[Resteküche] Rumfort-Nudelsalat ~ immer wieder anders, aber garantiert immer lecker

18.01.2018
Eigentlich wollte ich diesen Salat gar nicht posten, da ich ihn nach Feierabend aus vorhandenen Zutaten und Resten aus Gruschelkammer und Kühlschrank fix zusammengeworfen habe. Allerdings ist er so lecker geworden, daß ich Dich ermutigen möchten, auch einfach mal ein Rumfort-Salat zu kreieren. Rumfort kennst Du nicht? Alles, was rumliegt und fort muß, kommt hinein; so können Reste verbraucht werden und es entsteht ein immer anderer und bestimmt leckerer Salat.


Zutaten für die Sauce
  • 1 kleines Glas = 250 g Mayonnaise
  • 100 g Crème fraîche, alternativ Schmand oder ein rahmiger Joghurt
  • ein ordentlicher Schwapp Gurkenwasser
Mayonnaise, Crème fraîche und Gurkenwasser miteinander verrühren, es sollte leicht flüssig sein. Die Sauce kräftig würzen, ich schmecke sie mit Salz, Pfeffer, Pul Biber, meinem geliebten Gourmet-Kräutermix und Café de Paris-Gewürz ab; nehmt das, was Euch gefällt. Lecker ist zum Beispiel auch Currypulver.

[Resteküche] Rumfort-Nudelsalat ~ immer wieder anders, aber garantiert immer lecker
  • 300 g Nudeln nach Wahl
Nudeln in Salzwasser bißfest kochen. Auf einem Sieb abgießen, mit kaltem Wasser abspülen und abtropfen lassen.
  • 3 hartgekochte Eier, fein gehackt
  • 1 Minidose Mais
  • 1 Paprika, in kleinen Würfeln
  • 4 Gewürzgurken, der Länge nach halbiert und in dünne Scheiben geschnitten
  • 100 g Käse, in kleinen Würfeln
Alle Zutaten mit der Sauce mischen. Nudelsalat ein paar Stunde, besser über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen. 

[Resteküche] Rumfort-Nudelsalat ~ immer wieder anders, aber garantiert immer lecker

Der Salat kann immer wieder varriert werden, zum Beispiel mit Wurst- oder Bratenresten, Apfel, Zwiebel / Frühlingszwiebel, Erbsen und Möhren, Spargel, Champignons...

[Resteküche] Rumfort-Nudelsalat ~ immer wieder anders, aber garantiert immer lecker

ofengschmortes Ananas-Bacon-Sauerkraut

16.01.2018
Für selbstgeschmortes Sauerkraut finden sich schon einige Rezepte hier im Blog, so mein weltbestes, ofengeschmortes Sauerkraut, das ebenfalls ofengeschmorte Sauerkraut mit Ananas und Crème fraîche und auch ein rotes Sauerkraut.
Gestern morgen beim Durchstöbern der Gruschelkammer aka Vorratsraum fiel mit noch ein Päckchen rohes Sauerkraut in die Hände, das ich mir aus einem Werksverkauf in Cuxhaven mit gebracht hatte. Und passend dazu fielen mir die Nürnberger Rostbratwürstchen ein, die unbedingt wegmußte und verworfen war der Plan, einen türkischen Kartoffelsalat zu machen ;o)

ofengschmortes Ananas-Bacon-Sauerkraut
Zutaten
  • 500 g rohes Sauerkraut
  • 25 g Butterschmalz oder ein Schuß Rapsöl
  • 50 g Bacon, in feinen Würfeln
  • 2 Zwiebeln, fein gewürfelt
  • 3-4 Scheiben Ananas, frisch oder ersatzweise aus der Dose, kleingewürfelt
  • 1 TL Zucker
  • 2 Lorbeerblätter
  • 400 ml Gemsebrühe
  • 100 ml Ananassaft
Sauerkraut in ein Sieb geben, einmal kurz durchwaschen und dann abtropfen lassen. Butterschmalz und Bacon in einem kleinen, gußeisernen Bräter erhitzen, Hitze reduzieren und den Bacon auslassen, bis er gerade beginnt, Farbe anzunehmen. Zwiebel zufügen und anschwitzen. Sauerkraut zerzupfen und zufügen, ebenso Zucker und Lorbeerblätter. Gemüsebrühe und Ananassaft angießen, umrühren und aufkochen lassen. Backofen auf 175°C Umluft vorheizen und den zugedeckelten Bräter auf einem Rost in der Mitte des Ofens hineinstellen. Ca. 2 Stunden garen, dabei alle 30 Minuten umrühren und evtl. noch etwas Flüssigkeit nachgießen, damit es nicht anbrennt. Das Sauerkraut soll weich sein und etwas Farbe bekommen. Evt. noch mit Salz und Pfeffer abschmecken, ich habe das nicht gebraucht.

