Bohnen-Tomaten-Salat mit Feta

28.07.2016
Habt Ihr auch ein Vorratsregal oder sogar eine Vorratskammer, in der sich bei gelegentlichem Aufräumen immer Dinge finden, von deren Existenz man entweder gar nichts mehr ahnt oder nicht mehr weiß, wann, wo und wofür man sie gekauft hat? Ich habe mir meine Vorratskammer mal wieder vorgenommen, (um)sortiert und alles nach vorn gestellt, was unbedingt mal verbraucht werden muß. Darunter waren einige Dosen Bohnenkerne, die ich mir letztes Jahr aus der Toscana mitbebracht hatte. Cannellini und namenlose braune Bohnen habe ich ruckizucki zu einem leckeren Salat verarbeitet; nehmt Bohnen, die Euch gefallen, der Salat schmeckt mit allen Sorten sehr lecker.


Zutaten
  • 250 g Bohnenkerne, abgspült und gut abgetropft
  • 200 g Cocktailtomaten, geviertelt oder geachtelt
  • 100 g Feta, in kleinen Würfeln
  • 2 Schalotten, in feinen Ringen
Alle Zutaten vorsichtig in einer Schüssel miteinander mischen.


Zutaten für das Dressing
  • 2 EL Apfelessig
  • 4 EL Olivenöl
  • 1 Prise Zucker
  • 1 Prise Chiliflocken oder Pul Biber
  • Salz, Pfeffer
  • 1 EL gehackte Petersilie
Zutaten für das Dressing miteinander verrühren, zu den restlichen Zutaten geben und alles vorsichtig vermischen. Mindestens 30 Minuten, gern auch länger im Kühlschrank ziehen lassen.


Übernacht-Zwillingsbrötchen

27.07.2016
Bei Instagram habe ich diese tollen Übernacht-Brötchen gesehen und auf der Rezeptrecherche bin ich bei Lutz ausgekommen - ein Garant für gelingsichere Rezepte. Die Methode, Teig über Nacht im Kühlschrank gehen zu lassen, läßt die Verwendung von wenig Hefe zu und erzeugt durch die lange Reifung immer einen tollen Geschmack.


Zutaten
  • 500 g Weizenmehl, Type 550
  • 200 g Wasser
  • 100 g Vollmilch
  • 10 g Salz
  • 5 g Frischhefe
  • 5 g weiche Butter
  • 2 g Zucker
Alle Zutaten 5 Minuten auf kleinster und weitere 8 Minuten auf nächsthöhrere Stufe in der Küchenmaschine kneten lassen, bis ein fester, glatter und geschmeidiger Teig entstanden ist. 90 Minuten abgedeckt bei Zimmertemperatur gehen lassen, nach 45 Minuten einmal durchkneten.


Nach der Gehzeit den Teig erneut durchkneten und in 8 Portionen teilen, ich wiege den Teig dazu immer ab.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Teiglinge rund schleifen, je zwei Teiglinge  mit dem Schluß nach oben dicht aneinander legen. Blech in eine große Tüte geben (ich nehme einen unbenutzen Müllbeutel, gebe das Blech in den Kühlschrank, puste die Tüte leicht auf und verschließe sie mit einem Clip. Über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen. 


Am nächsten Morgen das Blech aus dem Kühlschrank nehmen und eine Stunde Zimmertemperatur annehmen lassen. Im Originalrezept soll man die Brötchen jetzt umdrehen; ich mag es allerdings, wenn die Brötchen aufreißen und so habe ich sie so auf dem Blech belassen. Brötchen tief einschneiden.


Backofen auf 230°C U/O aufheizen, das Blech auf der 2. Schiene von unten hineinstellen und auf den Boden etwas Wasser geben, um Schwaden zu erzeugen. Brötchen 20-25 Minuten backen, dabei nach 10 Minuten die Backofentür kurz öffnen, um den Schwanden abziehen zu lassen. Sofort nach dem Backen mit Wasser abstreichen oder einsprühen und auf einem Rost abkühlen lassen.

Wurst-Käse-Salat

26.07.2016
Wenn es so richtig heiß draußen ist, aber der Hunger trotzdem da, mache ich ab und an gern einen Wurstsalat, zu dem es dann ein Bütterken - ein Butterbrot - gibt. Das Rezept dient als Grundrezept und kann z.B. noch durch Radieschen in Stiften oder Scheiben, Paprika in Würfeln oder Streifen, Kräuter oder die Beimischung von anderen Wurst-oder Käsesorten verändert werden. Ich mag ihn nicht schwimmend in der Marinade, wer das mag, verdoppelt einfach die Zutaten. Ich verwende immer eine Geflügelfleischwurst, es geht natürlich auch jede andere. Auch Schinkenwurst, Mortadella oder Bierschinken schmecken sehr gut; hier einfach die Scheiben als Aufschnitt etwas dicker schneiden lassen.


