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Tomatenschnitten

04.04.2024
Im letzten Sommer hat sich das heutige Rezept - oder besser die Bauanleitung ;o) - zu einem unserer Lieblinge entwickelt, wenn die Lust auf Kochen nicht allzu groß war, entweder bei großer Hitze oder auch, wenn nach einem Arbeitstag die verbleibende Tageszeit nicht in der Küche verbracht werden soll. Während das Brot im Backofen röstet, hat man ruckizucki die restlichen Zutaten vorbereitet und ein köstliches Essen steht innerhalb von 20 Minuten auf dem Tisch. Einfach - schnell - gut, sowas gehört natürlich auch auf meinen Blog.

Tomatenschnitten

Zutaten & Zubereitung 
  • 1 Aufbackbrot wie Ciabatta, Steinofen - oder normales Baguette, s. Tip
  • 100 - 125 g Knoblauch - oder Kräuterbutter
Brot halbieren und dann der Länge nach aufschneiden. Jedes Viertel mit Butter bestreichen, dabei drauf achten, das die Butter bis zum Rand reicht und sich nicht in der Mitte ballt. Auf einem Blech in der Mitte des Backofens bei 200°C Umluft ca. 15 Minuten backen, bis es knusprig ist und schön Farbe bekommen hat. 
  • 2 - 3 Strauchtomaten, entstrunkt, in 0,5 cm dicken Scheiben
  • 1 mittelgroße rote Zwiebel in dünnen Scheiben
  • 1 Kugel Burrata, alternativ Büffelmozzarella oder Feta
  • ein paar Blätter frisches Basilikum
  • Balsamicocreme
Brot mit Tomatenscheiben belegen, salzen und pfeffern. Zwiebel auf den Tomaten verteilen, die Burrata und das Basilikum zupfen und ebenso verteilen. Mit Balsamicocreme beträufeln und genießen!

Tomatenschnitten

hier die Variante aus Roggenbrötchen vom Vortag mit Feta und Serranoschinken
 
meine Tips:
  • als Brot eigenen sich auch Baguette oder Brötchen vom Vortag, sie dürfen aber nicht trocken geworden sein, also am Besten in einer Tüte oder Dose lagern
  • wer es deluxe machen möchte, zupft noch Serrano - oder Parmaschinken oder dünn aufgeschnittene Salami drüber
  • nimm die Butter einige Zeit vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank, so wird sie weich und läßt sich prima auf dem Brot verteilen

überbackene Leberkäseschnitten mit Käse-Senfcreme & Schmorzwiebeln

06.09.2022
Eigentlich wollte ich ein bißchen in die Spätsommerpause gehen, denn die vorgeplante Rezepteschublade ist leer und der Jahresurlaub steht Mitte September an. Aber dann gab es am Sonntag diese beinahe schon unverschämt leckeren Schnitten, deren Rezept ich unbedingt unters Volk bringen möchte.

überbackene Leberkäseschnitten mit Käse-Senfcreme & Schmorzwiebeln

Wie immer sind die Schnitten prima geeignet, um Brotreste aufzubrauchen, ich hatte zum Beispiel ein paar Scheiben eines französischen Landbrotes, also ein Weißbrot. Du kannst aber auch gut andere Sorten benutzen, ganz wie es Dir gefällt und was weg muß. 

überbackene Leberkäseschnitten mit Käse-Senfcreme & Schmorzwiebeln

Das Brot knuspert im Backofen wunderbar auf und die würzige Käse-Senfcreme paßt hervorragend zum Leberkäse und den Schmorzwiebeln. Eine kleine, feine Feierabendschweinerei, die dazu noch schnell gemacht ist. 

Leberkäse heißt übrigens je nach Region auch Fleischkäse, aber egal ob nun wirklich Leber drin ist oder nicht und warum er wie wo heißt, eins steht fest: ein Käse ist er garantiert nicht und enthält auch keinen, zumindest nicht in der 'Normalvariante'! ;o)

Zutaten & Zubereitung 
für 2 Personen

für die Käse-Senfcreme
  • 1 EL = 35 g körniger Senf 
  • 1 EL = 35 g Dijonsenf mit Honig, alternativ ein normaler Dijon- oder mittelscharfer Senf und ein Klecks flüssiger Honig
  • 2 EL = 70 g Crème fraîche oder Schmand
  • 70 g Reibekäse nach Wahl, ich hatte einen Mozzarella-Cheddar-Mix
Zutaten zusammenrühren, mit Pfeffer abschmecken und kaltstellen.