ofengschmortes Ananas-Bacon-Sauerkraut

Aufgrund der langen Garzeit lohnt es sich, gleich eine größere Menge zu schmoren, es schmeckt aufgewärmt sowieso fast noch besser als frisch aus dem Backofen.

ofengschmortes Ananas-Bacon-Sauerkraut

2widos op Jück ~ das Peace in Hamburg

13.01.2018
Shalömchen! Wenn man ein Restaurant in vier Tagen gleich zwei Mal besucht, dann muß es doch wohl gut sein, oder? Genau so ging es uns mit dem Peace im Hamburger Karolinenviertel, das ich im www entdeckt hatte.


Wir besuchten es gleich am Ankunftstag unseres letztjährigen Kurztrips zwischen den Jahren mit nicht allzu großem Hunger, aber umso neugieriger, wie der Laden wohl aussieht, der im Netz nur in den höchsten Tönen gelobt wird.


Gleich im Eingangsbereich schaut man in die halboffene Küche und wird von den Köchen begrüßt, bevor man in den eigentlichen Gastraum eintritt. Freundliche Bedienung nimmt einen in Empfang; da wir recht früh da waren, konnten wir einen Tisch wählen und entschieden uns für den Wintergarten.

 


Man sitzt hier rustikal an ganz einfachen Holztischen- und Bänken. An den Wänden ist wunderbares Glasmosaik verbastelt, die Beleuchtung macht das Ganze schön schwummerig gemütlich.


Die Karte liest sich sehr lustig, vom Aysche Rusitkal-Burger über Canneloony bis zum Hacklava ist alles dabei und die Preise äußerst angenehm. Mit einem Schmunzeln entschieden wir uns für die Oriental Tapas Platte, die ich schon im Netz gesehen hatte, dazu ein kühles Alsterwasser und ein Ayran mit Minze.



Was soll ich sagen? Ein bunt gemischtes Brett mit Köstlichkeiten, Friedensrollen und Fladenbrot bekamen wir serviert, das so reichlich war, um unseren kleinen Hunger zu stillen. Wir beschlossen, gleich für den letzten Abend einen Tisch zu reservieren und dann auch die Hauptspeisen zu probieren.




Natürlich nahmen wir wieder die Oriental Tapas Platte in der kleinen Ausführung, danach gab es für den Lieblingsmann einen superleckeren Burger mit Fries und Salat, für mich Gemüse à la Turca mit Reis, Bulgur, Salat und zwei Sößchen. Einfach nur yummy, wir kommen sicherlich beim nächsten Besuch wieder.

Und als Tip: um die Ecke auf der Marktstraße kann man wunderbar durch zauberhafte kleinen Läden bummeln.

Karolinenstraße 14 + 15
20357 Hamburg

U-Bahn-Haltestelle: Messehallen
Telefon 040 59458777
Öfnungszeiten
Di - Do 12:00 - 00:00 Uhr
Fr 12:00 - 02:00 Uhr
Sa 13:00 - 02:00 Uhr
So 13:00 - 00:00 Uhr

One Pot Pasta mit Spinat & Speck

11.01.2018
Einmal durch den Kühlschrank gefräst und zwei Stücke Parmesan gefunden - ja, wer hat die denn gekauft und dann nicht verbraucht?
Auf der Suche nach einer Verwertung fiel mir auf, daß ich schon ewig kein One Pot Pasta mehr gekocht habe. Und das, wo One Pot Pasta so flott geht und die Nudeln sich gleich beim Kochen herrlich mit den Aromaten vollsaugen und das Ganze schön cremig wird, da die Nudelstärke die Sauce bindet.

