[Basics] Einwecken mit dem Einweckautomat

28.09.2017
Seit Januar besitze ich einen Einkochautomaten, mit dem ich sehr zufrieden bin und mit dem ich nicht mehr in Schraubgläsern einkochen, sondern in WECK-Gläsern mit der Erdbeere drauf einwecke. Schraubgläser haben für mich den unangenehmen Nachteil, daß die Beschichtigung im Deckel immer Geruch annimmt, den man nicht wieder los wird. Über die Weichmacher in der Beschichtung möchte ich jetzt mal gar nicht reden...

[Basics] Einwecken mit dem Einweckautomat

Das ganze Jahr über kann man Lebensmittel einwecken und man sollte dieses auch saisonal tun, so wie die Lebensmittel Saison haben, denn dann sind sie richtig günstig.

Ich schreibe hier meine ganz persönlichen Erfahrungen zusammen, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben und Dich ermuntern sollen, Dich vielleicht auch mit dem Thema zu befassen. Außerdem möchte ich betonen, daß ich keinerlei Geld für die Nennung der Marke WECK bekomme, ich bin einfach nur überzeugt von den Produkten. Auch wenn Ihr die Produkte einer anderen Marke benutzt, möchte ich Euch einfach nur anstupsen, leckere Vorräte anzulegen.

Einkochautomat
Ich verwende das Modell WECK Einkochvollautomat Modell WAT 25 aus Edelstahl. Dieser hat einen Timer, das Aufkoch- und Temperturhalteprogramm laufen automatisch ab, und ich muß nichts kontrollieren. Der Edelstahl läßt sich wunderbar reinigen. Auf einen Auslaufhahn habe ich verzichtet, da der Topf an dieser Stelle meiner Meinung etwas störungsanfällig sein könnte mit der Zeit. Wenn man allerdings auch entsaften möchte, ist so ein Modell sinnvoller; ebenso, wenn man eine große Menge z.B. Glühwein oder Kakao warmmachen möchte.

[Basics] Einwecken mit dem Einweckautomat
'Beute' vom letzten Ausflug nach Bonn ;o)
Gläser, Deckel und Gummiringe
Grundsätzlich kann man zum Einwecken Schraub- oder Rillengläser benutzen. Ich gehe aus oben genanntem Grund nur auf die Verwendung der Rillengläser ein
Ich habe in eine ganze Reihe von WECK-Gläsern inkl. Zubehör investiert, die ich entweder im Shop bestelle oder direkt in Bonn kaufe. Weitere Direktverkäufe sind in Warendorf und Wehr-Öflingen. Die Gläser sind direkt vor Ort nicht günstiger, allerdings sieht man hier alle auf einen Blick und kann die Größen besser abschätzen. Bei guter Pflege kann man die Gläser immer wieder verwenden, die Gummiringe muß man gelegentlich ersetzen. Wenn man mit dem Einkochen beginnt, ist das eine ganz schöne Investition, aber sie amortisiert sich mit der Zeit.

Vorbereitung / Sterilisation der Gläser und Gummiringe
Grundsätzlich gilt: alles muß unbeschädigt und möglichst steril sein. Sauberkeit ist das höchste Gebot beim Einwecken! Ganz keimfrei wird man das alles natürlich nicht hinbekommen, darüber bin ich mir bewußt, aber man sollte es so gut wie möglich versuchen, damit der sich das Einkochgut lange hält.

Zur Sterilisation spüle ich die Gläser und Deckel mit heißem Wasser, das mit einem Spritzer Spülmittel versetzt ist, aus. Dann stelle ich alles auf ein Backblech, das ich in den kalten Ofen auf mittlerer Höhe setze. Nun schalte ich den Backofen auf 140°C Unter- und Oberhitze ein, sobald der Ofen die Temperatur erreicht hat, lasse ich das Blech 15 Minuten drin.
Danach das Blech herausnehmen und die Gläser befüllen. Dazu stelle ich die Gläser immer auf ein Küchenhandtuch, besonders bei heißem Einfüllgut ist das wichtig, damit die Gläser nicht platzen. Die Gummiringe koche ich 5 Minuten in leichtem Essigwasser aus. 

