Röggelchen

24.05.2014
Der Rheinländer sagt: Dat Röggelchen kütt immer im Pärchen. Soll heißen: bestellt man eins, bekommt man automatisch zwei liebevoll aneinanderhängede Exemplare Brötchen mit Roggenanteil. Mein Rezept ist nicht so ganz original, aber dennoch köstlich.


In Köln ist die Bezeichnung schon seit dem 15. Jahrhundert belegt. Typisch ist es dort, das Röggelchen als halve Hahn zu verspeisen. Nicht mit, sondern als, denn das ist keinesfalls ein halbes Hähnchen, da ist schon  so mancher Tourist im Brauhaus drauf reingefallen.
De halve Hahn es en Röggelche met Kies, ahlem Holländer. Übersetzt heißt das, ein halve Hahn ist ein Roggenbrötchen mit einer ordentlich dicken Scheibe Goudakäse, dazu gibt es Gerwürzgurke, Senf (Mostert), Zwiebeln (Öllich) und natürlich ein Kölsch. 

Zutaten für den Vorteig
  • 320 ml lauwarmes Wasser
  • 1/2 Würfel frische Hefe 
  •  2 TL Zuckerrübensirup
  • 1 TL Zucker 
  • 1 TL Roggenmehl Typ 1050
  • 1 TL Weizenmehl Typ 550 
Alle Zutaten miteinander verrühren und 10 Minuten bei Zimmertemperatur quellen lassen. 

Zutaten für den Hauptteig
  • Vorteig
  • 430 g Mehl Typ 550 
  • 100 g Roggenmehl Typ 1050
  • 2 EL Essig 
  • 1 EL Öl 
  • 1 TL Salz 
Alles zusammen zu einem geschmeidigen Teig verkneten und zugedeckt bei Zimmertemperatur eine Stunde gehen lassen. Dann Teig wiegen und in 10 gleiche Stücke teilen, bei mir waren das je 90 g. Jedes Stück rundschleifen und immer zwei Stück eng aneinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.


Zutaten für die Kaffeestreiche
  • 3 EL Wasser
  • 1 TL lösliches Kaffeepulver
Wasser und Kaffeepulver miteinander vermischen und die Röggelchen damit zwei Mal rundherum mit einem Pinsel einstreichen. Backofen auf 240°C U/O vorheizen und dann die Röggelchen in der Mitte des Backofens 25 Minuten backen. Dabei zwei Mal mit Wasser aus einer Sprühflasche besprühen.