One Pot Pasta mit Spinat & Speck

Ruckzuck steht wieder mal ein absolutes Soulfoodgericht auf dem Tisch... oder wird von einem großen Teller direkt auf dem Sofa im Schneidersitz verspeist... ;o)

One Pot Pasta mit Spinat & Speck

Zutaten
für 3-4 Personen
  • 100 g durchwachsener Speck (Bacon), in Würfeln oder Streifen oder Kochschinken
  • 1 Gemüsezwiebel oder 2-3 normale Zwiebeln, halbiert und in schmale Segmente geschnitten
  • 2-3 Knoblauchzehen, fein gehackt, ich nehme eine Solozehe chinesischer Knoblauch
  • 1 TL Pul Biber oder Chiliflocken nach Belieben
Einen Schuß Öl in einer beschichteten Pfanne, zu der es einen Deckel gibt, erhitzen. Speck darin anbraten, bis er leicht Farbe nimmt. Zwiebel zufügen und ebenfalls anbraten, bis sie leicht Farbe nimmt. Knoblauch und wenn gewünscht Pul Biber zugeben und kurz mitbraten, der Knoblauch darf auf keinen Fall Farbe bekommen. 

One Pot Pasta mit Spinat & Speck
  • 250 g Pasta nach Wahl, ich hatte Barilla Maccheroni n.44 
  • 250 g Babyspinat
  • 300 ml Milch
  • 500 ml Wasser
  • 1 TL Salz
  • Pfeffer
Zutaten in die Pfanne geben, unter gelegentlichem Rühren aufkochen, Hitze reduzieren und mit aufgelegtem Deckel garen, bis die Pasta eben al dente ist; die Kochzeit hängt stark von der verwendeten Pastasorte ab. Dabei von Zeit zu Zeit umrühren, damit nichts anhängt. Einige beklagen, daß die Pasta bei dieser Kochvariante zu matschig wird, das kann ich nicht bestätigen. Es kommt wirklich darauf an, die Pasta nicht zu lang zu garen.

One Pot Pasta mit Spinat & Speck
  • 100 g grob geraspelter Parmesan
Parmesan untermischen und schmelzen lassen; nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken und direkt servieren.

One Pot Pasta mit Spinat & Speck

Ofen-Fisch mit Frankfurter Grie Soß-Kräuterknusperkruste

09.01.2018
Auch in diesem Jahr wird es sicherlich einige Varianten für Ofen-Fisch geben, denn diese Zubereitungsweise ist unkompliziert und lecker.

Ofen-Fisch mit Frankfurter Grie Soß-Kräuterknusperkruste

In meinem Lieblingssupermarkt gibt es in der Kräuterecke kleine Packungen mit gemischten Kräutern für Frankfurter Grüne Sauce. Diese Mischung enthält sieben Kräuter: Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch. Der Frankfurter an sich wird sicherlich lachen, denn wenn man diese Kräutermischung dort kauft, bekommt man ein dickes Bündel in Papier gewickelt in die Hand gedrückt; die 40 g allerdings reichen perfekt für eine Portion Fisch. Wer keine Mischung bekommt, der mischt einfach selbst; wenn dann die eine oder andere Sorte fehlt, ist das auch nicht schlimm ;o)

Ofen-Fisch mit Frankfurter Grie Soß-Kräuterknusperkruste


Zutaten
  • 500-550 g Fischfilet, z.B. Kabeljau oder Seelachs
Etwas Olivenöl in eine Auflaufform geben, leicht salzen und den Fisch hineinlegen.

Zutaten für die Knusperkruste
  • 50 g Butter
  • 2 Frühlingszwiebeln, der Länge nach geviertelt und in feine Streifen geschnitten
  • 40 g gemischte Kräuter für Frankfurter Grüne Soße (Grie Soß), fein gehackt
  • 6 gehäufte EL Panko, alternativ Semmelbrösel
  • 1 gehäufter EL körniger Senf
  • Saft und Abrieb einer halben Biozitrone
  • Salz und Pfeffer
Die Butter in einer kleinen Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin kurz andünsten. In eine Schüssel geben und mit den restlichen Zutaten vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken; wer mag, kann auch noch etwas Chiliflocken oder Pul Biber untermischen. Masse auf dem Fisch verteilen und leicht andrücken.