Befüllen und Verschließen der Gläser
Damit der Rand sauber bleibt, benutze ich einen Einfülltrichter mit weiter Öffnung, für Flüssigkeiten einen normalen Trichter. Die Gläser werden stets nur bis maximal 1 cm unter den Rand gefüllt; beim Einfüllen von heißen Lebensmitteln die Gläser auf ein Geschirrhandtuch stellen, damit sie nicht platzen. Danach wird der Gummring sorgfältig in den Deckel eingelegt und das Glas damit verschlossen. Achtet darauf, daß der Gummring überall richtig sitzt. Nun wird das Glas mit zwei gegenüberliegenden Klammern verschlossen, ich nehme auch gern mal drei zur Sicherheit ;o)

[Basics] Einwecken mit dem Einweckautomat
Senfgurken und Mixed Pickles
Einsetzen in den Einkochautomat
Der Einkochautomat hat einen Kunstoffeinsatz, der direkt auf den Boden gelegt wird. Dieser verhindert den direkten Kontakt der Gläser mit dem Boden, in dem die Wärmequelle sitzt.
Gleichhohe Gläser sollten auf einer Ebene stehen. Gläser können direkt Glas auf Glas gestapelt werden. Nun wird soviel Wasser eingefüllt, daß die oberste Schicht Gläser zu gut 3/4 im Wasser stehen, ich fülle immer bis kurz unter den Rand. Das Wasser sollte ungefähr die gleiche Temperatur wie der Glasinhalt haben. Ist er warm, nimmt man warmes Wasser; ist er kalt, dann kaltes.

Stellen des Timers
Die Einstellung an einem Einkochautomaten ist ganz einfach. Man stellt einfach die gewünschte Temperatur ein und die Minuten, die bei dieser Temperatur eingekocht werden soll. Der Automat durchläuft dann ein Programm, indem er zuerst aufheizt und dann die gewünschte Zeit die Temperatur hält. Er schaltet sich danach automatisch ab.
Wenn Ihr einen Einkochautomaten ohne Timer habt, schaut bitte in die Bedienungsanleitung. Die Einkochzeit- und Temperatur ist sehr individuell, je nachdem, was man konservieren möchte. Hierzu gibt es in der Bedienungsanleitung oder im www Tabellen, ich gebe es zum Beispiel immer im Rezept an.

Herausnehmen der Gläser
Zuerst prüfe ich optisch, ob sich das Vakuum gebildet hat, und das geht ganz einfach: die Lasche des Gummirings zeigt in diesem Fall leicht nach unten. Ich lasse die Gläser kurz abkühlen und hole sie dann mit einer entsprechenden Zange, die es im Zubehör gibt, heraus und stelle sie auf ein Handtuch. Dort lasse ich sie komplett abkühlen und entferne dann erst die Klammern.

[Basics] Einwecken mit dem Einweckautomat

Aufbewahrung von eingeweckten Gläsern
Die beste Aufbewahrung ist kühl, z.B. im Keller und dunkel. Mangels Keller stehen die Gläser bei mir im dunklen Vorratsraum bei Zimmertemperatur und die Sachen, die wir gern zu Schnittchen vernaschen, auch in einer großen Schublade in der Küche.

Und wann kann ich nach der ganzen Arbeit endlich das erste Glas probieren?
Nun ja - das hängt ganz davon ab, wie lange Du Dich beherrschen kannst ;o)
Grundsätzlich lasse ich süßsauer Eingewecktes mindestens eine Woche, eher länger, durchziehen, ehe ich probiere. Fertige Gerichte können natürlich zeitnah aufgemacht werden, aber dann ist ja der Sinn des Einweckens dahin.

Und nun fragst Du Dich sicherlich, wozu der ganze Aufwand?
Vorräte anzulegen ist für mich aus folgenden Gründen genial:
  • mein eigener Geschmack steckt in jedem Glas
  • in jedem Glas steckt nur das, was ich reingetan habe - keine unerwünschten Zusatzstoffe
  • das Einkochen ist kostengünstig, wenn man saisonal und regional einkauft
  • es bringt Abwechslung, Flexibilität und Zeitersparnis in meinen Speiseplan
  • es läßt mich immer wieder neue Rezepte ausprobieren und kreativ werden
  • kurz - es macht einfach Spaß!
süßsauer Eingewecktes ~ unser Liebstes
Wir essen sehr gern abends gern Schnittchen, und die werden erst perfekt mit etwas Süßsaurem aus dem Glas wie z.B. Gewürzgurken oder Mixed Pickles.