für die Schmorzwiebeln
  • 2 bis 3 mittelgroße Zwiebeln = ca. 150 g geschält gewogen, in 3-4 mm breiten Halbringen oder Ringen
  • 1/2 TL Salz
Etwas Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und Zwiebeln mit Salz darin bei etwas reduzierter Hitze (bei mir 8 von 10) langsam schmoren, bis sie schön Farbe bekommen. 1/2 TL Paprikapulver untermischen, nochmal mit Salz abschmecken und aus der Pfanne nehmen. Pfanne ausspülen, darin wird gleich der Leberkäse angebraten.
  • 2 Scheiben Leberkäse (ca. 100 g je Scheibe)
Leberkäse halbieren - ich schneide ihn wie Tranchen leicht schräg durch, dann bekommt er mehr Oberfläche - und in der Pfanne mit etwas Öl von beiden Seiten anbraten, bis er leicht Farbe bekommt und herausnehmen. 
  • 4 Scheiben Weißbrot oder eine andere Sorte Brot, wenn es große Scheiben sind, nimm 2 und halbiere sie
Brot mit ca. 2/3 der Käse-Senfcreme bis zum Rand bestreichen. Je ein Stück Leberkäse drauflegen und restliche Creme darauf verteilen, sie muß nicht den gesamten Leberkäse bedecken. Schnitten auf einem Backblech in der Mitte des Backofens bei 200°C Umluft ca. 15 bis 20 Minuten backen. Dann Oberhitze / Grill zuschalten und ein paar Minuten auf Sicht backen, bis Creme und Leberkäse eine schöne Farbe bekommen.

Schmorzwiebeln darauf verteilen und nochmal für eine Minute in den Backofen geben, damit die Zwiebeln wieder warm werden. Nach Belieben mit ein paar Röstzwiebeln für etwas Crunch servieren. 

überbackene Leberkäseschnitten mit Käse-Senfcreme & Schmorzwiebeln
meine Tips:
  • wenn Du keinen Leberkäse magst oder bekommst, kannst Du auch dicke Scheiben von Fleisch - oder Schinkenwurst nehmen, auch Kochschinken würde passen

überbackene Champignonschnitten

22.07.2022
Nach den Flammkuchenschnittenden Cheddar Cheese Toasts und den überbackenen Thunfisch-Käse-Schnitten gibt es heute mal wieder ein Rezept, wie man auch älteres Brot wunderbar verwerten kann, indem man es lecker überbackt. 

überbackene Champignonschnitten

Wie sagt die Käsethekenfrau meines Vertrauens immer: alles ist gut, wenn man es mit Käse überbacken kann! Ich habe eine Mischung aus Cheddar mild und würzig genommen, hier paßt wirklich jede Sorte, die Du gern magst, auch ein kräftiger Bergkäse ist toll. Beim Brot kannst Du auch nehmen, was Du magst, ich hatte ein kräftiges Bauernbrot, auch mit Toast, Baguette oder Weißbrot schmeckt es sehr gut. 

überbackene Champignonschnitten

Zutaten & Zubereitung 
für 4 große Scheiben Brot
  • 2 EL neutrales Öl wie Raps oder Sonnenblume
  • 350 g möglichst kleine Champignons (größere halbieren), in dünnen Scheiben
  • 5 Frühlingszwiebeln, Grün und Weiß in dünnen Ringen, alternativ eine Zwiebel in kleinen Würfeln
  • 2 Knoblauchzehen, sehr fein gehackt oder gepreßt
  • 1 gestrichener TL Salz
Zutaten in einer beschichteten Pfanne bei voller Hitze anbraten, bis die Flüssigkeit verdampft ist und die Champignons beginnen, Farbe zu bekommen. 

überbackene Champignonschnitten
  • 100 g Kochschinken, in kleinen Würfeln
  • 120 g Reibekäse nach Wahl
  • 200 g Creme fraiche
Zutaten in die Schüssel geben, alles vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

überbackene Champignonschnitten

Im Kühlschrank mindestens eine Stunde, gern auch länger, durchziehen lassen. 

überbackene Champignonschnitten

Brotscheiben ganz leicht antoasten und halbieren, dann die Champignonmasse ca. 1 cm dick gleichmäßig bis zum Rand auf den Scheiben verteilen. 

Bei 200°C Umluft ca. 20 bis 25 Minuten backen, bis die Brote knusprig und der Belag schön gebräunt ist. 

überbackene Champignonschnitten
meine Tips:
  • statt des Kochschinkens kann man auch Schinken - oder Salamiwürfel nehmen 
  • für eine fleischfreie Variante einfach den Kochschinken zum Beispiel gegen Paprika austauschen

HaWei-Knäckebrot

15.07.2022
Wer bei dem Titel einen Rechtschreibfehler und gar Ananas im Knäckebrot vermutet, der liegt leider total daneben. Es handelt sich um HAferflocken und WEizenvollkornmehl, was zusammen mit allerlei Körnergedöns ein wunderbar knuspriges Knuspergebäck ergibt, das man einfach so wegsnacken oder auch mit Belag genießen kann. 

