Apfel-Toffee-Kuchen ~ was in einer Apothekenküche Leckeres entstehen kann [Instafreunde zu Gast]

20.08.2016
Schon wieder Samstag und ein weitere Instafreundin ist zu Gast im Greenwaycastle. Heute ist es jemand, dem die Kolleginnen und Kollegen den Spitznamen gegeben haben, unter dem sie auch bei Instagram zu finden ist, nämlich baerbelschlumpf. Sie bringt einen leckeren Kuchen mit und hat jetzt das Wort...

Ich bin Anja, bin Apothekerin und koche an fast allen Tagen in unserer klitzekleinen Apothekenküche für alle. Wir testen alles was uns so einfällt. Zu Hause koche und vor allem backe ich sehr gern mit meinen drei Kindern (7, 8 und 12). Unsere Apothekenküche besteht übrigens aus einer Miniküche mit zwei Platten und einer Mikrowelle. Ich hab den Kuchen das erste Mal auf Arbeit nebenbei gemacht als Wegzehrung für den Ausflug danach, mit allen Resten die sich in einer Apothekenküche so finde. Als das Foto im Urlaub entstanden ist, fehlten mir die Toffeestücke, aber der Kuchen hat trotzdem ganz toll geschmeckt.


Zutaten 
  • 3 Eier, Gr. M
  • 200 g Zucker
  • 200 g Mehl
  • 50 g gemahlene Mandeln 
  • 1/2 Päckchen Backpulver 
  • 150 g Sahne
  • etwas Vanillezucker, flüssige Vanille oder Vanillemark
  • 6-8 in kleine Stückchen geschnittene weiche Toffeebonbons
  • 2-3 Äpfel
  • 2-3 Esslöffel Zimtzucker
Eier und Zucker mit einem Schneebesen verquirlen. Mehl, Mandeln, Backpulver, Vanille und Sahne dazu geben und zu einem Rührteig verrühren. Den Teig in eine gefettete Form füllen und die Toffeestückchen darauf verteilen. Die Äpfel schälen und in Spalten schneiden, ebenfalls auf den Teig legen und mit dem Zimtzucker bestreuen. Backofen auf 180°C Umluft vorheizen und ca. 45 Minuten backen
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Liebe Anja,

das Rezept für diesen köstlichen Kuchen mußte ich unbedingt auf meinem Blog haben, er sieht einfach nur gut aus. Zur beginnenden Herbstzeit paßt er perfekt und sobald unser Obsthof wieder geöffnet hat, werde ich ihn ausprobieren. Ganz herzlichen Dank für Deinen Besuch auf meinem Blog.

2widos op Jück in Köln ~ gemütlich und gut frühstücken im Literaturcafé Goldmund in Ehrenfeld

19.08.2016
Mal wieder hat es uns nach Köln gezogen und natürlich haben wir auch wieder ein Café zum Frühstück getestet. Dieses Mal hat uns unser Kölner Optikerfreund Pierre das Literaturcafé Goldmund gleich um die Ecke seines Geschäfts empfohlen und wir wurden nicht enttäuscht. Das Café liegt etwas ab vom Ehrenfelder Trubel in der Glasstraße.


Man kann in dem großen Innenbereich sitzen oder auch draußen direkt am Café. Oder, was wir allerdings erst später entdeckt haben, über die Straße rüber in einer Art Biergarten. Es ist sehr ruhig in dieser Straße, so daß man überall gut sitzen kann.


Wir suchten uns also ein Plätzchen innen und saßen zwischen ganz vielen Büchern in der Reiseliteraturecke, was mich gleich mal die Mallorca-Bücher für den bevorstehenden Urlaub aus dem Regal nehmen ließ. Auch finden dort immer wieder Lesungen statt, die Termine findet Ihr auf der Homepage, die ich am Ende verlinke.



Wir bestellten Milchkaffee, Getreidemilchkaffee (ach, was liebe ich Cafés, die ihn anbieten), zwei Frühstücke Nr. 2 und einmal Rührei mit Schinken.

 


Alles schmeckte richtig gut, so daß wir auch über die Aufbackbrötchen hinwegsehen konnten. Schade, denn frische Bäckerbrötchen hätten es perfekt gemacht. 