Grundsätzlich hat sich hier bei mir eine Mischung aus Essig und Wasser im Verhältnis 1:1 bewährt. Essigsorten gibt es ja viele, ich verwende gern:
  • Apfelessig
  • weißer oder dunkler Balsamico
  • Kräuteressig
  • Tafelessig
  • weinwürziger Essig  
  • Fruchtessige
Es muß auf keinen Fall eine teure Sorte sein. Gern mische ich auch mehrere Sorten Essig zusammen, denn das kann einen tollen neuen Geschmack geben. Bei der Menge Zucker taste ich mir immer ran. Wenn ich z.B. 1 Liter Wasser und 1 Liter Essig ansetze, nehme ich ca. 200 g Zucker und 1 EL Salz und probiere erst, wenn der Sud aufgekocht ist. Er sollte schön süß-sauer schmecken. Hier eine genaue Angabe über den Zucker zu machen, halte ich für falsch, denn jeder Geschmack ist anders. Auch kann man Honig zum Süßen benutzen, das gibt nochmal eine schöne Geschmackvariante. Als Zucker kann man normalen Haushaltszucker, braunen Zucker oder Rohrohrzucker verwenden.

[Basics] Einwecken mit dem Einweckautomat

Und was kann man alles süßsauer einwecken?
Einwecken läßt sich vieles, ich habe bisher ausschließlich Gemüse probiert, z.B.:
  • Einlegegurken in allen Größen, die Großen eignen sich geschält sehr gut für Senfgurken
  • Salatgurken
  • Zucchini
  • Blumenkohl
  • Paprika
  • kleine Maiskolben
  • Champignons
  • Kürbis
Gewürze 
Es gibt viele Gewürze, die süßsauer Eingekochtes noch schmackhafter machen. Die meisten verwende ich in getrockneter Form, z.B.:
  • Senfsaat hell und dunkel
  • Piment
  • Pfefferkörner
  • Wacholder
  • Lorbeer
  • Chilischoten
  • Dill
Aber auch frische Kräuter können verwendet werden, z.B.:
  • Dill
  • Bohnenkraut
  • Thymian
  • Rosmarin
  • Chili
Im Handel gibt es auch schon fertige Einlegegewürzmischungen. Erlaubt ist, was gefällt und ein wenig experimentieren gehört hier absolut dazu, um seine Lieblingsmischung zu finden.

[Basics] Einwecken mit dem Einweckautomat

Die Rezepte meiner letzten Einkochaktion werde ich hier nach und nach veröffentlichen, es gibt aber auch schon einige Rezepte hier im Blog. Demnächst möchte ich mich auch an das Einkochen von Mahlzeiten wie z.B. Gulasch, Chili con Carne, Rouladen und Suppen heranwagen. Außerdem möchte ich noch Fonds und Tomatensugo einkochen... Ihr seht, es wird nicht langweilig und meine Gruschelkammer füllt sich und damit auch das Rezeptrepertoire hier im Blog.

Wir haben in der Nähe einen großen Bauernmarkt, der immer wieder günstige Angebote aus regionalem Anbau hat und danach richte ich meine Einkochaktionen. Außerdem findet sich auf Wochenenmärkten immer hervorragende Ware.

Linsen-Spätzle-Topf mit Fleischwurst

20.09.2017
Viele von Euch kennen bestimmt das schäbische Nationalgericht Linsen, Spätzle und Saitenwürstchen. Meine Variante ist dem zumindest ein bißchen ähnlich, aber weder sind es Alb-Leisa, die ich verwende, noch mache ich die Spätzle selbst, also heißt das Greicht bei mir ganz einfach Linsen-Spätzle-Topf. Statt der Saitenwürstchen gefiel es mir dieses Mal, Fleischwurst hinzugeben, Würstchen sind natürlich ebenso gut.