Ofen-Fisch mit Frankfurter Grie Soß-Kräuterknusperkruste

Backofen auf 200°C vorheizen und die Aufflaufform auf einem Rost 25-30 Minuten backen, bis die Oberfläche bräunt und knusprig ist.

Ofen-Fisch mit Frankfurter Grie Soß-Kräuterknusperkruste

Wir essen dazu am liebsten einen grünen Salat und Reis.

Gemüse-Hack-Suppe

07.01.2018
Die berühmte Käse-Lauch-Suppe kennt wohl jeder, dessen Partykarriere in den 80ern gegonnen hat. Wollte man auf der ersten eigenen Fete alle satt machen ohne großen Aufwand und Kosten, wurde einfach ein Riesenpott voll gekocht, reichte dazu Baguette und allen waren glücklich.
Dieses Rezept ist auch mit einem Hauch Schmelzkäse zubereitet, aber die sonstigen Zutaten sind mal was anderes. Sie schmeckt wunderbar cremig, ohne schwer zu sein und macht so richtig satt.

Gemüse-Hack-Suppe

Zutaten
  • 500 g gemischtes Hackfleisch (halb Rind, halb Schwein) oder Sorte nach Wahl
  • 4 gehäufte EL Tomatenmark
2 EL Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Hack darin krümelig anbraten, aber nicht zu sehr zerkrümeln; dabei kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Sobald es ordentlich Farbe hat, das Tomatenmark zugeben und kurz mit anschwitzen.
  • 1 Gemüsezwiebel oder 2-3 normale Zwiebeln, in feinen Würfeln
  • 500 g Kartoffeln, in 1 cm großen Würfeln
  • 500 g Möhren, der Länge nach halbiert oder geviertelt und in 0,5 cm breiten Scheiben
  • 1 Liter Gemüse- oder Fleischbrühe, Sorte nach Belieben
  • 1 ordentlich gehäufter EL getrockneter Majoran 
Gemüse-Hack-Suppe

2 EL Öl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebeln mit einem gestrichenen TL Salz anschwitzen. Kartoffeln, Möhren und Majoran zugeben und anschwitzen. Brühe hinzugießen, ebenso das Hack. Aufkochen lassen, dann zugedeckelt bei kleiner Hitze ca. 25 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist.
  • 1 Dose Kidneybohnen, abgegossen und gespült
  • 100 g Crème fraîche
  • 100 g Sahne-Schmelzkäse
Kidneybohnen hinzugeben und 5 Minuten köcheln lassen. Hitze ausschalten. Crème fraîche und Sahne-Schmelzkäse unterrühren und schmelzen lassen; nochmals abschmecken.

Mit etwas Baguette oder einem rustikalen Brot genießen. Die Suppe kann prima am nächsten Tag erwärmt oder auch eingefroren werden.

Gemüse-Hack-Suppe

Apfel-Butterkuchen mit Puddingpfützchen

02.01.2018
Willkommen in 2018! Wie schon in meinem letzten Rezeptpost des vergangengenen Jahres angekündigt, möchte ich ein bißchen mehr Süßes backen und habe dieses gleich Neujahr in die Tat umgesetzt. Im Kühlschrank schlummerten noch zwei Boskop-Äpfel und so fiel mir das Rezept mit den Puddingpfützen wieder ein,
Butterkuchen - Apfelkompott - Pudding, diese Kombi kann nur gut schmecken und wirklich, so einen leckeren Blechkuchen habe ich schon lange nicht mehr gebacken. Für uns zwei reicht ein halbes Blech bzw. mein Emailleblech mit einer Größe von 27x31 cm. Wer ein komplettes Blech backen möchte, verdoppelt die Zutaten.


Zutaten für das Apfelkompott
  • 500 g Äpfel, bevorzugt Boskop, geschält, entkernt, in feine Streifen geschnitten
  • 50 g Zucker, mehr oder weniger nach Belieben
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 100 ml Apfelsaft oder Wasser
  • 1 Msp. Zimtpulver oder mehr nach Belieben
Zutaten für das Kompott aufkochen und zugedeckelt einen Moment schmoren lassen, bis die Äpfel zerfallen. Offen weiterschmoren, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Mit einem Löffel durchrühren, so daß es ein Mus mit größeren Stücken wird. Wer es feiner mag, kann auch mit einem Pürierstab durchgehen. Das Kompott auskühlen lassen; man kann es auch schon am Vorteig zubereiten.