Zutaten
  • 300 g Fleischwurst, in Streifen
  • 100 g Gouda (4 Scheiben), in Streifen
  • 4 Gewürzgurken, in feinen Scheiben oder Würfeln
  • 1 Zwiebel oder 2-3 Schalotten, in feinen Ringen

Alle Zutaten  miteinander vorsichtig vermischen. Beim Käse darauf achten, daß die einzelnen Streifen nicht aneinanderkleben.


Zutaten für die Marinade
  • 1/2 TL getrocknete Dillspitzen
  • 3 EL Kräuteressig
  • 5 EL Gurkenwasser
  • 2 EL Öl
  • Pul Biber oder Chiliflocken nach Belieben, ich nehme eine gute Prise
Zutaten zu den übrigen geben und alles vorsichtig gut durchmischen. Mindestens eine halbe Stunde im Kühlschrank, gern auch länger, durchziehen lassen.

Blumenkohl-und Brokkoliröschen mit Knusperkruste

25.07.2016
Als ich bei meinem Biokistenlieferanten Blumenkohl auf dem Bestellzettel fand, habe ich sofort zugeschlagen, denn der geht hier in allen Varianten. Nach einer cremigen Sauce war mir nicht, und so habe ich ihm eine Bröselkruste verpaßt, die sehr gut gepaßt hat und durch die Zitronennote schön sommerlich war.


Zutaten
  • 1 kleiner Blumenkohl  
  • 1 Brokkoli
Blumenkohl und Brokkoli in grobe Röschen teilen und diese in Salzwasser 10 Minuten kochen. Gründlich abtropfen lassen und die Röschen mit dem Strunk nach unten in eine Auflaufform setzen.

  • 30 g getrocknete Tomaten, in kleinen Würfeln
  • 30 g frisch geriebener Parmesan
  • 30 g Reibekäse
  • 50 g körniger Senf
  • 80 g geschmolzene Butter
  • Saft und Abrieb einer Biozitrone (wenn sie groß ist, nur eine halbe)
  • 3 gehäufte EL Kräuter (ich nehme 8 Kräuter TK)
  • 50 g Pankomehl, ersatzweise Semmelbrösel
Tomaten mit heißem Wasser übergießen und 2 Minuten quellen lassen. Wasser abgießen und dann alle Zutaten miteinander vermischen und die Masse auf den Röschen verteilen. 


Backofen auf 200°C Umluft vorheizen und die Auflaufform auf der 2. Schiene von unten 20 Minuten backen.

herzhafte Quark-Dinkel-Minigugl ~ mit einem Haps sind sie im Mund
[Instafreunde zu Gast]

23.07.2016
Meine Idee, meine Instafreunde sich hier mit einem Rezept verewigen zu lassen, gefällt mir immer mehr. Mal über den Tellerrand in fremde Kochtöpfe und Backöfen zu luschern kann ja nie schaden, und so habe ich heute Sandra zu Gast, die Ihr bei Instagram als sanni17377 findet. Liebe Sanni, Du hast das Wort...

Mein Name ist Sandra, 39 Jahre, aus Leverkusen, Mama von zwei tollen, fußballverrückten Jungs und seit fast 16 Jahren verheiratet mit einem fußballverrückten Mann! Ich koche und backe für mein Leben gern, kann nur sehr schwer an Koch-oder Backheften vorbeigehen, bin ein großer Jamie Oliver Fan! Mein Traum ist es,ein kleines Café zu eröffnen,in dem ich kleine,aber feine Köstlichkeiten anbieten kann. Und hier kommt das Rezept für meine Gugl, die ruckzuck gemacht sind und sooo vielfältig!  


Zutaten
  • 250 g Magerquark
  • 200 g Dinkelmehl (wahlweise eine Hälfte durch Dinkelvollkorn ersetzen)
  • 1 Ei, Gr. M
  • eine Handvoll kernige Haferflocken
  • 1 Zucchini, fein geraspelt
  • 1 Möhre, fein geraspelt
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • etwas Salz
  • Kräuter nach Belieben (ich nehme meistens Oregano und Thymian)
Den Ofen auf 180° Umluft vorheizen.
Alle Zutaten gut miteinander vermischen. Dann die Masse jeweils zur Hälfte in Mini-Guglhupf-Förmchen füllen; ich schwöre dabei immer noch auf meine Silikon- Mini-Guglform.
Mit Meeralz und Kräutern bestreuen und für ca. 20 Minuten im Ofen backen. In den Förmchen auskühlen lassen und dann herausnehmen und genießen.