Linsen-Spätzle-Topf mit Fleischwurst

Zutaten
  • 1 Zwiebel, in feinen Würfeln
  • 50 g Bacon, in feinen Würfeln oder Streifen
  • 1 Mettende, Krakauer oder Rauchende, der Länge nach halbiert, in dünnen Scheiben oder einfach ein bißchen mehr Bacon
Zwiebel, Bacon und Wurst in einem großen Topf mit einem Schuß Öl oder einem Stich Butterschmalz andünsten, bis es leicht Farbe nimmt.  
  • 200 g Linsen ohne Einweichzeit, ich hatte je zur Hälfte Pardina- und Belugalinsen
  • 1 Bund Suppengrün, in feinen Würfeln
  • 1 TL Salz
Linsen, Gemüse und Salz zugeben und kurz mitschwitzen lassen.
  • 400 ml Hühner- oder Gemüsebrühe
  • 600 ml Wasser
Flüssigkeit angießen und dann 30-40 Minuten weichkochen, dabei mehrmals umrühren. Die Flüssigkeit sollte fast aufgenommen bzw. verdampft sein und das Linsengemüse schön rund sein. Mit Salz, Pfeffer und einem Schuß Essig, ich nehme am Liebsten Balsamicoessig, abschmecken.

Linsen-Spätzle-Topf mit Fleischwurst


Man kann es jetzt entweder über Nacht kaltstellen und am nächsten oder übernächsten Tag erwärmen, was ich absolut empfehle, oder sofort weiter zubereiten.
  • 100 g Spätzle oder andere Nudeln nach Wahl
Spätzle in Salzwasser garkochen, dann abtropfen lassen und zum erwärmten Linsengemüse geben.
  • 200 g Fleischwurst
Fleischwurst in Scheiben von 0,5 cm Dicke schneiden und diese nochmals vierteln und zusammen mit den Linsen und den Spätzle erwärmen.

Linsen-Spätzle-Topf mit Fleischwurst

Grüne-Bohnen-Suppe mit getrockneten Tomaten

15.09.2017
Usselswetter und Suppe - ich kann gar nicht oft genug sagen, wie gut das zusammenpaßt. Am Wochenende waren Rinderbeinscheiben bei unserem Metzger im Angebot und so habe ich eine schöne Rindfleischbrühe gekocht, die im Tiefkühler auf ihren Einsatz wartete. Daraus entstand eine Bohnensuppe, die ihren besonderen Pfiff durch die getrockneten Tomaten erhält.
Eigentlich wollte ich das Rezept gar nicht verbloggen und habe nur schnell ein Bild für Insta geknipst, aber sie war so lecker, daß ich es Euch nicht vorenthalten möchte.

Grüne-Bohnen-Suppe mit getrockneten Tomaten

Die Einlage koche ich übrigens in diesem Fall separat, denn Bohnen mögen gern ein bißchen mehr Salz, was die Brühe nur versalzen würde, und entsorge das Kochwasser danach.

Zutaten
  • 1 Rezept Rindfleischbrühe oder 1,5 l einer Brühe Deiner Wahl
  • 30 g getrocknete Tomaten, in kleinen Stückchen
  • eine Handvoll frisch gehackte, krause Petersilie
Die Rindfleischbrühe erwärmen, Tomaten und Petersilie zugeben und zugedeckelt auf ihren Einsatz warten lassen.

Zutaten für die Einlage
  • 500 g grüne Buschbohnen, geputzt gewogen, in 3 cm langen Stücken, alternativ könnt Ihr auch die breiten Stangenbohnen nehmen und diese schräg in Rauten schneiden
  • 400 g festkochende Kartoffeln, in Würfeln von ca. 1 cm Kantenlänge
  • 1 Bund Suppengemüse (Lauch, Möhre, Sellerie), in kleinen Würfeln
  • 2 Mettenden, in Scheiben (ich hatte 4 kleine, ca. 150 g)
Gemüse und Mettenden in einen Topf geben und mit Wasser bedecken. Zusammen mit 1 TL Salz zum Kochen bringen, Hitze reduzieren und mit aufgelegtem Deckel ca. 20-25 Minuten garen, bis die Bohnen nicht mehr quietschen. Auf einem Sieb abtropfen lassen und dann zur Brühe geben. Umrühren und genießen.

Alternativ zu den Mettenenden kann man auch Würstchenscheiben in die Suppe geben, diese kann man allerdings direkt mit der Brühe erwärmen, sie brauchen nicht beim Gemüse mitgekocht zu werden; evtl. muß man den Salzgehalt des Kochwasser um einen weiteren TL erhöhen, da die Mettenden ja in diesem Fall nichts abgeben.