Ungeduld läßt grüßen - der Pudding ist noch nicht schnittfest ;o)
Zutaten für den Teig
  • 125 ml lauwarme Milch
  • 20 g Frischhefe
  • 50 g Zucker 
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 250 g Weizenmehl, Type 405 oder 550
  • 1 Prise Salz
  • 30 g Butter in Flöckchen
Mehl in eine Schüssel geben und in der Mitte eine Mulde formen. Hefe, Zucker und Vanillezucker in der lauwarmen Milch auflösen und in die Mulde geben. Mit etwas Mehl verrühren und zugedeckt 15 Minuten anspringen lassen. Mit den Knethaken des Handrührers oder in der Küchenmaschine zu einem Teig verkneten; sobald sich ein Teigball bildet, Butter und Salz hinzugeben und unterarbeiten. Teig mindestens 5 Minuten auskneten.  Backofen auf 50°C Umluft aufheizen, ausschalten und die Backofenlampe anlassen. Schüssel mit einem Küchenhandtuch abgedeckt auf einem Rost hineinstellen und eine Stunde gehen lassen. In der Zwischenzeit den Pudding herstellen.


Zutaten für den Pudding
  • 250 ml Milch
  • 25 g Zucker
  • 20 g Vanille-Puddingpulver
200 ml Milch mit dem Zucker in einem Topf zum Kochen bringen. Puddingpulver in den restlichen 50 ml Milch klümpchenfrei anrühren. Sobald die Milch kocht, einrühren und aufkochen lassen. In eine Schüssel umfüllen und mit Klarsichtfolie abdecken, damit sich keine Haut bildet. Pudding abkühlen lassen.


Das Backblech sparsam einfetten. Hefeteig halbieren, eine Hälfte auf die Größe des Blechs ausrollen und auf das Backblech legen, dabei eine kleinen Rand hochziehen. Apfelkompott darauf verteilen und dann die zweite Hälfte des Teigs ausrollen und drauflegen. Mit einem Finger tiefe Mulden dicht bei dicht hineindrücken. Pudding durchrühren und idealweiser in einen kleinen Spritzbeutel oder eine Gefriertüte umfüllen und davon eine kleine Ecke abschneiden. Pudding in die Mulden spritzen.
  • 50 g kalte Butter, in kleinen Würfeln
Butter zwischen die Puddingpfützchen in den Teig drücken.
  • 25 g Mandelblättchen, etwas zerkleinert oder gehackte Mandeln
  • 25 g Zucker
Mandeln und Zucker vermischen und den Kuchen damit bestreuen.

Backofen auf 175°C Umluft vorheizen und Kuchen ca. 30 - 35 Minuten goldgelb backen. Auskühlen lassen und leicht lauwarm genießen. Alternativ kann man das Apfelkompott auch weglassen und den Kuchen als Butterkuchen mit Puddingpfützchen backen.


Rezeptquelle: abgewandelt nach Petra von Chili und Ciabatta

Jahresrückblick 2017 ~ #foodblogbilanz17

01.01.2018
Traditionell schaue ich heute am ersten Tag des neuen Jahres auf mein vergangenes Bloggerjahr zurück und ziehe meine #foodblogbilanz2017, zu der Sabine wieder aufgerufen hat. Es sind weit weniger Rezepte online gegangen als in den Vorjahren, aber hey - das Ganze soll Spaß machen und nicht zu einem durchgeplanten Veröffentlichungswettbewerb ausarten. Schauen wir doch mal, was 2017 so gebracht hat:

1. Was war 2017 Dein erfolgreichster Blogartikel?
Das am häufigsten aufgerufene Rezept, das ich in 2017 veröffentlicht habe, ist der Schichtkohl aus dem Backofen. Am häufigsten von den Rezepten aller Zeiten wurden wie schon in 2016 auch die Laugenmuffins angeclickt, die die 250.000 Clicks überschritten haben. Meine Clickstars findest Du rechts unten in der Menüleiste. Dank Pinterest entwickeln sich manche Rezepte zu echten Rennern, ich mag diese Plattform sehr gern.