Die Gugl lassen sich toll variieren, z.B.mit Oliven und getrockneten Tomaten, Möhren und Nüssen, Schafskäse und Peperoni..oder einfach mal pur...und eignen sich sehr gut für´s Grillbuffet.

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Liebe Sandra,

auch Dir ganz herzlichen Dank für Deinen Fußabdruck auf meinem Blog. Minigugl gibt es hier ja auch öfter im Greenwaycastle, aber die herzhafte Variante habe ich noch nie probiert. Das wird sich jetzt dank Deines Rezeptes bald ändern. Ich könnte mir gut vorstellen, sie noch mit einer Frischkäsecreme zu toppen.

BBQ-Röstkartoffeln aus dem Backofen

21.07.2016
Bei Thorsten aka BBQ Pit habe ich dieses tolle Rezept entdeckt und da ich mich für die Grillsaison, die ja bis jetzt gründlich ins Wasser gefallen ist, mit einigen Rubs eingedeckt habe, verwende ich sie jetzt eben auch viel Indoor. Röstkartoffeln oder Kartoffelecken habe ich schon in einigen Varianten gemacht, aber diese hier schmecken mir besonders gut. Dazu paßt prima Sour Creme oder ein ähnlicher Dip und obwohl sie eigentlich eine Beilage zum Grillen sein sollen, schmecken sie ohne Fleisch genauso gut.

 
Zutaten
  • 1 kg festkochende Kartoffeln, geschält, in Würfeln mit ca. 2,5 cm Kantenlänge
  • 2 EL BBQ-Rub nach Wahl (z.B. PitPowder von Ankerkraut)
  • 150 ml Wasser
  • 4 EL Olivenöl
  • Saft einer Zitrone
Zutaten bis auf die Kartoffelwürfel in einer Schüssel zu einer Marinade verrühren, Kartoffeln zugeben und umrühren, bis sie rundherum benetzt sind.
Backblech mit Backpapier auslegen; ich knülle das Backpapier und streiche es wieder glatt, damit es sich besser in die Ecken legt. Das Backpapier darf nicht zu knapp sein, da die gesamte Flüssigkeit mit auf das Blech gegossen wird; also am Besten einen kleinen Rand hochknicken. Ich benutze ein auseinanderziehbare Blech, welche ich nicht ganz auf die Backofenbreite ausziehe. Kartoffeln einlagig mitsamt der Marinade auf das Blech geben.


Backofen auf 200°C U/O vorheizen und ca. 50-60 Minuten backen, dabei alle 15 Minuten wenden. Beim Backen verdunstet die Flüssigkeit und die Marinade legt sich als Gewürzkruste um die Kartoffeln. Zum Schluß mit ein bißchen Fleur de Sel würzen.


Ich habe die letzten 10 Minuten die Temperatur auf 230°C erhöht, damit die Kartoffeln richtig knusprig werden. Da jeder Backofen anders backt, kontrolliert das bitte und entscheidet selbst.


Dazu schmeckt ein Dip aus Schmand, Quark oder Sour Creme, wahlweise mit Kräuter und ein grüner Salat. Oder man serviert die Röstkartoffeln als Beilage z.B. bei einem Grillabend.

gefüllte Portobello-Champignons mit Ziegenfrischkäse und karamellisierten Balsamicozwiebeln

20.07.2016
Wenn ich irgendwo Riesenchampignons entdecke, muß ich sie sofort kaufen. Sie sind fast schon fleischig im Geschmack und es läßt sich daraus ein prima Veggiegericht zaubern. Nachdem ich sie beim letzten Mal mit Spinat und Gorgonzola gefüllt habe, bekamen sie dieses Mal Ziegenfrischkäse und karamellisierten Balsamicozwiebeln spendiert; das gibt einen schönen Kontrast zwischen herzhaft und süß-sauer. Wenn Ihr keine Portobellos bekommt, nehmt einfach große, braune Champignons.


Zutaten
  • 5 Portobello-Champignons (Riesenchampignons)
  • Pfeffer, Salz, Pul Biber oder Chiliflocken
  • etwas Kräuterbutter oder Butter
Eine Auflaufform mit Öl ausstreichen und die Champignons mit der Kappe nach unten hineinlegen. Kräftig pfeffern, salzen und mit  Chili bestreuen. In jeden Champignon etwas Kräuterbutter bzw. Butter geben.


