter Qualität
Hähnchenfleisch von evtl. Sehnen befreien und in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden.


Zutaten für die Marinade
  • 8 EL Olivenöl
  • Saft und Abrieb einer 1/2 Bio- Zitrone
  • 2-4 Knoblauchzehen, gepreßt (ich nehme eine Zehe chinesischen Knoblauch)
  • 2 EL fein gehackte glatte Petersilie
  • 2 TL Zwiebelpulver
  • 1 EL Paprika, edesüß
  • 1/2 TL Chiliflocken oder Pul Biber
  • 1 gehäufter TL Oregano
  • 1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 Prise Zimt
  • 1/2 TL Pfeffer
  • 1/2 TL Salz
Zutaten für die Marinade in einer Schüssel vermischen, Fleisch dazugeben und umrühren, bis jedes Fleischstück von der Marinade ummantelt ist.


In einer Schüssel mit Deckel oder einem Gefrierbeutel verschlossen mindestens 12 Stunden marinieren, gern auch länger bis zu 2 Tagen.


Eine große beschichtete Pfanne ohne Fett erhitzen, Fleisch hineingeben und rundherum auf großer Hitze anbraten, bis es ordentlich Röstspuren hat.


Zusammen mit Krautsalat, Tsatsiki und frischen Zwiebelringen servieren.

Buttermilchdressing mit Kräutern und Zitrone

20.06.2016
Dressing schüttele ich meist so aus dem Ärmel und notiere mir selten, was genau drin ist. Wir mögen Fruchtessige wie Mango, Erdbeer, Feige oder Dattel, dazu ein gutes Öl, wenn vorhanden ein Kleckes Schmand oder Crème fraîche, abschmecken und fertig. Oft werde ich aber nach dem Rezept gefragt, also notiere ich mir jetzt immer, was drin ist. Dieses leichte  Buttermilchdressing schmeckt hervorragend zu einem grünen Salat.


Zutaten
  • 200 g Buttermilch
  • 2 EL Schnittlauch in feinen Röllchen
  • 2 EL gehackte Petersilie
  • 2 EL Agavendicksaft oder Honig
  • 2 EL Olivenöl
  • Saft und Abrieb einer halben Bio-Zitrone
  • Salz und Pfeffer
Alle Zutaten in einem Schraubglas oder Schüttelbecher geben und durchschütteln. Wer es süßer mag, erhöht einfach die Menge an Agavendicksaft bzw. Honig.

Bratwurst-Lollies [Grillen mit Wiemo]

19.06.2016
Hallo liebe Grillfreunde, da bin ich mal wieder!
Nachdem ich ein Foto über ein ganz tolles Grillrezept auf Instagram veröffentlichte, bat mich Tanja, dieses unbedingt zu verbloggen. Also: here we are ;o)


Heute möchte ich Euch ein absolut phantastisches Fingerfood zeigen, es nennt sich Bratwurst oder auch kurz Wurst-Lollies. Kein Scherz, Lollies kann man auch grillen. Ein Hingucker auf jeder Party. Also, was brauchen wir, um ca. 6 Personen ein leckeres Fingerfood anbieten zu können?

Zutaten
  • 3 Bratwürste, gebrüht, der Länge nach in 2-3 mm dicken Scheiben aufgeschnitten
  • Gouda, in Würfeln mit 1 cm Kantenlänge.
  • 2-3 Packungen Bacon
  • Lieblingsrub / Trockengewürz (z.B. Magic Dust Rub)
  • BBQ-Sauce
  • Holzspieße
Setup für den Grill
indirekte Hitze, 200°C

Dauer
Vorbereitung der Spieße: ca. 20 Minuten
Garzeit: ca. 20 Minuten

Das war es, aus wenig mach viel! Die Lollies lassen sich ganz einfach zusammen bauen. Dazu zuerst die Bratwürste mit einer Aufschnittmaschine in Scheiben schneiden oder dieses bereits vom Metzger machen lassen. So erhält man ein perfektes Ergebnis und aus einer Bratwurst 8 Scheiben. Wenn die Baconscheiben lang genug sind, kann man sie auch halbieren. 