Dennoch kann ich dieses Café uneingeschränkt empfehlen. Allerdings weiß ich nicht, was außerhalb der Schulfereien dort los ist, aber ein Plätzchen findet man bestimmt immer.

Glasstr. 2
50823 Koeln
Öffnungszeit: täglich von 08:00 bis 01:00 Uhr

Schwarzbrottaler mit Nuß & Frucht

18.08.2016
Nußbrote und ich, das ist auch so eine (un)heimliche Liebelei. Ich mag diese Art Brot besonders gern, weil sie einfach schon mit ein bißchen Butter oder Frischkäse bestrichen toll schmeckt. Wenn dann im Brot noch Trockenfrüchte sind, umso besser. Bei Nuß und Frucht könnt Ihr nehmen, was Ihr wollt und auch Mischungen verwenden; ich habe es mit Cranberries und Haselnüssen gebacken, die ich ganz gelassen habe. Wenn Ihr Früchte wie z.B. Pflaumen oder Aprikosen verwendet, schneidet sie vorher etwas klein, damit sie sich im ganzen Teig verteilen.
Die Variante, das Brot flach in einer 26er Springform zu backen, habe ich mir bei einem Bäcker hier abgeschaut. Natürlich könnt Ihr auch eine Kastenform nehmen, aber gerade diese langen, schmalen Scheiben sind mal was anderes. Das halbe Rezept müßte in eine 20er Springform passen.

 
Nuß: z.B. Haselnüsse, Mandeln, Pistazien, Cashew, Walnüsse, Nuß-Mix
Trockenfrüchte: z.B. Cranberries, Pflaumen, Aprikosen, Äpfel, Datteln, Feigen, Rosinen, Trockenfrüchte-Mix


Zutaten
  • 250 g Weizen- oder Dinkelmehl Type 1050
  • 140 g Weizen- oder Dinkelschrot
  • 140 g Roggenschrot
  • 25 g Kürbiskerne
  • 25 g Sesamkerne
  • 25 g Leinsamen
  • 125 g Sonnenblumenkerne
  • 100 g ganze Nüsse, z.B. Haselnüsse
  • 100 g Trockenfrüchte, z.B. Cranberries
  • 1 EL Salz
Alle Zutaten in eine Rührschüssel geben und gut vermischen. 

  • 500 g Buttermilch 
  • 125 g Zuckerrübensirup
  • 1,5 Würfel Frischhefe
Zutaten in einem kleinen Topf ganz leicht (!) erwärmen und rühren, bis sich die Hefe aufgelöst hat. Die Masse darf auf keinen Fall zu heiß werden, da die Hefe sonst abstirbt und nicht mehr geht. Flüssigkeit zu den trockenen Zutaten geben und auf kleiner Stufe vermengen, bis sich alles gut vermischt hat; der Teig ist sehr flüssig.


In den Boden einer 26er Springform Backpapier einklemmen, den Rand leicht fetten und mit feinen Haferflocken bestreuen. Teig einfüllen, glattstreichen und mit feinen Haferflocken bestreuen.


Backofen auf 150°C Umluft vorheizen und dann das Brot 2,5 Stunden auf mittlerer Schiene backen. Uns schmeckt es am Besten, wenn es nach dem Auskühlen in ein Geschirrtuch und Folie gewickelt über Nacht ruhen kann und erst am nächsten Tag angeschnitten wird.

gratinierte Matschkartoffeln mit Knoblauch, Parmesan und Bacon

16.08.2016
Eigentlich sollte es auf dem Blech gebackene, plattierte Kartöffelchen geben, aber die die Kartoffeln nicht so wollten wie ich, mußte ich ein bißchen umdisponieren. Herausgekommen ist zusammen mit Kräuterquark und einem Tomatensalat ein tolles Abendessen, man kann die Kartoffeln auch als Beilage z.B. zum Grillen nehmen.Wer es lieber veggie mag, läßt einfach den Bacon weg.