Backofen auf 200°C Umluft vorheizen und die Auflaufform auf einem Rost auf der 2. Schiene von unten 20 Minuten backen.
In jeden Champignon einen Ziegenfrischkäsetaler geben, diesen etwas zerbröseln und darauf einen gehäuften TL Zwiebeln geben.


Weitere 8-10 Minuten backen. Mit Schnittlauchröllchen oder gehackter Petersilie und etwas Chili bestreut servieren.


Dazu paßt ein grüner Salat, Baguette oder Reis.

karamellisierte Balsamicozwiebeln ~ Zwiebelmarmelade

19.07.2016
Für ein paar wunderschöne Portobello-Champignons war ich auf der Suche nach einer geeigneten Füllung und sofort kam mir dieses Rezept von Zorra in den Kopf. Ich habe ihr Rezept verdoppelt, was sich 1. wegen der langen Schmorzeit, 2. wegen der Vielseitigkeit und 3. wegen des fabelhaften Geschmacks auf jeden Fall lohnt - die ersten Löffelchen waren sofort aus der Pfanne wegverschnabuliert.

Die Zwiebeln gleichen hinterher einer Marmelade, die sich z.B. auf Burgern gut macht, aber auch auf einem Käse-oder Bratenbrot. Oder in dem Rezept mit Portobello-Champignons, welches morgen erscheint. Ich habe weiße gewöhnliche Zwiebeln verwendet, man kann das Rezept natürlich auch mit roten Zwiebeln oder Schalotten machen. Ebenso kann man die Zwiebeln auch anders und/oder nicht so klein schneiden, das bleibt ganz Euch überlassen.


Zutaten
  • 4 EL Raps-oder Sonnenblumenöl
  • ca. 8 mittelgroße Zwiebeln, geschält 500 g, in 0,5 cm breiten Segmenten
  • 2 EL flüssiger Honig (oder ein gehäufter EL cremiger)
  • 5 EL Balsamico-Essig
  • 1 gehäufter EL Senf
Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, zu der es einen Deckel gibt. Zwiebeln und Salz zufügen und 3 Minuten kräftig anschwitzen. Hitze reduzieren (bei mir 4 von 10) und mit aufgelegtem Deckel 15 Minuten schmoren, dabei alle 5 Minuten umrühren. Deckel entfernen, Hitze wieder hochstellen und braten, bis die Flüssigkeit verdampft ist und die Zwiebeln Farbe bekommen. Honig zugeben und unter Rühren karamellisieren. Mit Balsamico ablöschen und braten, bis es einreduziert ist. Senf unterrühren und abkühlen lassen.


Die Zwiebeln schmecken warm, lauwarm oder kalt.

bunter Couscous-Salat

18.07.2016
Den phantastischen Kısır aus Bulgur gibt es hier im Greenwaycastle immer mal wieder, und nun habe ich zum ersten Mal Couscous für einen Salat verwendet. Wer sich jetzt wie ich fragt, was denn der Unterschied sei:
Bulgur wird aus vorgekochtem Hartweizen- auch Weizengrütze genannt oder Dinkel hergestellt, der anschließend getrocknet und  in verschiedene Feinheitsgrade zerkleinert wird. Er ist beliebt in der Türkei und im vorderen Orient. Couscous dagegen wird hergestellt, indem man Grieß aus Hartweizen befeuchtet, zu kleinen Kügelchen zerreibt und in der Sonne trocknet.Man ißt ihn in überwiegend in Nordafrika. Allerdings haben es beide Sorten durch die vielen leckeren Rezepte auch nach Europa geschafft.


Zutaten
  • 100 g Couscous
Couscous in einem Meßbecher abwiegen und mit der doppelten Menge Wasser in einem Topf zum Kochen bringen. Wenn es kocht, von der Flamme ziehen, Deckel auflegen und 10 Minuten ziehenlassen.

  • 5 EL Olivenöl
  • Saft und Abrieb einer halben Bio-Zitrone
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1/2-1 TL Pul Biber oder Chiliflocken 
  • 1 TL Sumach
Zutaten miteinander in einer Schüssel vermischen und würzig abschmecken. Heißen Couscous zugeben, umrühren und abkühlen lassen.
  • 2 Frühlingszwiebeln, in feinen Ringen
  • 2-3 Tomaten, in groben Würfeln
  • 3 EL gehackte Blattpetersilie
  • 150 g Feta, zerbröselt
  • 1 Minidose Mais, abgetropft
Zutaten zum Couscous geben, vorsichtig vermischen. Abschmecken und in einer Schüssel oder auf einer Platte anrichten.