Und nun geht´s ans Zusammenbauen:
  • die Baconscheiben (gleich Anzahl wie Bratwurstscheiben) nebeneinander ausbreiten und mit etwas Rub bestreuen
  • Käsewürfel im Rub wälzen und jeweils einen auf jede Baconscheibe legenund einrollen
  • eine weitere Scheibe Bacon entgegengesetzt so drumherumwickeln, daß der Käsewürfel komplett eingeschlossen ist
  • darum jeweils eine Bratwurstscheibe wickeln und aufspießen
Die Spieße sind nun fertig und werden auf den vorbereiten Grill gelegt, bitte unbedingt in den Bereich mit indirekter Hitze, sonst verbrennen sie. Nach dem Auflegen die BBQ-Sauce bereithalten. Diese verwenden wir zum Mobben/Glasieren. Nach ca. 8 Minuten werden alle Lollies von einer Seite eingepinselt imd nochmal 10 Minuten weitergegrillt.


So, das war es, laßt es Euch schmecken. Wenn Ihr an weiteren tollen und leichten Rezepten interessiert seid, laßt es mich wissen.

Getreu dem Motto "low and slow - keep relaxed"!... bis dahin... Euer Wiemo

Pasta mit Bratwurstbällchen in cremiger Fenchel-Parmesan-Sauce

17.06.2016
Fenchel habe ich vor vielen Jahren in Italien kennengelernt, wo er mit einer Béchamelsauce gratiniert serviert wurde. Bis dahin hatte ich dieses leckere Gemüse nicht gekannt, maximal einen Fencheltee getrunken, und ich mag ihn einfach. In diesem Rezept steckt er auch in einer cremigen Sauce und paßt perfekt zu den würzigen Bratwurstbällchen.


Zutaten
  • 300 g feine, ungebrühte Bratwurst (2-3 Stück)
  • 1 EL Butterschmalz
Butterschmalz in einer beschichteten Pfanne erhitzen und das Bratwurstbrät in kleinen Bällchen aus dem Darm direkt in die Pfanne drücken. Bällchen rundherum anbraten und aus der Pfanne nehmen. 
  • 400 g Fenchel, entstrunkt gewogen, geviertelt und in 0,5 cm breiten Streifen
  • 300 ml Wasser
  • 1 TL Gemüsebrühpulver
  • 100 ml Sahne
  • 2 EL gehackte Kräuter, ich nehme 8 Kräuter TK
  • 75 g Parmesan
Fenchel in die Pfanne geben und anschwitzen. Mit Salz und Pfeffer würzen, Wasser, Gemüsebrühpulver und Sahne angießen, Hitze reduzieren und zugedeckt schmoren, bis der Fenchel weich ist. Kräuter und Parmesan unterrühren und schmelzen lassen. Bratwurstbällchen wieder zugeben und erwärmen. Wenn die Sauce zu flüssig ist, einfach einen TL Mehl zugeben und aufkochen lassen.
  •  200 g Pasta nach Wahl (z.B. Maccheroni von Barilla)
Pasta in Salzwasser kochen, abgießen und zur Sauce geben. Mit Parmesan bestreut servieren.

Pils-Korn-Krüstchen aus dem kleinen Zaubermeister ~ 24-Stunden-Brot

16.06.2016
Wer bei Pils und Korn an ein Herrengedeck, also an ein schönes Bierchen und dazu einen Kurzen denkt, der liegt zumindest zu 50% richtig. Das Brot mit Kracherkruste wird mit einer Flasche Pils gebacken, allerdings ist mit Korn einer Körnermischung, die der Brotkrume eine schöne Note gibt. Ich habe ohne Hefe gearbeitet, aber da mein Sauerteig noch nicht so triebkräftig war, ist das Brot sehr kompakt geworden; ich würde daher immer den Einsatz eines kleinen Anteils Hefe empfehlen.

Zutaten
  • 1 Flasche = 330 g Pils
  • 120 g gemischte Körner nach Wahl (z.B. Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Sesam, Amaranth)
  • 5 g Frischhefe
  • 50 g Sauerteig
  • 240 g Roggenmehl, Type 1150
  • 240 g Dinkelmehl, Type 630
  • 15 g Backmalz
  • 15 g Salz
Bier zusammen mit den Körnern in einem kleinen Topf erwärmen, aber nicht kochen; dann lauwarm abkühlen lassen. Mehl mit Backmalz in der Rührschüssel der Knetmaschine mischen, in der Mitte eine Mulde formen. Hefe im Bier auflösen und zusammen mit dem Sauerteig in die Mulde geben. 1 Minute auf kleiner Stufe kneten, bis sich ein Teigball bildet. Salz einrieseln lassen und dann 7 Minuten auf Stufe 2 kneten. Evtl. noch etwas Wasser oder Mehl zugeben.