Zutaten
  • 1 kg kleine Kartoffeln
Kartoffeln mit Schale in Salzwasser weichkochen. Abgießen und pellen.
  • 6 EL Olivenöl
  • 4 Knoblauchzehen, gepreßt
  • 2 EL feingehackte, frische Petersilie oder Kräuter nach Wahl
  • 2 gehäufte EL frisch geriebener Parmesan
Zutaten in einer kleinen Schüssel mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wer mag, gibt noch etwas Chilipulver oder Pul Biber dazu. Kartoffeln in einer Auflaufform mit einer Gabel zermatschen, d.h. mehrfach zerteilen, aber nicht komplett zu Brei stampfen. Parmesanmischung zu den Kartoffeln geben und alles vermischen.
  • 6 Scheiben Bacon, in feinen Streifen
  • 2 gehäufte EL frisch geriebener Parmesan
Baconstreifen in einer Pfanne knusprig braten und über den Kartoffeln verteilen. Mit Parmesan bestreuen.


Backofen auf 220°C U/O aufheizen und die Auflaufform auf einem Rost in der Mitte des Backofens 15 Minuten backen. Dann für 5 Minuten Oberhitze oder Grillfunktion zuschalten, bis die Oberfläche goldgelb ist.


Fischfilet mit Fenchel-Tomaten-Haube aus dem Backofen

14.08.2016
Dieses Rezept kochte BAP-Sänger Wolfgang Niedecken vor Urzeiten in der Sendung Alfredissmo mit Afred Biolek und es war eins der ersten Rezepte damals auf vor fast 5 Jahren auf meinem Blog. Und Alfredissimo war auch die erste Kochsendung, die ich regelmäßig geschaut habe und zu der ich die Kochbücher gekauft habe. Lang lang ist´s her...
Seitdem habe ich es, obwohl es so herrlich unkompliziert ist, nicht mehr gekocht, aber heute kommt es zu neuen Ehren und vor allem: zu neuen Fotos, die dem leckeren Rezept gerecht werden. Ich habe ein frisches Fischfilet mit MSC-Siegel verwendet und kann immer nur appellieren, dieses auf zu tun.


Zutaten
  • 4 EL Olivenöl
  • 2 mittelgroße Zwiebeln, in kleinen Würfeln
  • 500 g Tomaten, enthäutet, entkernt, in kleine Würfeln
  • 2 Knoblauchzehen, gepreßt
  • 2 kleine Fenchelknollen, geputzt und entstrunkt ca. 500 g, in 0,5 cm breiten Streifen
  • 400 g Fischfilet nach Wahl, ich hatte Rotbarsch
  • 2 EL gemischte, gehackte Kräuter nach Wahl, ich hatte 8 Kräuter TK
  • Saft einer Zitrone
  • 2 EL Honig
  • Salz & Pfeffer
  • nach Belieben etwas Chilipulver, ich hatte 1/2 TL Pul Biber
Olivenöl in einer beschichteten Pfanne, zu der es einen Deckel gibt, erhitzen. Zwiebel und Knoblauch darin anschwitzen. Fenchel (und evtl. feingehacktes Fenchelgrün) und Tomaten hinzugeben und kurz anschwitzen, Kräuter, Zitronensaft und Honig hinzugeben. Kurz schmoren, mit Salz und Pfeffer und evtl. Chili abschmecken und bei reduzierter Hitze mit aufgelegtem Deckel 15 Minuten schmoren.


Fischfilet in eine leicht geölte Auflaufform nebeneinander legen. Fenchelgemüse darauf verteilen.


Backofen auf 180°C Umluft vorheizen und Auflaufform auf einem Rost 30 -35 Minuten backen, dann nochmal kurz für wenige Minuten Oberhitzen oder Grillfunktion zuschalten, bis alles goldbraun ist.


Dazu schmeckt ein grüner Salat und z.B. Reis oder auch ein Baguette sehr gut.

Pasta mit Brokkoli-Cashew-Sauce ~ eine (vegane) Sauce, viele Möglichkeiten
[Instafreunde zu Gast]

13.08.2016
Woohoo, Greenwaycastle goes vegan! Heute besucht mich Anna Lena, die Ihr auf Instagram als a_mon_ame findet und sie bringt ein Rezept für eine vegane Pastasauce mit - die weltbeste, wie sie selbst sagt. Mit vegan tue ich mir sehr schwer, auf Dauer wäre das nix für mich, aber wenn ich das Rezept so lesen, merke ich schon, daß mir das sehr gefällt und zum Nachkochen unbedingt anregt. Alle Zutaten lassen sich natürlich auch durch gewohnte nicht-vegane ersetzen. Anna Lena, Du hast das Wort...

