Zwei Flaschen des liebsten Altbieres, das hier in der Region sehr gern getrunken wird und aus einer wenigen noch exisiterenden Privatbraueren stammt, standen noch in der Vorratskammer und warteten auf Verwendung. Einfach so wegtrinken geht natürlich immer, aber ein feines Gulasch daraus kochen war die eindeutig schmackhaftere Alternative.
- 1 kg Gulaschfleisch (Rind, Kalb, Schwein), ich hatte je 500 g Rind und Kalb
- 1 EL Butterschmalz
Butterschmalz in einer großen Pfanne erhitzen und Flesichwürfel rundherum kräftig anbraten, bis es ordentlich Röstspuren hat, ich mache das in zwei Partien. Aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.
- 600 g = 5 große Zwiebel(n), geviertelt, je zur Hälfte fein und grob gewürfelt
- 100 g = 2 Stück Möhren, fein geraspelt
- 1 TL Salz
Zwiebel und Möhren mit dem Salz in die Pfanne geben und bei reduzierter Hitze unter gelegentlichem Rühren weichschmoren, bis alles leicht Farbe bekommt. Dieses kann 20 Minuten dauern und ist wichtig, damit die Zwiebeln schön süß und kräftig werden.
- 2 Zehen Knoblauch oder 1 Solozehe chinesischer Knoblauch, fein gehackt
- 2 EL Senf
- 1 EL Tomatenmark
- 1 gehäufter EL Majoran
- 1 TL Paprikapulver, edelsüß
Alle zu den Zwiebeln und Möhren geben und unterrühren.
meine Tips:- 500 ml Bier (Alt, Schwarzbier oder Weizen)
- 400 ml Kalbsfond
Backofen auf 160°C Umluft vorheizen und Bräter 2 bis 2,5 Stunden zugedeckelt auf einem Rost in der Mitte des Backofen garen; nach einer Stunde umrühren und abschmecken. Ich habe noch 1 EL Rübenkraut (Zuckerrübensirup) dazugegeben, weil mein Altbier sehr kräftig war. Nach zwei Stunden kann man dann anfangen zu prüfen, ob das Fleisch gar ist, es sollte butterweich sein und beinahe zerfallen. Je nach Größe und Fleischqualität kann das auch mal drei Stunden dauern. Wenn zuviel Flüssigkeit verdampft, einfach noch einen Schluck Fond oder Wasser angießen.
- am Besten schmeckt das Gulasch aufgewärmt am nächsten Tag
- wer keinen Alkohol verwenden möchte oder darf, kann auch Malzbier nehmen