2. Welche drei Deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben Dir persönlich am meisten bedeutet?
Hier ist an erster Stelle ganz klar mein Geburstagsartikel zu nennen, denn Greenway36 wurde im vergangenen Jahr 5 Jahre alt. Was sich aus meinem kleinen Blog über mein Leben als eigenständiger Blog entwickelt hat, ist heute ein lieber Zeitvertrieb geworden, der viele Freunde gefunden hat und das macht mich wahnsinnig stolz.
Dann nenne ich stellvertretend für meine kleine Reihe WiNiWi die Übernacht-Bürli als Brötchen und Stängchen. WiNiWi steht für die Wohnorte Wien, Niedenstein und Winnekendonk und dahinter verbergen sich meine allerliebsten Drillingschwestern in der Ferne Ina und Nicole. Beide habe ich vor Urzeiten in der Bloggerlandschaft des Webs kennengelernt und mittlerweile ich daraus eine wunderbare Freundschaft ♥ geworden. In 2017 haben wir begonnen, synchron zu kochen und zu backen und diese Reihe wird auch in 2018 weitergehen.
Und als dritter Artikel bedeutet mir Sosta alle Colonne in San Gimignano ~ Wein, Öl, toscanische Küche und Gastfreundschaft pur sehr viel, denn darin stelle ich Euch unsere wunderbaren Freunde und Gastgeber in der Toskana vor.


3. Und welche drei aus anderen Blogs haben Dich am meisten inspiriert?
Inspiriert im Sinne von umgehauen und zum Nachmachen animiert hat mich kein Artikel eines anderen Blogs. Ich verfolge viele Foodblogger und schaue, was die so machen, allerlings kochen ich mehr oder weniger nach Lust und Laune und entwickele dabei meine eigenen Rezepte.

4. Welches der Rezepte, die Du 2017 veröffentlicht hast, hast Du selbst am häufigsten gekocht – und warum?
Am häufigsten gekocht habe ich Lasagne, denn sie läßt sich wunderbar vorbereiten und das mache ich oft sonntags, um montags zum Wochenbeginn ein leckeres warmes Essen ohne Aufwand auf den Tisch zu bringen. Angefangen hat es im Februar mit der Lasagne mit Crème fraîche nach Jamie Oliver, danach folgten in abgewandelter Form Zucchini-Lasagne mit Ricotta, Feta und Parmesan und Kohlrabi-Möhren-Lasagne mit Ziegenfrischkäse-Béchamel.


5. Was hat Dich im Zusammenhang mit Kochen, Essen oder Deinem Blog 2017 beschäftigt und warum? 
Mich hat das ganze Jahr über beschäftigt und sehr befriedigt, daß mein Blog werbefrei ist; dieses war eine wichtige und richtige Entscheidung für mich. Für jeden Krempel geben Blogger ihren Blog her, um ein paar Piepen zu verdienen oder auch oft nur, um das Produkt hinterher behalten zu dürfen. Ich bin so froh, daß ich mich davon losgesagt habe. Ich kann mir mein Küchenequipment, meine Lebensmittel und meine Reisen selbst leisten und muß mich nicht als Werbehure mißbrauchen lassen. Und nein, das ist keine Aussage einer gefrusteten Bloggerin, die keine Kooperiationsangebote bekommt und deswegen neidisch ist ;o)
Außerdem habe ich die Kommentarfunktion schweren Herzens komplett deaktiviert. Es hat einfach zuviel Zeit gekostet, die Kommentare zu moderieren, und direkt freischalten konnte ich sie auch nicht, weil viel zu oft Spam und Schmiereien ankamen. Schade, daß ich dadurch weniger Rückmeldung von meinen Lesern bekomme, aber per Mail und bei Insta bin ich ja jederzeit erreichbar.

6. Was war Deine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres – welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat Dir eine völlig neue Welt eröffnet?
Nun ja, völlig neue Welt eröffnet würde ich jetzt nicht sagen, aber das Einwecken mit dem Einkochautomat, den ich im Januar zum Geburtstag bekommen habe, hat mich durch das Jahr begleitet und wird in 2018 noch häufiger genutzt werden. Ich liebe einfach meine Vorratshaltung und während ich bisher nur Gemüse süßsauer eingeweckt habe, werden jetzt noch Fonds, Gerichte wie Gulasch, Rouladen, Bolognese und Suppen dazukommen.