Zu Gast bei den Pillefüßen - als sehr kleiner Account bei Instagram ist es mir eine umso größere Ehre hier dabei zu sein. Mein Name ist Anna Lena, ich bin 34 und komme aus dem schönen Braunschweig. Schon als Kind habe ich meine Leidenschaft fürs Kochen entdeckt - als ich nämlich (während meine Oma ein Mittagsschläfchen hielt) den ganzen Garten abgeerntet, fein säuberlich kleingeschnitten & in die Regentonne geworfen habe. Suppe für die ganze Nachbarschaft eben. Oma war not amused - aber, da sie selbst Köchin war, mein großes Vorbild. 


Das Rezept für Vollkorntagliatelle mit der besten veganen Sauce der Welt ist berechnet für 6-8 Personen. Die Mengenangabe für dieses Rezept ist absichtlich großzügig bemessen. Die Sauce eignet sich hervorragend, um sie auf Vorrat herzustellen. An einem Tag essen wir sie (wie hier beschrieben) als Pastasauce, am nächsten Tag bildet sie die Grundlage eines Auflaufs und am dritten Tag verfeinert sie eine Gemüsebeilage. 


Zutaten
  • 1/2 Brokkolikopf
  • 3 mittelgroße, mehligkochende Kartoffeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 100 g Cashewkerne
  • 3 EL Sesam
  • 2 EL Kokosöl
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • 2 EL vegane Margarine
  • 1 TL mittelscharfer Senf
  • 1 TL Gemüsebrühe
  • 80 ml Sojasahne
  • Muskat, Hefeflocken, Salz, Pfeffer
  • 1/2 Bund glatte Petersilie (oder andere Kräuter, je nach Belieben)
Den Brokkoli waschen und in kleine Röschen teilen. Die Kartoffeln ebenfalls waschen, schälen und in kleine Würfel schneiden. Alles in kochendem Salzwasser etwa 8 Minuten garen. Beim Abgießen 400 ml Kochwasser auffangen und zurück zum Gemüse in den Topf geben. Knoblauch fein schneiden, zusammen mit allen anderen Zutaten dazu geben und alles fein pürieren. Mit Muskat, Hefeflocken, Salz & Pfeffer abschmecken, fertig.


Ich habe dazu Vollkorntagliatelle gereicht, die ich zusammen mit der zweiten Hälfte des Brokkolikopfes gekocht hatte. Und da man kalorientechnisch manchmal eben an seine Grenzen gehen muss (Soulfood!), gab's noch geröstete Pinienkerne oben drüber. Ein schnelles und außerordentliches leckeres Abendessen.


Liebe Grüße, Anna Lena
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Liebe Anna Lena,

ich schicke Dir einen ganz herzlichen Gruß in meine alte Heimat, Braunschweig kenne ich wie meine Westentasche und liebe diese tolle Stadt. Auch Dir ganz herzlichen Dank für das tolle Rezept, was wirklich dazu anregt, mal öfter vegan oder zumindest vegetarisch zu kochen.

rotes Sauerkraut

11.08.2016
Ja, ich habe eine Schwäche für Sauerkraut. Seit Jahren benutze ich schon kein vorgegartes, sondern schmore rohes selbst nach Lust und Laune, je nachdem, wozu es gegessen werden soll. So hat es schon meine Mutter gemacht und diese oft übersäuerten, langweiligen Fertigsorten können niemals gegen ein selbstgeschmortes anstinken. Heute habe ich mal eine rote Variante für Euch mit Tomate und Paprika, die zu Fleisch und Fisch oder auch zu Pasta paßt.


Zutaten
  • 1 gehäufter EL Butterschmalz
  • 2 mittelgroße Zwiebeln, in feinen Würfeln
  • 2 Knoblauchzehen, gepreßt
  • 500 g rohes, mildes Sauerkraut, einmal gewaschen, abgetropt und zerzupft
  • 3 gehäufte EL Tomatenmark
  • 2 EL Paprikapulver, edelsüß
  • 1 TL Paprikapulver, geräuchert
  • 1 EL Zucker
  • 600 ml Gemüsebrühe
Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen, zu der es einen Deckel gibt. Zwiebeln und Knoblauch darin anschwitzen. Sauerkraut zugeben und kurz anschwitzen. Restliche Zutaten zugeben, anschwitzen und dann die Hitze reduzieren, so daß es nur noch leicht köchelt. Zugedeckelt ca. 45-60  Minuten unter gelegentlichem Rühren schmoren, bis das Kraut weich und die Flüssigkeit verdampft ist. Sollte zuviel Flüssigkeit verdampfen, noch etwas Wasser angießen. 