1 Stunde zugedeckt bei Zimmertemperatur anspringen lassen, dann nochmal durchkneten. Auf der leicht bemehlten Arbeitsplatte zu einer Kugel formen, rundherum bemehlen und mit dem Schluß nach oben in den mit Butterschmalz ausgefetteten kleinen Zaubermeister legen. Man kann es auch mit dem Schluß nach unten einlegen und kurz vor dem Backen einschneiden. 
Zugedeckelt auf einem Rost auf unterster Schiene 24 Stunden im ausgeschalteten Backofen mit geschlossener Tür ruhen lassen.


Am nächsten Tag Backofen mit dem kalten Topf auf 240°C U/O aufheizen. Wenn die Temperatur erreicht ist, auf 220°C reduzieren und 45 Minuten backen. Den Deckel abnehmen und weitere 10 Minuten offen backen. Brot auf einem Rost abkühlen lassen und genießen. Ich habe es gleich angeschnitten, daher wirkt es etwas klitschig ;o)

Thunfisch-Creme mit Gürkchen, Ei und Zwiebel

14.06.2016
Wenn mich auf meiner morgendlichen Blogrunde so ein leckeres Rezept bei Petra anlacht und alles dafür im Haus ist, und zudem auch noch ein frisch gebackenes Brot für den Abend auf dem Plan steht, dann freue ich mich den ganzen Tag drauf, es auszuprobieren. Die Creme ist ruckizucki zusammengerührt und ich mußte mich wirklich zusammenreißen, nicht schon vor dem Abendbrot alles wegzunaschen.

Thunfisch-Creme mit Gürkchen, Ei und Zwiebel

Zutaten
  • 1 Dose Thunfisch in Eigensud, abgetropft
  • 1-2 kleine Gewürzgurken, fein gehackt
  • 1 Schalotte oder kleine rote Zwiebel, in feinen Würfeln
  • 1 hartgekochtes Ei, fein gehackt
  • 4 EL Crème fraîche oder Schmand
  • 1 gehäufter EL Mayonnaise oder Salatcreme
  • 2 TL Senf (ich hatte Estragonsenf)
  • Saft und Abrieb einer halben Bio-Zitrone
  • 2 EL Petersilie, fein gehackt
  • 2 EL Schnittlauch, in feinen Röllchen
Den Thunfisch zerpflücken und in einer Schüssel mit den restlichen Zutaten vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und auf Brot oder Brötchen genießen. Die Creme paßt auch hervorragend als Dip zu Cracker oder Gemüse. Ich habe die Creme noch mit etwas Pul Biber für eine leichte Schärfe bestreut.

Thunfisch-Creme mit Gürkchen, Ei und Zwiebel

Ofen-Lachs auf Spitzkohl und Kartoffeln mit Dill-Senf-Sauce

10.06.2016
Kennt Ihr Gerichte, die einen einfach nur umhauen? Gestern abend war das so mit diesem Lachsgratin, an dem einfach alles stimmte. Der Lachs war saftig und zart, die Gemüse genau richtig gegart und die Sauce ein Träumchen. Bitte bitte bitte nehmt hochwertigen, frischen Lachs und nicht dieses eingefrorenen Kram, nur so schmeckt es wirklich gut.

Ofen-Lachs auf Spitzkohl und Kartoffeln mit Dill-Senf-Sauce

Zutaten für 2 Personen
  • 1 mittelgroße Zwiebel, in feinen Würfeln 
  • 25 g Butter
  • 250 g festkochende Kartoffeln, in Würfeln von 1 cm Kantenlänge
  • 125 ml Gemüsebrühe
  • 400 g Spitzkohl, entstrunkt gewogen, in 1 cm breiten Streifen
  • Salz und Pfeffer
  • 400 g Lachsfilet ohne Haut, in 4 Tranchen geschnitten (ich habe diese dann nochmal halbiert)
Zutaten für die Sauce
  • Garsud aufgefüllt mit Wasser auf 250 ml
  • 125 ml Schlagsahne
  • 1 leicht gehäufter EL Weizenmehl
  • 1 EL mittelscharfer Senf
  • 1/2 EL körniger Senf  
  • 2 EL fein gehackter Dill, frisch oder TK
Zwiebelwürfel und Butter in einer großen, beschichteten Pfanne, zu der es einen Deckel gibt, anschwitzen. Kartoffelnwürfel und Gemüsebrühe zugeben und 2 Minuten schmoren, dann den Spitzkohl zugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und unter gelegentlichem Rühren mit Deckel 10 Minuten schmoren; die Kartoffelwürfel sollten weich sein. Alles auf einem Sieb abgießen und den Garsud auffangen. Spitzkohl und Kartoffelwürfel in eine Auflaufform geben.

