English Muffins

29.11.2014
Heute geht meine kulinarische Weltreise in die zweite Runde und sie führt uns in das Vereinigte Königreich. Mir ist seit unserem letztjährigen Urlaub in Cornwall unverständlich, warum die Küche dort immer noch so einen schlechten Ruf hat, denn egal was wir gegegessen haben: es war einfach nur lecker.
Ich habe Euch English Muffins mitgebracht, die ich als Kind schon immer von einer namhaften Großbäckerei gern gegessen habe. Selbstgebacken allerdings schmecken sie doch viel besser und sie sind wirklich einfach zuzubereiten.


Ein bißchen Info gefällig? Bitteschön!
Es ist nicht bekannt, seit wann es Muffins auf den Britischen Inseln gibt. Der Begriff lässt sich seit Anfang des 18. Jahrhunderts nachweisen; die ersten Rezepte stammen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Sie waren im 19. Jahrhundert sehr populär und wurden zur tea time von 'Muffin Men' auf der Straße verkauft. Das laute Ausrufen und Schellenklingeln der Verkäufer wurde in den 1840er Jahren gesetzlich verboten, weil sich viele Leute dadurch gestört fühlten; das Verbot ließ sich aber nicht durchsetzen. Der englische Muffin wird aus einem speziellen Hefeteig hergestellt, der auf einem Backblech mit runden Vertiefungen, die flüssiges Fett enthalten, ausgebacken wird. Er hat keine Ähnlichkeit mit dem US-amerikanischen Muffin, sondern sieht eher wie ein flaches Brötchen aus, das vor dem Verzehr im Toaster geröstet wird. Die Muffins werden halbiert vorgeschnitten verkauft.
Zutaten
  • 180 g Weizenmehl Typ 405
  • 180 g Weizenmehl Typ 550
  • 1 TL Salz
  • 1 Tüte Trockenhefe
  • 1 EL Zucker
  • 120 ml lauwarmes Wasser
  • 120 ml Milch
  • 50 g Butter
  • Polenta (Maisgrieß)
Mehle und Salz in einer Schüssel mischen und in die Mitte des Mehls eine Mulde formen. Hefe, Zucker und Wasser vermischen und 5 Minuten stehenlassen, dann in die Mulde geben. Milch leicht erwärmen und die Butter darin schmelzen und ebenfalls in die Mulde geben. Alles zu einem geschmeidigen Hefeteig verkneten, ich lasse das meine KitchenAid für 6 Minuten erledigen. Der Teig sollte schon weich sein, sich aber vom Schüsselrand lösen.
Backofenkurz auf 50°C aufheizen, ausschalten und zugedeckte Schüssel hineinstellen. Backofenlampe angeschaltet lassen und 45 Minuten gehenlassen. Nochmals durchkneten und weitere 45 Minuten gehenlassen.
Ein Küchenhandtuch mit Polenta bestreuen. Vom Teig Portionen von ca. 70 g abstechen, rundschleifen und vorsichtig in die Polenta drücken. Umdrehen und die andere Seite ebenfalls hineindrücken. Die Teiglinge sollten gleichmäßige dick sein und ca. 10-12 cm Durchmesser haben. Insgesamt ergibt die Teigmenge 9 Stück. Mit einem Küchenhandtuch abdecken und nochmals 20 Minuten ruhenlassen.


Dann eine beschichtete Pfanne auf mittlerer Stufe erhitzen (bei mir ist das 5 von 10). Teiglinge in zwei Partien hineingeben und von jeder Seite 6-7 Minuten goldgelb backen, es soll sich eine feste Kruste ergeben. Beim Backen gehen sie noch etwas auf und bekommen den typischen hellen Rand wie ein Berliner. Vollständig auf einem Gitterrost abkühlen lassen und dann in einer luftdichten Dose oder einem verschlossenen Klarsichtbeutel aufheben. Ich könnte mir auch vorstellen, daß man sie gut einfrieren kann, habe das allerdings noch nicht probiert.
Zum Genießen einfach halbieren und im Toaster rösten.

Kommentare:

  1. Mir ist auch nicht klar, warum die britische Küche so einen schlechten Ruf hat... Ich kann jedenfalls nicht genug davon bekommen; vor allem nicht von Cream Tea mit fluffigen Scones und Clotted Cream *YAMMI*

    Liebe Grüße, Julia

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  2. Danke, danke, danke. Seit langem bin ich ein Verfechter der englischen Küche. Ich versteh nicht, wohin all meine Bekannten essen gehen, wenn sie auf der Insel sind. Ich bin so gut wie nie enttäuscht worden.
    Liebe Grüße
    Gerd

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  3. Da sind sie ja - ich liebe die englischen Muffins! Rezept nehm ich gleich mal mit, vielleicht schaffe ich es endlich mal, sie zu backen. Stehen eigentlich shon länger auf dem Plan...

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  4. Die sehen sehr lecker aus. Muss ich mal probieren. Danke für das schöne Rezept.

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