HaWei-Knäckebrot

Zutaten & Zubereitung 
für 1 Blech
  • 100 g Weizenvollkornmehl
  • 100 g kernige Haferflocken 
  • 50 g Sonnenblumenkerne 
  • 50 g Kürbiskerne 
  • 40 g Leinsamen 
  • 25 g Sesam
  • 1 gestrichener TL Salz 
  • optional: 1/2 - 1 TL Chiliflocken oder Pul Biber
  • optional: 1/2 TL Paprikapulver
Trockene Zutaten in einer Schüssel gründlich mit einem Löffel mischen. 
  • 3 EL neutrales Öl wie Sonnenblume oder Raps
  • 190 g Wasser
Öl und Wasser zugeben, alles zu einem Teig verrühren und 10 Minuten quellen lassen. In der Zwischenzeit den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen. Einen Bogen Backpapier knüllen, wieder glattstreichen und auf ein Backblech legen. Teig draufgeben, mit einem zweiten Bogen Backpapier bedecken und gleichmäßig mit einem Nudelholz ausrollen. Bogen wieder abnehmen und Backblech in der Mitte des Backofen 10 Minuten backen. Blech rausnehmen und sofort mit einem Messer oder einem Pizzaradschneider in gewünschte Stücke schneiden. Verpaßt Du diesen Moment, kannst Du es hinterher nur in unregelmäßige Stücke brechen, was aber auch schön ist. Weitere 40 bis 50 Minuten backen, bis die Knäckebrote trocken sind. Im ausgeschalteten Backofen abkühlen lassen, dabei die Tür einen kleinen Spalt offenlassen, so nutzt man die Restwärme.

Knäckebrot in die vorgeschnittenen Stück brechen und luftdicht verschlossen aufbewahren, so bleiben sie lange knusprig. Eigentlich, denn sie sind schneller weggesnackt, als man gucken kann...

HaWei-Knäckebrot
Rezeptquelle: Das große Backen / Sat1

meine Tips:
  • statt Paprikapulver kann man auch Currypulver nehmen, das gibt einen besonderen Geschmack
  • alternativ zum Weizenvollkornmehl kannst Du auch Dinkelvollkornmehl verwenden

Kornbarren ~ rheinisches Vollkornbrot aus der Lily

06.05.2022
Es geht für mich nichts, aber auch gar nichts, über ein saftiges Vollkornbrot, am Liebsten mit Guterbutter (wichtig: ein Wort!) dick bestrichen und mittelaltem Holländer (Gouda) belegt und dann auch noch etwas Rübenkraut (Zuckerrübensirup) beträufelt. Oder mit Quark und Marmelade, Eiersalat, Fleischsalat oder Zwiebelmett. Oder oder oder...

rheinisches Vollkornbrot aus der Lily

Mein rheinisches Vollkornbrot schmeckt mit süßen Belägen genau so gut wie mit herzhaften. Es hält sich wunderbar ein paar Tage frisch und saftig. 

rheinisches Vollkornbrot aus der Lily

Übrigens wird es hier am Niederrhein hauchdünn aufgeschnitten und dann auf ein bereits belegtes Brötchen oder auf einer hellen Scheibe Brot als Deckel draufgelegt. 

Zutaten & Zubereitung 
  • 150 g Weizenvollkornmehl
  • 100 g Weizenschrot
  • 100 g Roggenschrot
  • 50 g Leinsamen 
  • 50 g Sesam
  • 40 g Sonnenblumenkerne
  • 10 g Salz
Zutaten in einer Rührschüssel gründlich vermischen.
  • 300 g Buttermilch
  • 1 Würfel Frischhefe
  • 20 g Rübenkraut / Zuckerrübensirup
Zutaten in einem kleinen Topf sanft erwärmen, bis sich die Hefe aufgelöst hat. In die Rührschüssel geben und kurz zu einem geschmeidigen Teig verrühren, dieser ist relativ flüssig. Ich benutze dazu meine Küchenmaschine mit Flachrührer.

Lily mit Butterschmalz ausfetten und mit zarten Haferflocken ausstreuen. Teig einfüllen, mit leicht angefeuchteter Hand glattstreichen und ebenfalls mit zarten Haferflocken bestreuen. Deckel auflegen und auf einem Rost auf unterster Schiene im Backofen bei 150°C U/O 3 Stunden backen. Deckel abnehmen und weitere 10 Minuten backen, dann auf einem Rost abkühlen lassen. Das Brot sollte nach dem Auskühlen zurück in die Lily gegeben und bis zum nächsten oder übernächste Tag zugedeckelt aufbewahrt werden, so zieht es gut durch und läßt sich wunderbar in dünne Scheiben schneiden.

rheinisches Vollkornbrot aus der Lily
meine Tips:
  • Weizen - und Roggenschrot kann man sich in jedem guten Bioladen aus ganzen Körnern herstellen lassen oder auch in einem Foodprozessor wie TM selbst schroten

Weizenbrot² aus der Lily

22.02.2022
Vor einiger Zeit habe ich mir ein kleine Tonbackform mit Deckel gegönnt, da ich total überzeugt von der Qualität des Herstellers bin. Davon habe ich bereits den runden Pizzastein aka White Lady im Einsatz und ich liebe die unkomplizierte Arbeitsweise, denn nichts muß stundenlang aufgeheizt werden und das Backergebnis ist einfach umwerfend. Normalerweise blogge ich hier überwiegend Rezepte, die man ohne Spezialequiment nacharbeiten kann, aber die Rezepte aus der Lily, wie die Form unter Liebhabern genannt wird, sollen auch ihren Platz finden. 