Ofen-Lachs auf Spitzkohl und Kartoffeln mit Dill-Senf-Sauce

Den Garsud mit Wasser auf 250 ml auffüllen, zusammen mit der Sahne in die Pfanne zurückgeben. Mehl zugeben und aufkochen; dabei mit dem Schneebesen gut verrühren, damit keine Klümpchen entstehen. Einige Minuten kochen lassen, damit sich der Mehlgeschmack verliert. Senf und Dill zugeben, mit einem Spritzer Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzig abschmecken.

Ofen-Lachs auf Spitzkohl und Kartoffeln mit Dill-Senf-Sauce

Rohen Lachs auf dem Spitzkohl-Kartoffelbett verteilen und mit der Sauce übergießen. Backofen auf 180°C Umluft vorheizen und 25 Minuten in der Mitte des Backofens garen; dann für einige Minuten den Grill ober Oberhitze zuschalten, bis die Oberfläche schön gebräunt ist.


Das Rezept kann auch mit anderen festfleischigen Fischsorten zubereitet werden.

Pilzpfanne mit Knoblauchsauce

09.06.2016
Es gibt ja immer wieder Zutaten, die ich noch nie verarbeitet habe, und diese Woche waren es Kräuterseitlinge aus meiner Biokiste. Ich habe daraus ein würzige Pilzpfanne gemacht, die für uns zwei ein tolles Abendessen ergeben hat; dazu gab es ein paar Baguettescheiben mit Reibekäse kurz im Backofen überbacken.


Zutaten für die Knoblauchsauce
  • 50 g Salatcreme
  • 100 g Crème fraîche
  • 2 Knoblauchzehen, gepreßt
Zutaten miteinander verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und kurz im Kühlschrank ziehen lassen.

Zutaten für die Pilzpfanne
  • 100 g Baconwürfel- oder Streifen
  • 2 EL Öl
  • 300 g Champignons, bevorzugt braune, in 0,5 cm dicken Scheiben
  • 300 g Kräuterseitlinge, in 0,5 cm dicken Scheiben
  • 1 Bund Lauchzwiebel, schräg in 1 cm breite Stücke geschnitten
  • 1 Chilischote, fein gewürfelt, Kerne nach Wunsch entfernt
  • 50 ml Wasser
  • ein kleiner Spritzer Worcestersauce
Bacon und Öl in einer großen, beschichteten Pfanne erhitzen und kross anbraten. Herausnehmen, das Fettt in der Pfanne lassen. Pilze, Chili, Lauchzwiebeln und Wasser zugeben und unter gelegentlichem Rühren braten, bis die Flüssigkeit verdunstet ist und die Pilze Farbe bekommen haben. Mit Salz, Pfeffer und Worcestersauce abschmecken, Bacon wieder unterrühren. Zusammen mit der Knoblauchsauce servieren; dazu schmeckt Baguette oder Reis.


Blätterteigstangen mit Schmand, Schinken und Käse

08.06.2016
Kennt Ihr das, draußen hat es knapp 30 Grad, Ihr habe keine Lust auf Kochen und dennoch Hunger auf was Leckeres? Bei uns geht dann immer eine große Schüssel grüner Salat mit einem fruchtig-frischen Dressing. Aber da der allein nicht so richtig satt macht, habe ich noch ein paar schnelle Blätterteigstangen gebacken und dazu einen tollen Gouda mit mit Oliven, getrockneten Tomaten und Kräutern verwendet; Ihr könnt natürlich den Käse Eurer Wahl nehmen, nur zu trocken sollte er nicht sein, damit er schön schmilzt.


Zutaten
  • 1 Rolle Butter-Blätterteig aus der Kühltheke
  • 100 g Schmand
  • 80 g magere Rohschinkenwürfel, mild geräuchert
  • 100 g geriebener Käse nach Wahl + etwas mehr zum Bestreuen

Blätterteig entrollen und mit der langen Seite nach unten hinlegen wie ein querformatigse DIN-A-4-Blatt. Waagerecht einmal teilen. Schmand glattrühren. Die untere Hälfte mit 2/3 des Schmands bestreichen, dann mit jeweils 2/3 der Schinkenwürfel und des Käses bestreuen. Obere Hälfte drüberklappen und leicht andrücken. Den Blätterteig jetzt senkrecht halbieren, die linke Hälfte mit dem restlichen Schmand bestreichen und mit den restlichen Schinkenwürfeln und Käse bestreuen. Rechte Hälfte drüberklappen und leicht andrücken. Senkrecht in acht Streifen schneiden. Jeden Streifen mehrfach verdrehen und mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Mit etwas Reibekäse bestreuen.