  •  1-2 EL Crème fraîche
Crème fraîche unterrüren, nochmals abschmecken und genießen.

 
Am Besten schmeckt das Sauerkraut, wenn es über Nacht gekühlt durchziehen kann und am nächsten oder auch übernächsten Tag aufgewärmt gegessen wird.

Bohneneintopf aus getrockneten Bohnenkernen

10.08.2016
So langsam habe ich das Gefühl, es wird Herbst. Schon morgens und auch manchmal den ganzen Tag wird es nicht richtig hell und weil vorgestern genau so ein Tag war, habe ich einen Topf voll Soulfood gekocht: Bohneneintopf. Ich mag ihn am liebsten, wenn der Löffel drin stehen kann und genau so ein Rezept hatte Klaudia auf Lager, ich habe es nur durch die getrockneten Tomaten gepimpt, was sehr lecker ist. 


Zutaten
  • 350 g Bohnenkerne nach Wahl, ich hatte einen Mix aus der Toscana
  • 2 l Wasser
Bohnenkerne über Nacht in Wasser zugedeckelt einweichen (ca. 8-10 Stunden).


Bei dunklen Bohnen oder einem Bohnenmix mit dunklen Bohnen empfiehlt es sich, das Einweichwasser abzugießen und frisches zum Kochen zu verwenden, da es stark getrübt ist; sind es helle Bohnenkerne, kann das Einweichwasser gleich weiterverwendet werden.


Wenn Ihr nicht soviel Zeit habt, die Bohnenkerne einzuweichen, gibt es auch eine Schnellmethode:
die Bohnenkerne im Wasser zum Kochen bringen und 2 Minuten kochen lassen. Topf von der Flamme nehmen und zugedeckelt 1-2 Stunden stehenlassen. Die Bohnen brauchen dann gut eine Stunde mehr Kochzeit, um weich zu werden.

  • 150 g Bohnenkerne 
  • 3 Mettenden oder andere Räucherwürstchen
  • 2 Scheiben Kasselernacken
  • 1 Scheibe geräucherter Bauchspeck
  • 1 EL getrocknetes Bohnenkraut
Zutaten zusammen mit den eingeweichten Bohnenkernen und Einweichwasser in einen großen Topf geben, zum Kochen bringen, Hitze reduzieren und 1,5 Stunden zugedeckelt köcheln lassen, dabei ab und an umrühren. Fleisch und Wurst aus dem Topf nehmen, kleinschneiden und zur Seite stellen.
  • 1 Bund Suppengrün (Möhre, Porree, Sellerie), in kleinen Würfeln
  • 500 g Kartoffeln, geschält gewogen, in kleinen Würfeln
  • 100 g getrocknete Tomaten, kleingehackt
  • etwas frische krause Petersilie, fein gehackt
Gemüse, Kartoffeln und Tomaten zu den Bohnen geben, salzen oder mit Gemüsebrühe und nach Wunsch mit 2 weiteren EL Bohnenkraut würzen und nochmals 30-40 Minuten köcheln lassen. Fleisch, Wurst und Petersilie zugeben, abschmecken und genießen. 


Der Eintopf schmeckt sofort gegessen sehr gut, aber aufgewärmt noch viel besser. Zum Erwärmen evtl. etwas Wasser zugeben, da der Eintopf noch zuzieht. Er läßt sich prima einfrieren.

Crème fraîche-Mürbchen

09.08.2016
Das heutige Rezept ist eine Mischung zwischen Brötchen und Keks und erinnert auch ein wenig an Scones. Die Mürbchen schmecken am Besten auseinandergebrochen und dann mit Butter oder Crème fraîche und etwas Marmelade oder Nutella bestrichen. Wir hatten sie noch leicht lauwarm zum Frühstück, aber auch zum Nachmittagskaffee passen sie perfekt. Aufheben kann man sie nicht gut, dann verlieren sie ihre schöne krosse Kruste, aber so lange halten sie auch gar nicht...