Weizenbrot² aus der Lily

Für mein erstes Brot habe ich zwei Sorten Mehl verwendet, daher auch das ² am Namensende: kräftiges Weizenmehl Type 1050 und Weizenvollkornmehl, eine schöne Kombination. Herausgekommen ist ein sehr gutes Brot mit knuspriger Kruste und saftiger Krume. Der Tontopf kann auch gleich zur Aufbewahrung genutzt werden, er hält das Brot schön frisch.

Weizenbrot² aus der Lily

Der Anschnitt sieht leider etwas unsauber aus, aber mein Brotmesser ist nicht mehr das Beste und das Brot war auch noch etwas warm.. die Ungeduld hat wieder zugeschlagen ;o)

Zutaten & Zubereitung 
  • 250 g Weizenmehl, Type 1050
  • 100 g Weizenvollkornmehl
  • 5 g (1 gehäufter TL) Sauerteigextrakt / Sauerteigpulver
  • 5 g (1 gehäufter TL) Backmalz
Trockene Zutaten in einer Schüssel mischen und in der Mittel eine Mulde formen.
  • 250 g lauwarmes Wasser
  • 10 g Frischhefe
  • 5 g Zuckerrübensirup oder Honig
Hefe und Sirup (Honig) im Wasser auflösen. In die Mulde geben, mit etwas Mehl vermischen und 10 Minuten anspringen lassen. 4 Minuten auf kleinster, weitere 4 Minuten auf nächsthöherer Stufe mit der Küchenmaschine verkneten, dabei 
  • 1 TL Salz
einstreuen.

Zugedeckt an einem warmen Ort 1,5 Stunden gehen lassen, nach einer Stunden einmal falten. Dazu den Teig mit einem Teigschaber rundherum vom Rand zur Mitte schlagen. 

Lily bemehlen, falls sie noch keine Patina gebildet hat, vorher leicht fetten, ich nehme dazu einen kleinen Klecks Butterschmalz. 

Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche kippen und wiederum vom Rand zur Mitte schlagen, dabei entstehen Falten auf der Oberseite, die beim Backen schön aufreißen. Teig leicht länglich formen und mit der faltigen Seite nach oben in die Lily legen. Nochmals von oben leicht bemehlen. 
Alternativ kann man das Brot auch rundwirken mit dem Schluß nach unten, das Brot einlegen, leicht bemehlen und einschneiden. Ich mag es jedoch, wenn es sich so unregelmäßig entwickelt. 

Weizenbrot² aus der Lily

Deckel aufsetzen und Form auf ein Rost, eingeschoben auf der untersten Schiene, setzen. Bei 240°C U/O 50 Minuten backen. Deckel abnehmen und weitere 5-10 Minuten backen, bis das Brot eine schöne dunkle Farbe hat. 

Weizenbrot² aus der Lily
der Knust gehört der Bäckerin oder dem Bäcker, so sagt es das Gesetz

Wußtest Du eigentlich, wie viele Bezeichnung es für das Brotende gibt? Ein paar habe ich im Netz gefunden:

Knust, Knus, Kniest, Knistchen, Kniezchen, Knüppchen, Küppchen, Knaust, Knorz, Knörzje, Knörzel, Knüstchen, Kürschtje, Knapp, Knäppchen, Knörzchen, Knärzchen, Knetzle, Knerzla, Köppla, Rand, Ränftchen, Ranft, Ranften, Ranftl, Ränftl, Ränftel, Ränft, Rauft, Rindl, Rumptschn, Feeze, Fietze, Küppel, Knäusle, Knüssle, Mürggel, Riebel, Riebele, Brotriebel, Scherzl, Scherzerl, Knorze, Krüstchen, Giggel, Bugl

Ich gehöre zur Fraktion Knust, denn meine Wurzeln liegen im Wolfenbütteler Raum, also Niedersachsen, und meine Mutter und ich waren immer beide interessiert, ihn zu ergattern.

knusprig-saftiger Kartoffelbrotfladen

12.10.2021
Knusprig und saftig sind bei diesem Rezept kein Widerspruch. Die Kruste kracht richtig, während die Krume durch die Kartoffeln wunderbar saftig wird. Eine tolle Resteverwertung für ein paar einsame Pellkartoffeln vom Vortag. 

knusprig-saftiger Kartoffelbrotfladen

Zutaten & Zubereitung 
  • 250 g Weizenmehl, Type 550
  • 1 Tütchen Trockenhefe
  • 6 g Salz
  • eine Prise Zucker
Zutaten in der Rührschüssel vermischen. 
  • 200 - 220 g Pellkartoffeln vom Vortag, durch die Kartoffelpresse gedrückt
  • 125 g lauwarmes Wasser
Kartoffeln und Wasser zugeben und alles 6 Minuten zu einem geschmeidigen Teig verkneten lassen. Er ist ziemlich weich, das ist genau richtig. Schüssel zugedeckt an einem warmen Platz 2 bis 3 Stunden ruhenlassen. 

knusprig-saftiger Kartoffelbrotfladen

Backofen auf 240°C U/O vorheizen. 