  • 50 g Feta 
Den Feta dekorativ über den Salat bröseln und nach Belieben noch mit etwas Sumach bestreuen. Kurz durchziehen lassen und genießen.


Wer mag, kann auch Paprika-oder Gurkenwürfel untermischen.

Johannisbeerkuchen mit Dinkelmehl ~ auch als Ribislkuchen oder Träubleskuchen bekannt
[Instafreunde zu Gast]

16.07.2016
Heute habe ich mitten im Juli eine novemberlady zu Besuch, und hinter diesem Account bei Instagram steckt Marianne, die mit einem tollen Kuchen vorbeigekommen ist. Er paßt genau zur beginnenden Beerensaison. Meine Liebe, Du hast das Wort...

Mein Name ist Marianne, bin Jahrgang 1967, verheiratet und Mutter eine 28jährigen Sohnes. Ich arbeite bei einem großen Spielwarenhersteller nicht weit von unserem Wohnort entfernt. Bei mir geht es nicht immer der Reihe nach. Zuerst habe ich ein Kind bekommen und groß gezogen, dann habe ich meinen Herzmann kennengelernt und geheiratet. Vor fünf Jahren haben wir uns einen Traum erfüllt und unsere Scheune zu einem Wohnhaus umgebaut.
Meine größte Leidenschaft ist unser großer Garten, die Gestaltung und Pflege machen mir unheimlich viel Spaß und entspannt mich ungemein. Wir genießen unser Leben, lachen gern und viel und mögen gutes Essen, daher koche und backe ich auch sehr gerne. Durch Instagram bin auf Tanja vom Greenwaycastle gestoßen und lasse mich immer gern von ihren Ideen inspirieren.

auch Marianne hat #pillefüße ;o)

 Zutaten für den Mürbeteig
  • 250 g Dinkelmehl, Type 630
  • 125 g Butter
  • 65 g Zucker
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • 1 EL Milch
Aus den angegebenen Zutaten einen Mürbeteig kneten und in Folie gewickelt 20 Minuten kalt stellen.
Den Mürbeteig ausrollen, in eine gefettete Springform (26 cm) legen und mit einer Gabel mehrmals einstechen.
  • 1 Handvoll Semmelbrösel oder gemahlene Nüsse 
Semmelbrösel oder Nüsse auf dem Boden verteilen.

Zutaten für den Belag
  • 500 g frische Johannisbeeren 
  • 4 Eier, Gr. M
  • 200 g Zucker
  • 125 gemahlene Mandeln
  • 1 Päckchen Vanillinzucker
Beeren waschen und von den Stielen abzupfen. Die Eier trennen, Eigelb mit etwas Zucker schaumig rühren. Die Eiweiß mit dem restlichen Zucker und Vanillinzucker zu Schnee aufschlagen. Die Mandeln unter die Masse rühren und zum Schluß die Beeren locker unterheben. Beerenmasse auf dem Boden verteilen. Backofen auf 190°C Umluft aufheizen und den Kuchen 60 Minuten backen.

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Liebe Marianne,

auch Dir ganz herzlichen Dank für Deine #pillefüße auf meinem Blog. Johannisbeeren werden hier meist zu Gelee verarbeitet, aber ganz ehrlich steht genau so ein Kuchen schon ganz lange auf meiner Nachbackliste. Und ihn mit Dinkel zu backen, finde ich eine ganz tolle Idee. Übrigens drücke ich den Mürbteig gleich in die Springform und stelle die dann kalt, weil ich immer beim Ausrollen mit dem kalten Teig kämpfe ;o)

Dreh-Dich-Um-Käsekuchen ~ Zauberkäsekuchen

12.07.2016
Dieser Kuchen, der aus einer Rührteig- und einer Käsekuchenschicht besteht, ist mir auch schon vor einige Zeit im Netz begegnet und endlich habe ich ihn ausprobiert. Nach ca. 15 Minuten im Backofen beginnt der Zauber dieses Kuchens: der Rührteig, der zuerst in die Backform eingefüllt wird und die Käsekuchenmasse, die obenauf kommt, tauschen ihre Plätze. Heraus kommt ein saftiger Kuchen, der auch am nächsten Tag noch richtig lecker schmeckt.