Backofen auf 180°C U/O vorheizen und das Blech auf der 2. Schiene von unten 25-30 Minuten  goldgelb backen, dann auf einem Rost abkühlen lassen. Sie sind frisch aus dem Ofen noch etwas weich, festigen sich aber beim Abkühlen.


Uns schmecken die die Blätterteigstangen am Besten lauwarm mit einem grünen Salat. Alternativ könnt Ihr anstatt Schinken auch Salamiwürfel nehmen und noch etwas Pizzagewürz auf den Schmand streuen, und schon habt Ihr leckere Pizzastangen.

Erdbeer-Quarkcreme-Tarte mit Kekskrümelboden ~ Kühlschrankkuchen ohne Backen

06.06.2016
Wenn der kleine Sonntagssüß-Hunger kommt und sich im Kühlschrank noch ein paar Erdbeeren und Quark tummeln und auch ein paar einsame Butterkekse auf Verarbeitung warten, dann kann auf die Schnelle so etwas Leckeres bei rauskommen. Ich habe eine längliche Tarteform von 12 x 30 cm mit Hebeboden benutzt.


Zutaten für den Boden
  • 120 g Butterkekse, nach Wunsch Vollkorn (ich hatte 100 g Butterkekse und 20 g Amarettini)
  • 60 g geschmolzene Butter
Butterkekse in einen Gefrierbeutel geben, verschließen und mit einem Nudelholz drüberrollen, so daß feine Keksbrösel entstehen. In einer kleinen Schüssel mit der geschmolzenen Butter vermengen, gleichmäßig in die Form drücken und kaltstellen.

Zutaten für die Creme
  • 3 Blatt Gelatine klar
  • 250 g Magerquark
  • 50 g Zucker
  • Abrieb und Saft einer halben Biozitrone
  • 200 g Sahne
Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Quark, Zucker, Saft und Abrieb der Zitrone glattrühren. Gelatine gründlich ausdrücken und in einem kleinen Top erhitzen, bis sie flüssig ist; auf keinen Fall aufkochen. Löffelweise Quarkcreme unterrühren, um die Temperatur anzugleichen. Dann die Gelatine in die Quarkcreme rühren. Sahne steifschlagen und unterziehen. Masse auf dem Keksboden verteilen und wieder kaltstellen.

Zutaten für das Topping
  • 250 g Erdbeeren, in kleinen Stückchen
  • 250 ml Rhabarbersaft oder ein anderer roter Saft
  • 10-15 g Zucker (2 gestrichene EL)
  • 1 Pck. Tortenguß klar
Tortenguß mit Zucker und Saft klümpchenfrei vermischen, in einem kleinen Topf unter Rühren erhitzen, bis es klar wird. Erdbeeren untermischen und zügig auf der Creme verteilen. Tarte ein Weile kaltstellen und dann genießen. Nach Belieben mit ein paar Kokosraspeln bestreuen.

Wer keine Tarteform hat, kann auch eine kleine Springform nehmen; man kann es auch in kleine Gläser als Dessert einschichten.

Quetschgurkensalat mit Crème fraîche-Dressing

02.06.2016
Nach dem Schüttelgurkensalat und dem Gurkensalat mit Dosenmilchdressing gibt es heute ein weiteres Gurkensalatrezept, denn den essen wir hier im Greenwaycastle total gern als Beilage zu Schnittchen oder auch als frische Komponente zu einem herzhaften Gericht wir Spaghetti Bolognese oder Gulasch.
Das verwendete Gewürz Sumach stammt aus dem östlichen Mittelmeerraum, wo man auch sizilianischer Zucker dazu sagt. Die gemahlene Frucht des Essigbaums gibt dem Salat eine ganz angenehme fruchtige Säure; Ihr bekommt es im türkischen Lebensmittelladen. Ich benutze es besonders für Salate, aber auch in Dips schmeckt es ganz toll.