Backpapier auf ein Backblech legen, Teig ohne weiteres Durchkneten daraufgeben.
  • 1 bis 2 EL Olivenöl
  • etwas Pul Biber / Chiliflocken, Pizzagewürz und Salzflocken / Fleur de sel
Öl drübersprenkeln, Gewürze draufstreuen und mit den Fingerspitzen den Fladen auf ca. 20 bis 25 cm Durchmesser auseinanderdrücken, so daß tiefe Dellen entstehen. 25 Minuten in der Mitte des Backofens backen, bis der Fladen eine schöne Farbe hat. Auf einem Rost abkühlen lassen, am Besten schmeckt er lauwarm. 

knusprig-saftiger Kartoffelbrotfladen
meine Tips:
  • statt der Pellkartoffeln kann man auch gut ausgedampfte Salzkartoffeln vom Vortag nehmen
  • bei den Gewürzen bist Du völlig frei, nimm, was Dir gefällt; auch Sesam oder Reibekäse passen sehr gut

Schiacciata all'olio ~ toscanisches Flachbrot mit Olivenöl

25.06.2021
Wenn wir im Urlaub in der Toscana sind, tue ich mich immer schwer mit dem Brot. Das liegt aber nicht daran, daß es viel Weißmehlbrote gibt, sondern einzig und allein daran, daß fast alles ohne ein Krümelchen Salz gebacken wird. Daher freue ich mich immer, wenn unser Supermarkt, der eine kleine Backstube betreibt, Schiacciata hat, denn dieses flache Brot ähnlich der auch bei uns bekannten Foccacia ist mit reichlich Olivenöl zubereitet und mit etwas Salz bestreut und schmeckt trotzdem auch mit süßen Sachen. 

Schiacciata all'olio ~ toscanisches Flachbrot mit Olivenöl

Man findet Schiacciata an jeder Ecke als Snack mit Mortadella, Salame oder Prosciutto belegt und wir lieben sie einfach. Aus all den Rezepten, die man im Netz findet, habe ich mir meine eigene Variante zusammengebastelt, etwas fester als üblich, aber dennoch schön weich und mit ein bißchen Grieß im Teig für den Biß. Außerdem habe ich auf eine lange Gehzeit verzichtet, da ich mir oft morgens überlege, für abends so ein Brot zu brauchen und nicht schon am Vorabend, da bleibt dafür keine Zeit.

Schiacciata all'olio ~ toscanisches Flachbrot mit Olivenöl


Zutaten & Zubereitung 
  • 450 g Weizenmehl, Type 550
  • 50 g Maisgrieß, alternativ Hartweizengrieß
  • 1 Tütchen Trockenhefe (7 g)
  • 1 TL Zucker
  • 10 g Salz
Zutaten in der Knetschüssel vermischen.
  • 50 g Olivenöl
  • 250 g lauwarmes Wasser
Öl und Wasser zugeben und 8 Minuten auf kleiner Stufe zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Schüssel mit einem leicht feuchten Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Ort eine Stunde gehenlassen. Ich heize dazu meinen Backofen auf 50 Grad Umluft vor, schalte ihn bis auf die Backofenlampe aus und stelle die Schüssel auf einem Rost hinein.  Teig auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche kippen und einmal von allen Seiten zur Mitte falten. Mit dem Geschirrtuch abgedeckt weitere 30 Minuten gehenlassen. Falten wiederholen, dann den Teig direkt mit dem Schluß nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Mit dem Geschirrtuch bedeckt nochmal 30 cm gehenlassen. 
  • 25 g Olivenöl
Öl auf den Teig geben und diesen durch tiefes Eindrücken der Fingerkuppen und auf eine Größe von ca. 20 x 30 cm bringen.

Mit etwas mittelgroben Meersalz wie Fleur de Sel bestreuen. Backofen auf 250°C U/O vorheizen, Blech auf der 2. Schiene von unten einschieben, etwas Wasser auf den Backofenboden geben und 10 Minuten backen. Dampf durch kurzes Öffnen der Backofentür ablassen und weitere 12 bis 15 Minuten zart goldgelb backen. Sofort mit einem Pinsel und etwas Olivenöl abstreichen und mit einem Geschirrhandtuch abgedeckt auskühlen lassen. 

Schiacciata all'olio ~ toscanisches Flachbrot mit Olivenöl
meine Tips:
  • in die 25 g Öl, mit denen der Teig vor dem Backen bestrichen wird, kann man auch getrocknete Kräuter wie Kräuter der Provence oder eine italienische Kräutermischung geben
  • wer mag, drückt ein paar Oliven oder halbgetrocknete Tomaten in den Teig

Zupf-Fladenbrot

12.03.2021
Kennst Du das: Du sitzt zum Beispiel beim Griechen, bekommst einen Brotkorb und mußt Dich vor dem Hauptgang zusammenreißen, Dir nicht den Bauch damit komplett vollzuschlagen, weil es so lecker ist. Und nach dem Essen steht der Brotkorb immer noch da und egal, wie pappsatt Du bist, das leckere Brot paßt immer noch rein. Genau so wird es Dir mit diesem Brot gehen. Einmal angefangen, die kleinen Würfelchen abzuzupfen und pur, mit etwas Butter oder einem leckeren Aufstrich zu verschnabulieren, wirst Du nicht aufhören können ;o)

Zupf-Fladenbrot

Eine ganze Fülle leckerer Aufstrichrezepte finden sich übrigens auf meinem Blog, hier ist bestimmt für jeden etwas dabei.