Zutaten für die Rührteigschicht
  • 120 g weiche Butter
  • 120 g Zucker 
  • 3 Eier, Gr. M 
  • 150 g Mehl
  • 1 gestrichener EL Backpulver (ich bevorzuge Weinstein-Backpulver)
Butter mit Zucker schaumig schlagen. Eier einzeln unterrühren, zum Schluß das mit Backpulver vermischte Mehl löffelweise unterrühren. Backpapier in den Boden einer Springform (26 cm rund oder 24x24 quadratisch) einfüllen, Rand leicht fetten. Teig einfüllen und gleichmäßig verstreichen.


Zutaten für die Käsekuchenschicht
  • 100 g Zucker
  • 3 Eier, Gr. M
  • 500 g Magerquark 
  • 40 g Speisestärke
  • Mark einer Vanilleschote
  • Abrieb und Saft einer Bio-Zitrone (bei großen Früchten nur eine halbe)
  • 100 g Butter, sehr weich, am Besten kurz erwärmt und wieder abgekühlt
Eier kurz mit Zucker aufschlagen, restliche Zutaten zugeben und gründlich miteinander vermischen. Masse vorsichtig auf den Rührteigboden gießen.

Backofen auf 175°C Umluft vorheizen und den Kuchen ca. 55 Minuten auf einem Rost auf der 2. Schiene von unten goldgelb backen. Sollte er dabei zu dunkel werden, mit Alufolie abdecken und Temperatur auf 160°C reduzieren. Backofentür öffnen und Kuchen auf dem Rost abkühlen lassen. Mindestens eine Stunde in den Kühlschrank stellen, damit er fest wird. Dann mit Puderzucker bestäuben und genießen.


Wer mag, hebt unter die Käsekuchenmasse noch vorsichtig eine Dose abgetropfte Mandarinen oder ein bis zwei kleingewürfelte Äpfel, bevor er sie auf den Rührteig gibt.

deftiger Krakauertopf ~ eine Art Würstchengulasch

11.07.2016
Als wir das Ausscheiden unserer Nationalelf bei der Euro2016 bei Freunden schauten, wurden allerleckerste Krakauer der Metzgerei Müller in Wattenscheid gegrillt. Meine Güte, waren die gut, da merkt man noch das gute alte Handwerk!
Dankbar nahm ich ein paar übriggebliebene Würste mit nach Hause (dickes Dankeschön nochmal an Olli), um sie am nächsten Tag zum Abendessen zu verwerten - solche doggy bags mag ich! Herausgekommen ist ein deftiger Krakauertopf mit einer Art Zigeunersauce, schnell gemacht und mit einem Brötchen zum Dippen eine perfekte Mahlzeit.


Zutaten
  • 5-6 Krakauer, ca. 550-600 g
  • 1 EL Butterschmalz 
Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und die Krakauer rundherum darin anbraten, bis sie schön Farbe haben; sollten sie dabei platzen, macht das nichts. Krakauer aus der Pfanne nehmen und schräg in knapp 1 cm dicke Scheiben schneiden. Beiseite stellen und abkühlen lassen.
  • 2 Gemüsezwiebeln, ca. 450 g, in 0,5 cm breiten Segmenten
  • 1 gestrichener TL Salz
  • 1 rote Paprika, ca. 150 g, in Streifen von 0,5 cm Breite
  • 5 kleine Gewürzgurken, der Länge nach halbiert und in dünnen Scheiben
  • 3 gehäufte EL Tomatenmark oder Paprikamark (Salca aus dem türkischen Supermarkt)
  • Harissapaste nach Bedarf (ich hatte einen halben TL)
  • 1 leicht gehäufter EL Mehl
  • 500 ml Gemüsebrühe
Gemüsezwiebeln und Paprika mit Salz in der Pfanne anschwitzen, Hitze reduzieren (bei mir 7 von 10) und langsam braten, bis alles weich ist und und beginnt, Farbe zu nehmen; dabei gelegentlich umrühren. Tomatenmark und Harissapaste zugeben und kurz mitbraten. Mehl darüberstäuben und unterrühren. Gemüsebrühe angießen, aufkochen und Hitze reduzieren. 10 Minuten zugedeckelt köcheln lassen, dann die Krakauer und die Gurke dazugeben, unterrühren und weitere 10 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer nochmals abschmecken und mit Baguette, Brötchen oder auch einem Landbrot servieren.

 

Anstelle von Krakauer können auch Würstchen verwendet werden. 