Zutaten
  • 300 g Mehl, Type 405
  • 10 g Weinsteinbackpulver
  • 1 EL Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • 1 Ei, Gr. M
  • 50 weiche Butter
  • 150 g Crème fraîche
Alle Zutaten 5 Minuten mit der Küchenmaschine zu einem geschmeidigen Teig verkneten. In 8 Portionen teilen, ich wiege den Teig dazu immer ab, um gleichmäßige Portionen zu erhalten.


Jede Portion zwischen den Handflächen runddrehen und etwas flachdrücken. Backblech mit Backpapier auslegen, jedes Mürbchen auf der Oberseite in Milch tauchen und mit etwas Abstand auf das Blech setzen. Mit einem scharfen Messer überkreuz tief einschneiden.


Backofen auf 180°C Umluft vorheizen und Mürbchen 15 Minuten backen. Temperatur auf 200°C Umluft erhöhen und weitere 15-20 Minuten backen, bis sie goldgelb sind und eine Kruste gebildet haben. Auf einem Rost etwas auskühlen lassen und genießen.

griechische Hackbällchen in Tomatensauce aus dem Slowcooker

08.08.2016
Eigentlich sollte es Hackbraten geben, aber beim Blogspaziergang fiel mir Anikós Rezept ins Auge und da ich meinen Slowcooker schon eine ganze Weile nicht mehr benutzt hatte, warf ich den Plan kurzerhand um. Ihr Rezept habe ich als Inspiration genommen und daraus griechisch gewürzte Hackbällchen gemacht, die nach der Zeit im Schmormonster supersaftig und zart waren. Jetzt weiß ich wieder, warum ich mir dieses tolle Teil angeschafft habe... ich habe übrigens einen Morphy Richards mit 3,5 l Inhalt.


Zutaten
  • 500 g Hackfleisch halb und halb
  • 1 großes Ei
  • 4 gehäufte EL Paniermehl (ich nehme Panko)
  • 2 EL Gyros-oder Suvlakigewürz
  • 1/2 EL Zwiebelpulver
  • 1/2 EL Knoblauchpulver
  • 1/2 EL Senfpulver
  • 1/4 TL Salz
  • Pfeffer
Hackfleisch mit den Zutaten gründlich verkneten und  kräftig abschmecken. Kleine Hackbällchen von ca. 4 cm Durchmesser formen und diese in Butterschmalz oder etwas neutralem Öl rundherum kurz anbraten, bis sie leicht Farbe nehmen; sie sollen nicht komplett durchgebraten und dunkel werden. Aus der Pfanne nehmen und in den Slowcooker geben.

Zutaten für die Sauce
  • 2 mittelgroße Zwiebeln, in feinen Würfeln
  • 700 g Passata (passierte Tomaten)
  • 100 ml Wasser
  • 1 kleine Dose Tomatenmark
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Zucker
  • Pfeffer
  • einige Blätter Basilikum, grob geschnitten
Zwiebeln in der Pfanne kurz anschmoren. Mit Passata aufgießen, Tomatenmark in die Flasche oder Dose zusammen mit dem Wasser geben und kurz durchschütteln, dann ebenfalls in die Pfanne geben. Mit Salz, Zucker und Pfeffer abschmecken, Basilikumzugeben und das Ganze über die Hackbällchen gießen. Vorsichtig umrühren, so daß alle Hackbällchen bedeckt sind. 3 Stunden auf high (oder 6 Stunden auf low) garen.

15 Minuten vor Ende nach Belieben noch 200 g Feta in die Sauce hineinbröseln und schmelzen lassen. Ebenso kann man die Hackbällchen mitsamt Sauce in eine Auflaufform geben und mit Reibekäse oder Feta überbacken.

Dazu schmeckt Reis, Nudeln oder auch ein Baguette, um die Sauce aufzutunken. Wer keinen Slowcooker hat, der kann das Ganze natürlich auch auf dem Herd bei ganz kleiner Hitze schmoren, ich würde sagen, da reicht dann eine Stunde.

Schüttelzwiebeln ~ roh marinierte Zwiebeln

07.08.2016
Nach dem phantastischem Schüttelgurkensalat gibt es heute ein weiteres Rezept, das über mehrere Stunden im Kühlschrank ziehen muß und dabei von Zeit zu Zeit durchgeschüttelt werden muß. Shake it baby, shake!