Zupf-Fladenbrot

Zutaten & Zubereitung 
  • 250 g Weizenmehl Type 405
  • 250 g Weizenmehl Type 550
Zutaten in eine Schüssel geben, ich benutze meine Küchenmaschine, aber es geht natürlich auch mit den Knethaken eines Handrührers. Gründlich mischen und in der Mitte eine Mulde formen.
  • 10 g Frischhefe
  • 10 g Zuckerrübensirup, alternativ Honig oder Zucker
  • 100 ml lauwarmes Wasser
Zutaten in einer kleinen Schüssel gründlich miteinander verrühren, bis sich die Hefe gelöst hat. In die Mulde geben, mit ein wenig Mehl vermischen und mit Mehl bedecken. Schüssel mit einem Küchentuch zugedeckt 10 Minuten stehenlassen, damit die Hefe anspringt. 
  • 1 EL Sonnenblumenöl
  • 250 ml lauwarmes Wasser
Öl und Wasser hinzufügen und dann mit dem Knethaken 8 Minuten auf kleiner Stufe auskneten lassen. Sobald sich ein Teigball bildet
  • 15 g Salz
einrieseln lassen. Es entsteht ein ziemlich klebriger, weicher Teig, das ist richtig so.

Die Schüssel mit einem sauberen feuchten Küchentuch abdecken und bei Raumtemperatur 3 Stunden zugfrei ruhen lassen, bis er sich deutlich vergrössert hat, ich stelle die Schüssel dazu in den ausgeschalteten Backofen.

Auf einer bemehlten Abeitsfläche den Teig drei Mal zu einem Geschäftsbrief falten, um ihn auf Spannung zu bringen. Zu einer Kugel formen und 30 Minuten zugedeckt mit dem Küchenhandtuch ruhen lassen. 
 
Teigkugel auf ein Stück Backpapier legen und vorsichtig zu einem Oval oder Kreis ausrollen, dabei nicht zuviel Luft rausdrücken. Backpapier auf ein Blech ziehen. Mit einer Teigkarte (Schlesinger) oder einem Pizzaradschneider in Würfel teilen. Der Teig sollte dabei durchgetrennt sein, damit er sich nach dem Backen gut in die einzelnen Würfel brechen läßt. Oberfläche mit einer Wasserspritze oder auch mit der Handfläche, die in Wasser getaucht wird, benetzen und mit Sesam, Schwarzkümmel, Pul Biber oder anderen Gewürzen nach Wunsch bestreuen. Mir hat es gefallen, ein paar Würfel pur zu lassen und ein Loch hinzeinzudrücken, das sieht hübsch aus. 

Zupf-Fladenbrot

Backofen auf 210°C U/O vorheizen und Blech in der Mitte des Backofens 30 Minuten backen. Zu Beginn etwas Wasser auf den Backofenboden geben, um Schwaden zu erzeugen. Diesen nach 10 Minuten durch kurzes Öffnen ablassen und nach 20 Minuten das Brot mit einer Wasserspritze kurz benetzen, so bekommt es eine schöne Farbe und wird kross. Auf einem Rost abkühlen lassen, das Zupf-Fladenbrot schmeckt am Besten lauwarm und läßt sich auch prima nochmal kurz aufbacken.

Zupf-Fladenbrot
meine Tips:
  • schneidet man das Brot in recht kleine Würfel, kann man es prima für ein Käsefondue benutzen
  • man kann die Oberfläche auch dünn mit Öl bestreichen
  • lecker ist es auch, wenn man die Oberfläche mit getrockneten Kräutern wie einer italienischen Mischung oder aus der Provence bestreicht, die mit etwas Öl vermischt sind
  • man kann auch Käse, zum Beispiel geriebenen Parmesan auf die Würfel streuen
  • Kräuter können auch im Teig eingearbeitet werden

knuspriges Weißbrot mit Malzkaffee

19.01.2021
Nichts geht über ein frisch gebackenes Brot, findest Du nicht auch? Noch lauwarm schneide ich mir gern den Knust ab und verspeise ihn genüßlich mit Butter - Du weißt ja: Gutebutter = ein Wort - und ein bißchen knusprigem Meersalz. Dieses Weißbrot benötigt zwar etwas Zeit, aber wenig Aufwand. 

knuspriges Weißbrot mit Malzkaffee

Wie immer war ich ein bißchen ungeduldig, um das Abkühlen abzuwarten, deswegen sieht der Anschnitt etwas unsauber aus, aber ich glaube, man kann trotzdem gut erkennen, wie locker das Brot ist.