Backofenfisch mit Feta, Tomaten und Kräutern ~ Papierkram mal auf die ganz leckere Art und Weise
[Instafreunde zu Gast]

09.07.2016
Heute ist nicht Freitag, aber es gibt Fisch! Und zwar von meiner liebsten Marion aka Mickey, die Ihr unter bei Instagram unter dem Namen die_hansedeern findet. Sie betreibt auch einen tollen Blog, auf dem es noch mehr Rezepte und ganz viel Selbstgenähtes im maritimen Look gibt. Alles, was mit Wasser zu tun hat, ist ihr Ding - und das, wo sie auf dem Trockenen im Taunus lebt. Außerdem hat sie fast die gleiche 'Macke' wie ich, sie fotografiert immer wieder gern ihre Füße, vornehmlich auf wunderschönen Fliesenböden, die sie bei ihrer beruflichen Herumreiserei entdeckt. So, liebe Mickey, Leinen los, auf geht der Törn...

Papierkram, wie das Pangasiusfilet mit Feta, Tomaten und Kräutern aus dem Ofen ist genau das Richtige für ein fixes und herrlich leichtes Abendessen.


Zutaten
für den Kapitän und sein Smutje ;o)
  • 400 g Pangasiusfilet oder ein anderes Fischfilet nach Wahl
  • 2 Knoblauchzehen
  • 200 g Tomaten
  • 1 EL Petersilie
  • 200 g Feta
  • ein paar Zweige Thymian
  • 1 EL Zitronensaft
  • Meersalz
  • Pfeffer aus der mühle
  • Backpapier
Je einen Bogen Backpapier auf zwei ausreichend große, feuerfeste Teller oder Schalen legen. Das Fischfilet waschen, trocken tupfen, teilen und auf das Backpapier legen. Mit etwas kalt gepreßtem olivenöl beträufeln und kräftig mit Pfeffer aus der Mühle pfeffern. Knoblauch schälen, fein hacken und auf den Filets verteilen. Tomaten waschen, Stielansatz entfernen, in Scheiben schneiden, auf die Fischfilets legen und mit der gehackten Petersilie bestreuen. Feta über die Tomaten bröckeln und mit den Thymianzweigen belegen. Mit Olivenöl und ein wenig Zitronensaft beträufeln.


Das Backpapier zu Päckchen zusammenfalten. Im vorgeheizten Backofen bei 180°C U/O ca. 20 Minuten garen. Anschließend die Päckchen öffnen, das Backpapier grob beschneiden, nochmals pfeffern, mit Meersalz salzen und servieren. Wir haben frisches Ciabatta dazu gegessen.

Viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit!
Liebe Grüße
Mickey 
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Liebe Mickey,

auch Dir ganz herzlichen Dank für Deinen 'Fußabdruck' auf meinem Blog. Pangasius ist ja ein nicht ganz umstrittener Fisch, daher bitte ich, unbedingt die Herkunft zu hinterfragen und auf ein Bio-oder MSC-Siegel zu achten. Die Kombination mit Tomate und Feta gefällt mir sehr gut und die Zubereitung im Backpapier auch, das wird ausprobiert!

Brined Plated Chicken ~ gepökeltes plattiertes Hähnchen mit Röstgemüse aus dem Ofen

07.07.2016
Eine Brine ist zu deutsch eine Pökellake bzw. Salzlake, also ein Lösung von Salz in Wasser, die zum Einlegen bzw. Naßpökeln von Nahrungsmitteln wie Fleisch, Fisch und Gemüse dient. Neben der konservierenden Wirkung, die durch den steigenden Salzgehalt entsteht, bekommen sie auch einen intensiven Geschmack und Fleisch wird sehr saftig. 

Dieses Prinzip habe ich mir zu Nutze gemacht und ein wunderbares Bio-Hähnchen morgens eingelegt, um es abends im Backofen zu garen. Das Hähnchen sollten ca. acht Stunden mariniert werden; ich werde es das nächste Mal noch länger in der Brine lassen, damit es noch mehr Geschmack aufnimmt.

Meine Brine bestand neben Salz und Wasser auch aus Zucker, Gewürzen und frischem Knoblauch; ich habe sie am Abend vorher aufgekocht, damit sich Salz und Zucker auflösen und alles gut durchzieht.


Zutaten für die Brine
  • 3,5 l Wasser
  • 150 g Zucker
  • 200 g Salz
  • 1 TL Koriandersamen
  • 1 TL schwarze Pfefferkörner
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • 1 TL getrocknetes Basilikum
  • 2 getrocknete Chilischoten, ganz
  • 4 Lorbeerblätter
  • 8 Knoblauchzehen, geschält und in groben Stücken
Alle Zutaten in einem großen Topf am Vorabend aufkochen, Hitze reduzieren und 5 Minuten mit aufgelegtem Deckel auf kleiner Flamme kochen lassen. Herd ausschalten und zugedeckelt über Nacht auskühlen lassen. Am nächsten Morgen 
  • 1 Hähnchen, möglichst Bio-Qualität, ca. 1,5 kg
in einen großen Gefrierbeutel oder eine große Schale mit Deckel geben und mit der Brine übergießen. Bis zum Abend zugedeckelt im Kühlschrank ziehenlassen. Evtl. das Huhn mit einem Teller beschweren, wenn es nicht untergehen will. Sollte die Flüssigkeit nicht ausreichen, einfach mit etwas Wasser auffüllen, bis das Hähnchen bedeckt ist.