Zutaten
  • 2 Salatgurken, geschält und in dünne Scheiben gehobelt
  • 1 mittelgroße Zwiebel, in dünne Scheiben gehobelt
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Salz
  • etwas frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Zutaten in einer Schüssel vermischen und eine Stunde zugedeckelt im Kühlschrank ziehenlassen. Dann portionsweise zwischen den Händen kräftig quetschen, bis fast keine Flüssigkeit mehr abtropft und das Gurken-Zwiebel-Gemisch in eine Schüssel geben; die abtropfende Flüssigkeit wird nicht benötigt.
  • 100 g Crème fraîche
  • kleiner Schuß Sahne oder Milch
  • 1 EL Oilvenöl
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1 TL getrocknete Dillspitzen
  • 1 TL Sumach
  • Zucker 
  • Salz und Pfeffer
Gurken mit den Zutaten vermischen, mit Zucker, Pfeffer und Salz abschmecken und nochmals 30 Minuten ím Kühlschrank ziehenlassen.

Saftgulasch Wiener Art nach Johann Lafer

01.06.2016
Dieses Rezept steht schon so lange auf meiner Liste und endlich habe ich bei meinen Metzger des Vertrauens das passende Fleisch bestellt: Wade aus der Hinterkeule vom Rind, aufgeschnitten als Beinscheiben von ungefähr 5 Zentimeter Dicke; das Fleisch wird auch Hesse oder in Österreich Wadschunken genannt. Ausgelöst habe ich das Fleisch selbst, da ich so gleichzeitig noch aus den Markknochen und Abschnitten eine wunderbare Rinderbrühe für eine Suppe gekocht habe, während das Gulasch im Ofen schmorte.
Aus 2 kg = 3 Beinscheiben habe so gerade das benötigte Kilo Fleisch herausbekommen, nehmt also ruhig etwas mehr. Überhaupt lohnt es sich auch bei diesem Rezept mal wieder, aufgrund der langen Schmorzeit gleich die doppelte Menge zu machen und in Portionen einzufrieren. Die Fondmenge habe ich verdoppelt, sonst wäre mir das Gulasch angebrannt.

Saftgulasch Wiener Art nach Johann Lafer

Ich liebe dieses Rezept, weil man die Fleischwürfel nicht anbraten muß und es trotz der fehlenden Röstaromen einen phantastischen Geschmack hat. Es wird in die Liste der weltbesten aufgenommen, denn ab sofort gehört es zu meinem Lieblingsrezepten.

Saftgulasch Wiener Art nach Johann Lafer

Zutaten
  •  1 kg gut durchwachsenes Rindfleisch (Wade bzw. Hesse)
Das Fleisch von Sehnen befreien, das Fett jedoch dran- und drinlassen. In nicht zu kleine Würfel von 4-5 cm Kantenlänge schneiden.
  • 800 g Zwiebeln, geputzt gewogen, in feinen Würfeln
  • 1 EL Salz
  • 3 Knoblauchzehen, gepreßt
  • 1 TL Kümmel, fein gehackt (ich lasse ihn weg)
  • 2 leicht gehäufte EL Paprikapulver, edelsüß
  • 2 EL Tomatenmark
  • 3 EL Rotweinessig
  • 800 ml Rinderfond
  • 2 Lorbeerblätter
Butterschmalz in einem großen Bräter erhitzen und die Zwiebeln mit dem Salz hineingeben. Hitze reduzieren (bei mir 6 von 10) und die Zwiebeln ganz langsam unter regelmäßgem Rühren anschmoren, bis sie leicht Farbe bekommen, das dauert gut 20-30 Minuten. Knoblauch zugeben und kurz mitschmoren. Hitze etwas hochschalten, Paprikapulver und Tomatenmark zugeben und anschwitzen. Dann mit 500 ml Rinderfond und Rotweinessig ablöschen.

Saftgulasch Wiener Art nach Johann Lafer
 
Rohe Fleischwürfel und Lorbeerblätter zugeben. Backofen auf 180°C Umluft aufheizen, Bräter zugedeckelt auf einem Rost hineinstellen und ca. 3 Stunden schmoren, bis das Fleisch butterweich ist und die Zwiebeln zu einer sämigen Sauce zerfallen sind. Dabei alle 30 - 60 Minuten umrühren und immer wieder etwas Fond angießen, ich habe insgesamt 800 ml und auch noch einen Schuß Wasser benötigt.

Saftgulasch Wiener Art nach Johann Lafer

Ich stelle das Gulasch bis zum nächsten Tag kalt und wärme es ganz langsam wieder auf - so gehört sich das, sagt meine liebe Bloggerfreundin Nicole, und die muß es als waschechte Wienerin ja wissen.