knuspriges Weißbrot mit Malzkaffee

Zutaten & Zubereitung 
  • 150 g Weizenmehl, Type 550
  • 150 g lauwarmes Wasser
  • 10 g Frischhefe
  • 1 TL Zucker
Die Zutaten mit dem Löffel zu einem weichen Teig verrühren. Eine Stunde bei Zimmertemperatur anspringen lassen, dann 8 bis 12 Stunden im Kühlschrank zugedeckelt ruhenlassen. Je länger der Vorteig ruht, desto aromatischer wird das Brot. Wer nicht soviel Zeit hat, sollte den Vorteig trotzdem 2 Stunden ruhenlassen und ihn mit 20 g Frischhefe ansetzen. 
  • 350 g Weizenmehl, Type 550
  • 140 ml Wasser
  • 20 g Olivenöl
  • 15 g Salz
  • 5 g Malzkaffee
Zutaten zum Vorteig geben und in der Küchenmaschine 10 Minuten zu einem geschmeidigen Teig verkneten lassen. 30 Minuten ruhenlassen, falten und nochmal 30 Minuten ruhenlassen. Auf die bemehlte Arbeitsplatte geben und zu einer Kugel aufarbeiten, dann länglich formen; ich mag es gern, wenn die Enden sollten spitz auslaufen. 
Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Jetzt entweder leicht bemehlen, ich nehme dazu immer ein kleines Sieb, oder mit Wasser abstreichen und mit Sesam, Schwarzkümmel, Mohn oder Körnern / Saaten bestreuen und gut andrücken. Zugedeckt ruhenlassen, bis der Backofen 250°C U/O erreicht hat. 
Brot der Länge nach beherzt einschneiden und Blech in der Mitte des Backofens einschieben. Auf den Boden des Backofens etwas Wasser geben und Backofentür sofort schließen, um Schwaden zu erzeugen. Ich habe das nach 5 Minuten wiederholt. 15 Minuten backen, dann Temperatur auf 200°C U/O reduzieren und weitere 25 Minuten backen, bis das Brot eine schöne Farbe hat und sich beim Klopfen auf den Boden hohl anhört. 
Auf einem Rost auskühlen lassen und genießen. Es läßt sich in Scheiben geschnitten auch prima toasten. 

knuspriges Weißbrot mit Malzkaffee
 

Flammkuchenschnitten

13.10.2020
Schnelle Feierabendküche gibt es heute im Greenwaycastle! Aus ein paar Brotscheiben werden im Handumdrehen köstliche Flammkuchenschnitten, die bestimmt jeden nach einem anstrengenden Arbeitstag glücklich machen. 

Flammkuchenschnitten

Zutaten & Zubereitung 
  • 4 große Scheiben kräftiges Sauerteigbrot
  • 150 - 200 g Crème fraîche
  • 100 - 120 g Schinken - oder Baconwürfel
Brotscheiben ganz kurz antoasten, je nach Größe halbieren oder wie ich in drei Stücke schneiden und auf ein Blech legen. Crème fraîche und Schinkenwürfel darauf verteilen. Backofen auf 220°C U/O vorheizen und Schnitten 10 Minuten backen. Leicht mit schwarzem Pfeffer würzen.
  • 2 Frühlingszwiebeln, in feinen Ringen
Frühlingszwiebeln auf den Schnitten verteilen und genießen.

Flammkuchenschnitten

Doppelback-Knusperchen mit Nuß & Frucht

23.06.2020
Kaum da, schon wieder weg! Genau so könnte man dieses Rezept am Besten beschreiben. Schon kurz nach dem Auskühlen waren einige Scheiben pur weggeknuspert, so daß ich beim nächsten Mal schon aufgrund der Zeit, die das doppelte Backen in Anspruch nimmt, die doppelte Menge machen werde.

Doppelback-Knusperchen mit Nuß & Frucht

Ich mag die Scheiben dünn geschnitten, so kann man sie einfach wegsnacken oder zum Beispiel mit Butter und Käse oder Frischkäse genießen.

Doppelback-Knusperchen mit Nuß & Frucht

Zutaten & Zubereitung 
  • 50 g brauner Zucker, alternativ weißer
  • 70 g kernige Haferflocken
  • 70 Weizenmehl, Type 1050 oder 550
  • 50 g Weizen - oder Roggenvollkornmehl
  • 3 gestrichene TL Backpulver, bevorzugt Weinsteinbackpulver
  • 50 g Sonnenblumenkerne
  • 50 g gemischte ganze Nüsse, ich hatte einen Mix
  • 50 g Aprikosen oder andere Trockenfrüchte, grob gehackt
  • 1 TL Kurkuma
  • 1 TL Pul Biber oder Chiliflocken
  • 1 TL italienische Kräutermischung, getrocknet
  • je eine gute Prise Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • etwas frisch geriebene Muskatnuß
Zutaten in einer Schüssel vermischen.
  • 250 ml Milch
  • 70 g Naturjoghurt, 10 %, alternativ 3,5 %
Milch und Joghurt zu den trockenen Zutaten in die Schüssel geben und mit einem Schneebesen gründlich verrühren. Eine kleine Kastenform (20 cm) mit Backpapier auslegen, Teig einfüllen. Backofen auf 180°C vorheizen und in der Mitte des Ofens auf einem Rost 30 Minuten backen. Kurz in der Form abkühlen lassen, dann herausnehmen und mit Backpapier in ein Küchenhandtuch einwickeln. So bei Zimmertemperatur bis zum nächsten Tag aufbewahren. Am nächsten Tag das Backpapier entfernen und mit einem Brotmesser mit Wellenschliff in dünne, ca. 3 bis 4 mm dicke Scheiben schneiden. Da das Brot sehr feucht ist, zwischendurch das Messer reinigen, damit man es gut schneiden kann. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Scheiben dicht an dicht nebeneinander drauflegen.