7. Was war der beste oder lustigste Suchbegriff, über den Besucher auf Deinen Blog gekommen sind?
Lustiges habe ich hier leider nicht zu bieten, oft gesucht wurde nach tortilla salat, pulled pork backofen und dicke Waffeln - habe ich alles im Angebot (auch wenn sie mal dringend neuer Bilder bedürfen ;o)


8. Was wünschst Du Dir und Deinem Blog für 2018?
Ich wünsche mir, daß mir der Appetit sowohl wörtlich auf gutes Essen und im übertragenen Sinn auf neue Rezepte nie ausgeht. Und ich wünsche mir weiterhin so tolle Leser, die meinen Blog verfolgen und meine Rezepte ausprobieren. Es wird weiterhin so kunterbunt zugehen wie bisher; gebloggt wird, was auf den Tisch kommt und schmeckt - ungestylt und auf keinen Fall extra gekocht, nur um den Blog zu füttern. 

Dir wünsche ich ein tolles Küchen- und Lebensjahr
voller Freude, Gesundheit und Genuß!

Hab´es fein und lecker in 2018... Deine Tanja

Mandel-Obstkuchen mit Marzipanstreusel

26.12.2017
Ein absoluter Wunschkuchen zum Jahresende ist mir da noch aus dem Backofen gehüpft, saftig und knusprig zugleich. Kuchen gebacken habe ich in diesem Jahr wirklich nicht viel, vielleicht ändert sich das im nächsten Jahr, denn das Blogjahr 2017 ist ja schon fast vorrüber.

Mandel-Obstkuchen mit Marzipanstreusel

Im Rührteig für diesen Kuchen wurde ein Teil des Mehls durch gemahlene Mandeln ersetzt, in den Streuseln wurde Marzipan verarbeitet - mal was anderes. Als Obst kann man nehmen, was man selbst gern mag, bei mir waren es Kirschen und Aprikosen aus der Dose; es gehen aber auch frische Sorten wie Äpfel, Zwetschgen oder Birnen. Dosenobst sollte gründlich abtropfen. Nachdem man die Obstsorten auf das Sieb befördert hat, werden zuerst die Streusel zubereitet, und während diese kaltstehen (was sie noch knuspriger macht), ist schnell der Rührteig für den Boden hergestellt.

Mandel-Obstkuchen mit Marzipanstreusel

Zutaten
  • 1 kleine Dose Aprikosen, (ca. 420 g EW / 240 g Abtropfgewicht)
  • 1 Glas Sauerkirschen (ca. 720 g EW / 350 g Abtropfgewicht)
Beide Obstsorten gründlich auf einem Sieb abtropfen lassen, der Saft wird nicht benötigt. Aprikosen vierteln. 

Mandel-Obstkuchen mit Marzipanstreusel

Zutaten für die Streusel
  • 75 g Weizenmehl, Typ 405 oder 550
  • 100 g Marzipan, grob geraspelt
  • 40 g Zucker
  • 50 g kalte Butte, in kleinen Flöckchen
Aus den Zutaten mit den Knethaken des Mixers Streusel kneten.
  • 50 g Mandelblättchen oder gehackte Mandeln
Mandeln locker untermischen und die Streusel bis zur weiteren Verarbeitung kaltstellen.

Mandel-Obstkuchen mit Marzipanstreusel

Zutaten für den Teig
  • 125 g weiche Butter
  • 100 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 3 Eier, Gr. M
  • 100 g geriebene Mandeln
  • 100 g Weizenmehl, Type 405 oder 550
  • 1 TL Backpulver
  • 50 ml Milch
Butter und Zucker schaumig schlagen, bis die Masse hell und luftig wird. Eier nach und nach unterrühren. Mandeln, Mehl und Backpulver mischen und löffelweise unterrühren, dann noch die Milch. 

Backpapier in den Boden einer 26 cm Springform (oder 24x24) einklemmen. Rührteig einfüllen und verstreichen. Obst gleichmäßig darauf verteilen. Streusel darauf verteilen.

Mandel-Obstkuchen mit Marzipanstreusel

Backofen auf 180°C Umluft vorheizen und Kuchen auf einem Rost in der Mitte des Backofens 45 Minuten backen; dabei evtl. nach 30 Minuten mit Alufolie abdecken, damit er nicht zu stark bräunt.