Aufgewärmt am nächsten Tag schmeckt die Suppe nochmal so gut.

Spitzkohl mit Beurre manié

13.09.2017
Beurre Manié meint nicht mehr und nicht weniger als mit Mehl verknetete Butter, meist im Verhältnis 1:1, die zum Binden von hellen Saucen und Suppen dient - oder wie in diesem Rezept, um den Spitzkohl in eine wunderbar cremige Beilage zu verwandeln.

Spitzkohl mit Beurre manié

Zutaten
  • 15 g Butter
  • 15 g Mehl
Butter und Mehl mit einer Gabel verkneten und kaltstellen.
  • 1 gestrichener EL Zucker
  • 1 Stich Butter
  • 1 Zwiebel, in feinen Würfeln
Zucker mit der Butter in einer beschichteten Pfanne, zu der es einen Deckel gibt, karamellisieren. Zwiebel zugeben und anschwitzen, bis sie glasig wird.  
  • 1 Spitzkohl, ca. 750-800 g, geviertelt, entstrunkt, in 0,5 cm breiten Streifen
  • 1 TL Salz
Spitzkohl und Salz hinzugeben und anschwitzen.
  • 200 ml Wasser
  • 200 ml Hühner-oder Gemüsebrühe, ersatzweise Wasser  
  • 1 EL Essig, z.B. Apfelessig
Flüssigkeit angießen, aufkochen lassen und dann die Hitze reduzieren, daß es leicht köchelt. Mit aufgelegtem Deckel 45-60 Minuten schmoren, bis der Kohl schön weich ist; dabei gelegentlich umrühren. Nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken, dann die Mehlbutter unterrühren, Hitze etwas  hochstellen und den Deckel abnehmen. Unter häufigem Rühren andicken und 5-10 Minuten köcheln lassen, damit sich der Mehlgeschmack verliert. Der Spitzkohl sollte schön 'rund' sein, evtl. noch etwas Flüssigkeit zugeben, wenn es zu sehr eindickt.

Spitzkohl mit Beurre manié

Am Besten schmeckt der Spitzkohl aufgewärmt, man kann ihn aber auch direkt genießen. Wir essen gern etwas Deftiges wie ein Kotelett, Frikadellchen oder Bratwurst dazu. Ebenso schmeckt der Spitzkohl prima unter Pasta gemischt.

Spitzkohl mit Beurre manié

[Basics] Hackbällchen, Frikadellen, Buletten ~ viele Namen, (m)ein Grundrezept

01.09.2017
Überall in Deutschland und auf der ganzen Welt heißen sie anders, aber überall sind sie heißgeliebt: Hackfleisch, zu Bällchen oder Talern geformt, gut gewürzt und kross in der Pfanne ausgebraten. Auch wir lieben sie heiß und innig, einfach mal so zum Wegnaschen zum Abendbrot, auf einem Ausflug oder Buffet oder als Hauptgericht mit einem Kartoffel- oder Nudelsalat. Jeder macht sie anders, und da meine immer sehr gut ankommen, habe ich mich entschlossen, das Rezept mal für die Kategorie Basics aufzuschreiben.

Ein Wort zum Hackfleisch: bitte bitte kauf kein eingeschweißtes Hack, sondern hole es frisch vom Metzger des Vertrauens, Du wirst den Unterschied fühlen und schmecken und Dein Metzger wird Dir den Einkauf danken. Die Sorte ist egal, ich nehme bevorzugt ungewürztes Hackfleisch halb & halb von Rind und Schwein, weil ich so die Würze komplett selbst in der Hand habe. Es eignet sich aber auch jede andere Fleischsorte. Im Idealfall besitzt Du einen Fleischwolf und stellst Dein Hack selbst her. 

Die Würzung liegt natürlich ganz bei Dir und erlaubt es, die Hackbällchen immer wieder anders schmecken zu lassen. Dieses hier ist ein ganz einfaches Grundrezept, aber z.B. durch Zugabe einer griechischen Gewürzmischung machst Du im Handumdrehen Gyrosbällchen. Die Bällchen kann man dann auch noch mit Feta oder Mozzarella füllen. Oder Du versuchst mal die asiatische Richtung mit Ingwer, Knoblauch und Chili. Oder feurig mexicanisch mit Chipotle-Chili? Deiner Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Grundsätzlich bereite ich das Hack mindestens eine halbe Stunde vor dem Braten zu, damit es etwas durchziehen kann.