Am Abend eine Stunde vor Zubereitung den Gefrierbeutel bzw. die Schüssel aus dem Kühlschrank nehmen, aber das Hähnchen noch in der Brine lassen. Dann gründlich abtropfen lassen, trockentupfen und plattieren (s. Video). Da ich die Haut gern würzig mag, habe ich das Hähnchen noch von außen mit etwas Rapsöl und mit einem Trockenrub eingerieben; hier könnt Ihr nehmen, was Euch gefällt, eine Mischung aus Paprika und Salz ist z.B. einfach und gut.


Ich habe noch Röstgemüse mitgegart, auch hier könnt Ihr nehmen, worauf Ihr gerade Lust habt und was sich in Eurem Kühlschrank tummelt.


Zutaten für das Röstgemüse 
  • 1 rote Paprika, in groben Streifen
  • 1 Gemüsezwiebel, geachtelt
  • 10 kleine Kartoffeln mit Schale, halbiert
  • 8 kleine Möhren
  • 1 Bio-Zitrone, geachtelt
  • 2 Knoblauchknollen, Wurzel abgeschnitten
  • 2 EL Rapsöl
Alle Zutaten in einer Schüssel mischen und dann auf dem mit Backpapier ausgelegtem Backblech ausbreiten. Knoblauchknollen mit der Schnittfläche nach unten auf das Blech setzen. Alles leicht salzen.

Backofen auf  160°C Umluft vorheizen. Hähnchen mit der Brust nach auf einen Rost legen und in der Mitte des Backofens einschieben, direkt darunter das Blech mit dem Gemüse. 35 Minuten backen, dann das Hähnchen umdrehen und weitere 40 Minuten backen. Temperatur auf 200°C Umluft erhöhen und ca. 10-15 Minuten weiterbacken, bis die Haut knusprig und das Hähnchen schön gebräunt ist. Ich habe in den letzten 4 Minuten den Grill zugeschaltet.

Knoblauchzehen herausdrücken; sie schmecken wunderbar, wenn man die Kartoffeln damit 'vermatscht' oder sie auf einem Baguette dazu verstreicht; weiches Fruchtfleisch aus den Zitronen herausschaben und zum Gemüse geben.

Wer keine Zeit für die Brine hat, kann natürlich das Hähnchen auch einfach nur plattieren, würzen und dann backen.

Butter-Trio ~ Tomatenbutter, Honig-Senf-Butter,Kräuter-Knoblauch-Butter

05.07.2016
Nichts geht über ein Bütterken, also ein leckeres Brot mit Butter drauf. Und wenn dann die Butter noch in verschiedenen Variationen daherkommt, greift doch jeder doppelt gern zu. Auf einem Buffet sind sie wirklich der Renner und passen perfekt zum Beispiel zu einem Brötchenrad.



Zutaten
  • 500 g sehr weiche Butter
Butter aufschlagen, bis sie hell und cremig wird. In drei gleich Teile teilen.


Zuaten für die Tomatenbutter
  • 1 EL Tomatenmark
  • 15 g getrocknete Tomaten, fein gehackt
  • 1 TL Oregano
  • etwas Salz
Butter mit den Zutaten vermischen, mit Salz abschmecken.


Zutaten für die Honig-Senf-Butter
  • 1 TL körniger Senf
  • 2 TL mittelscharfer Senf
  • 1 gehäufter TL cremiger Honig
  • 1 TL getrocknete Dillspitzen
Butter mit den Zutaten vermischen. Evtl. nach Geschmack mehr Senf zufügen.


Zutaten für die Kräuter-Knoblauch-Butter
  • 3 gehäufte TL getrocknete Kräuter nach Wahl (ich empfehle den Kräutermix von Herrmann Gewürze)
  • 2 geriebene Knoblauchzehen
  • etwas Salz
Butter mit den Zutaten vermischen, mit Salz abschmecken.


Die Buttersorten in Schraubgläser abfüllen und ein paar Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen; früh genug wieder rausnehmen, sie sollte schön streichfähig sein.