Kuchen in der Form abkühlen lassen, nach Belieben mit Puderzucker bestäuben und dann genießen. Er schmeckt auch am nächsten oder übernächsten Tag noch richtig lecker.

Mandel-Obstkuchen mit Marzipanstreusel

geschmorter Tomaten-Wirsing mit Hackbällchen

24.12.2017
Während es auf fast allen Foodblogs nur so von weihnachtlichen Rezepten wimmelt, geht es bei mir in der Küche genauso weiter wie das ganze Jahr: einfach und lecker. Ich kann ehrlich gesagt keine Plätzchenrezepte, Gänsebrüste in Glückweinsauce und Spekulatiusdesserts mehr sehen und setze dagegen meinen geschmorten Wirsing, der durch die Zugabe von Dosentomaten mal einen anderen Twist bekommt und kombiniere ihn ganz einfach mit Hackbällchen. 

geschmorter Tomaten-Wirsing mit Hackbällchen

Zutaten
  • 1 Wirsing
Die Blätter des Wirsings einzeln lösen und die Blattrippe wegschneiden, es sollten ca. 600 g übrigbleiben. Die so halbierten Blätter aufeinander legen und in 2 cm breite Streifen schneiden. In kaltem Wasser waschen.
  • 1 Gemüsezwiebel oder 2-3 Zwiebeln in feinen Würfeln
  • 1 gehäufter TL Salz
  • 2-4 Knoblauchzehen, fein gehackt oder gepreßt
  • 1 gehäufter TL Zucker
Etwas Öl in einer großen beschichteten Pfanne, zu der es einen Deckel gibt, erhitzen. Zwiebel und Knoblauch mit dem Salz darin anschwitzen, dann den Zucker zugeben und kurz karamellisieren. Wirsing kurz abtropfen lassen und tropfnaß in die Pfanne geben. Umrühren und zusammenfallen lassen.
  • 1 Dose (400 g) geschälte Tomaten (ich nehme Mutti Pelati)
  • 1 Doseninhalt Wasser oder Gemüsebrühe
Mit einem Messer ein paarmal in der Dose hin und herfahren, um die Tomaten zu zerkleinern und zum Wirsing geben. Dose einmal mit Wasser oder Gemüsebrühe füllen und ebenfalls zugeben. Unter den Wirsing mischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und zugedeckelt bei kleiner Hitze und gelegentlichem Rühren schmoren lassen, evtl. noch etwas Flüssigkeiten zugeben, wenn sie verdampft ist.
  • 1 EL kalte Butter
  • 1 flacher EL Mehl
Butter und Mehl mit einer Gabel verkneten und zum Wirsing geben. Unter Rühren auflösen, so wird der Wirsing etwas gebunden und schön rund.

geschmorter Tomaten-Wirsing mit Hackbällchen

Zutaten für die Hackbällchen
  • 300-350 g Hackfleisch halb & halb
  • 1 TL Knoblauchgranulat
  • 1 TL Zwiebelgranulat
  • 2 gehäufte EL mittelscharfer Senf
  • 1 gehäufter EL Tomatenmark
  • 4 gehäufte EL Paniermehl (ich nehme Panko)
  • 1 Ei, Gr. M oder L
Alle Zutaten verkneten, mit Salz und Pfeffer kräftig würzen. Aus der Masser 12 Bällchen formen und diese rundherum in Öl oder Butterschmalz goldbraun anbraten. Du kannst  natürlich die Hackbällchen nach Gusto würzen, ganz so, wie es Dir am Besten schmeckt.

Wirsing nochmal abschmecken, auf eine Platte geben oder in der Pfanne belassen. Die Hackbällchen darauf platzieren.
  • 50 g Feta
Feta drüberbröseln und nach Belieben mit frisch gehackter Petersilie oder Schnittlauch garnieren.

geschmorter Tomaten-Wirsing mit Hackbällchen
 
Man kann das Ganze auch vorbereiten und in eine Auflaufform geben. Im Kühlschrank parken. Mit Alufolie abgedeckt bei 180°C langsam wieder erwärmen, das dauert ca. eine halbe Stunde. Am Schluß die Alufolie entfernen und kurz den Grill zuschalten.

geschmorter Tomaten-Wirsing mit Hackbällchen