Doppelback-Knusperchen mit Nuß & FruchtDoppelback-Knusperchen mit Nuß & Frucht

Backofen auf 150°C Umluft vorheizen und das Blech in der Mitte des Backofens ca. 45 Minuten backen, bis die Scheiben trocken sind und eine schöne Farbe haben. Je nach Dicke der Scheiben kann das auch ein paar Minuten länger dauern. Die Scheiben während des Backens einmal wenden, so knuspern sie am Besten auf. 

Auf einem Rost abkühlen lassen und luftdicht verschlossen aufbewahren. 
  
Doppelback-Knusperchen mit Nuß & Frucht
meine Tips:
  • bei den Mehlsorten kann man gut varrieren, der Anteil von Vollkorn zu normalem Mehl sollte so erhalten bleiben, aber bei der Sorte kann man z.B. auch Dinkel anstatt Weizen nehmen

Zwiebelbrot aus dem Topf

21.01.2020
Früher gab es bei jedem Bäcker Zwiebelbrot, und ich habe es ganz besonders gern geröstet mit Butter oder Schmalz und etwas Salz gegessen. Heute bekomm es, zumindest hier am Niederrhein, bei kaum einem Bäcker, es ist irgendwie aus der Mode gekommen. Grund genug, es selbst zu backen.

Zwiebelbrot aus dem Topf

Ich züchte zur Zeit keine eigenen Sauerteig, da ich dafür einfach nicht genug backe und greife auf flüssigen Sauerteig zurück, den man in jedem Supermarkt im Mehlregal in Tüten findet. Sicherlich ist er nicht so intensiv wie ein langjährig gepflegter eigener Sauerteig, aber das Resultat überzeugt auch mit dieser Variante und das Rezept ist somit auch für Gelegenheitsbrotbäcker geeignet.

Zwiebelbrot aus dem Topf

Das Zwiebelbrot bekommt durch das Backen im Gußtopf eine herrliche Kruste und ein ganz softig-lockeres Inneres. Es schmeckt am Besten gerade ebenso ausgekühlt oder am nächsten oder übernächsten Tag im Toaster kross geröstet.

Zutaten für den Vorteig
  • 1 Beutel = 75 g Roggensauerteig
  • 200 g Wasser, lauwarm
  • 150 g Weizenmehl, Type 550 oder 1050
  • 75 g Roggenmehl, Type 997 oder 1150
Alle Zutaten in einer Schüssel miteinander verrühren und abgedeckt über Nacht bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

Zwiebelbrot aus dem Topf

Zutaten für den Hauptteig
  • Vorteig
  • 100 g Wasser, lauwarm
  • 10 g frische Hefe
  • 250 g Weizenmehl, Type 550 oder 1050
  • 15 g Salz
Alle Zutaten in eine Küchenmaschine geben und auf niedrigster Stufe 6 Minuten zu einem geschmeidigen Teig verkneten.
  • 200 g Röstzwiebeln
Röstzwiebeln zugeben und 2 Minuten unterkneten lassen. Der Teig soll sich vom Schüsselrand lösen, evtl. noch etwas Mehl zufügen. Teig mit einem Küchenhandtuch abdecken und an einem warmen Ort eine Stunde gehen lassen. Ich heize dazu den Backofen auf 50°C Umluft auf, schalte ihn aus, lasse aber die Backofenlampe an und stelle die Schüssel auf einem Rost hinein.

Teig falten und nochmals eine Stunde gehenlassen, dabei nach 30 Minuten nochmals falten. Ich lasse dazu den Teig auf meine Arbeitsplatte plumpsen, drücke ihn etwas flach und falte dann einmal von oben nach unten übereinander, dann von rechts nach links.

Arbeitplatte leicht mit Mehl bestäuben. Teig mit den Fingern leicht plattdrücken und dann von allen Seiten in der Mitte zusammennehmen, so daß sich eine Kugel ergibt. Umdrehen und zu einer schönen Kugel rundschleifen. Der Schluß darf dabei offen und bemehlt sein. Teig in ein gemehltes Gärkörbchen mit dem Schluß nach oben geben. Mit Mehl bestäuben, abdecken und nochmals 30 Minuten gehen lassen, dabei einen Gußtopf mit 3 Liter Inhalt im Backofen bei 230°C U/O eine halbe Stunde aufheizen.

Teig auf ein Tuch kippen und dann in Topf geben. So ist der Schluß wieder oben und das Brot reißt wunderbar auf. 

Deckel auflegen und 15 Minuten backen. Hitze auf 200°C U/O reduzieren und weitere 40 Minuten backen. Dann Brot aus dem Topf kippen und auf dem Rost frei noch 5 Minuten backen. Auf einem Gitterrost vollständig auskühlen lassen.

Zwiebelbrot aus dem Topf