Zur Lockerung dient oft ein altbackenes Brötchen, das in Milch, Wasser oder Sahne eingeweicht wird, und dann ausgedrückt unter die Hackmasse gemischt wird. Ich bin davon überhaupt kein Fan und verwende immer Paniermehl, bevorzugt Panko. 

Und dann die Kapern. Für mich ein Muß und ich kann sie Dir wirklich nur ans Herz legen. Jeder, der meine Hackbällchen probiert hat, hat sie gelobt und wenn ich gesagt habe, daß Kapern drin sind, war die Verwunderung groß, weil viele überhaupt keine Kapern mögen.

[Basics] Hackbällchen, Frikadellen, Buletten ~ viele Namen, (m)ein Grundrezept

Zutaten
  • 1 große oder 2 mittelgroße Zwiebeln, in feinen Würfeln
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 TL Salz
  • 1 EL gehackte Petersilie oder Schnittlauch in feinen Röllchen
  • 1 EL Kapern, nach Möglichkeit kleine Nonpareilles, fein gehackt
Zwiebel und Knoblauch mit Salz in einer kleinen Pfanne glasig andünsten. Das Salz entzieht Wasser und läßt die Zwiebeln nicht so schnell bräunen. Petersilie oder Schnittlauch und Kapern dazugeben, kurz mitschmoren und die Masse dann auf einem kleinen Teller abkühlen lassen.

[Basics] Hackbällchen, Frikadellen, Buletten ~ viele Namen, (m)ein Grundrezept
  • 400 g Hackfleisch halb & halb
  • 3 EL Paniermehl
  • 1 Ei, Gr. M
  • 1 gehäufter EL Senf
  • 1 gestrichener TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Alle Zutaten zusammen mit der Zwiebelmischung in eine Schüssel geben und gründlich vermengen, dabei noch mit mehr Salz und Pfeffer abschmecken. Kurz stehenlassen, damit das Paniermehl und das Ei bindet und nochmals durchkneten, die Masse sollte kompakt aber dennoch locker sein. Evtl. noch etwas Paniermehl zugeben.Ich knete die Masse immer mit der Hand durch, so spüre ich die richtige Konsistenz am Besten. Wer das nicht mag, nimmt die Knethaken des Handrührgeräts oder eine Gabel.

[Basics] Hackbällchen, Frikadellen, Buletten ~ viele Namen, (m)ein Grundrezept

Hackmasse ca. 30 Minuten, gern auch länger, gut zugedeckelt im Kühlschrank durchziehen lassen.

[Basics] Hackbällchen, Frikadellen, Buletten ~ viele Namen, (m)ein Grundrezept

Aus der Hackmasse Bällchen oder Taler formen. Ich benutze zum Portionieren einen Eisportionierer mit 4 cm Durchmesser; dieser ergibt für mich die perfekte Größe. Ich drücke die zuvor zu Bällchen geformten Portionen leicht flach.Die Menge ergibt bei mir 15 kleine Hackbällchen, perfekt für Zwei zum Abendbrot und ein paar, um sie am nächsten Tag ins Büro mitzunehmen... wenn man sie nicht schon vorher wegnascht ;o)

[Basics] Hackbällchen, Frikadellen, Buletten ~ viele Namen, (m)ein Grundrezept

Zum Ausbraten Butterschmalz oder Öl in einer beschichtete Pfanne erhitzen und die Hackbällchen bei leicht reduzierter Hitze (bei mir 8 von 10) langsam kross ausbraten. Je größer die Hackbällchen sind, desto langsamer sollten sie gebraten werden, damit sie innen auch gut durch sind.

[Basics] Hackbällchen, Frikadellen, Buletten ~ viele Namen, (m)ein Grundrezept

Um sie noch krosser zu machen, kann man sie auch vorher noch in Paniermehl wenden. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und dann heiß, lauwarm oder kalt genießen, am Liebsten mit einem Klecks Ketchup oder Senf ;o)

[Basics] Hackbällchen, Frikadellen, Buletten ~ viele Namen, (m)ein Grundrezept