Zwiebeln mag ich roh eigentlich nur, wenn sie nicht zu dick geschnitten daherkommen, sonst sind sie mir meist zu scharf und hinterlassen einen unangenehmen Geschmack im Mund. Durch das Marinieren verlieren sie ihre bissige Schärfe, werden pikant würzig und einfach nur lecker. Sie schmecken z.B. auf Tomaten, auf einem Salat, aber auch auf einem Käse oder Wurstbrot. Und auch auf einem Burger machen sie sich gut. Oder vermischt mit dünn gehobelter Salatgurke oder Zucchini oder oder oder... probiert sie einfach mal aus!


Zutaten
  • 3-4 rote Zwiebeln, 200 g geputzt gewogen, in 2 mm dicken Scheiben
  • 2 EL Apfelessig
  • 2 EL Weißweinessig oder Branntweinessig
  • 2 EL Sonnenblumenöl
  • 1 EL Zucker
  • 1 gestrichener EL Salz
  • 1 gehäufter EL Petersilie, fein gehackt
  • 1/2 TL Pul Biber oder Chiliflocken
  • 1 EL Sumak nach Belieben
Zwiebelringe vereinzeln und mit den restlichen Zutaten vermischen. In eine Dose oder Glas mit Deckel geben und 3 bis 4 Stunden im Kühlschrank ziehenlassen, dabei immer wieder durchschütteln. Gern können die Zwiebeln auch länger ziehen und so schon am Vortag zubereitet werden. Zum Verwenden aus dem Sud nehmen oder am Besten die Zwiebeln auf einem Sieb abgießen.


Wenn Ihr keine roten Zwiebeln bekommt, nehmt einfach normale gelbe oder weiße.


Wir essen die Zwiebeln z.B. gern auf einem Tomatenteller. Dazu ein paar Tomaten in Scheiben schneiden und auf einer Platte auslegen. Leicht salzen und pfeffern und dann einige abgetropfte Zwiebeln darübergeben.


Lecker dazu ist ein Büffelmozzarella oder Feta und mit einem Butterbrot dazu wird daraus eine leckere Mahlzeit.

Schmandkuchen mit Aprikosen und Johannisbeeren ~ knusprig, cremig und fruchtig frisch zugleich[Instafreunde zu Gast]

06.08.2016
Hoch die Hände, Wochenende! Und wieder ein Gast im Greenwaycastle, der auch noch einen leckeren Kuchen mitbringt. Die Kombi von Mürbteig, Obst und Schmand ist eine meiner liebsten und so freue ich mich heute ganz besonders über das Rezept von Susanne, die jetzt das Wort hat...

Meine Backleidenschaft, die ich schon als Kind bei meiner Oma in der Küche entdeckt habe, wird aus Zeitgründen leider nur am Wochenende ausgelebt und dann gerne unter #wochenendkuchen in meinem Instagramaccount Tante_Dudi gepostet. Tante Dudi ist eine Wortschöpfung von einem unserer Neffen, der als Kleinkind Susi nicht richtig aussprechen konnte - der Neffe ist mittlerweile fast erwachsen - der Name hat sich aber fest bei Familie und Freunden "etabliert".
Den beim Backen anfallenden Kalorien versuche mit diversen sportlichen Aktivitäten entgegenzutreten. Meine größte Leidenschaft ist dabei das Schwimmen, das ich nach 20 Jahren Pool-Abstinenz  wiederentdeckt  habe. Es wird regelmäßg im Verein trainiert und ab und zu nehme ich auch an Freiwasserwettkämpfen teil.
Zudem schwinge ich mich gern auf mein Rennrad. Im August werde ich mich dann mal an einem Volkstriathlon versuchen - das Ganze dann übrigens in der Altersklasse 45+ ; )


Ursprünglich war das ein Rezept aus dem ZEITmagazin, welches ich aber abgewandelt habe.
Zunächst wird ein klassischer 1-2-3 Mürbeteig hergestellt, dem ich gerne noch ein Eigelb und eine Prise Salz zufüge.

Zutaten für den Mürbeteig
  • 300 g Mehl
  • 200 g Butter (kalt)
  • 100 g Zucker
  • 1 Eigelb, Gr M
  • 1 Prise Salz
Gut verkneten, in Frischhaltefolie einpacken und mindestens eine Stunde in den Kühlschrank stellen. Danach den Teig in eine Springform (26 cm Durchmesser) drücken (Boden und Rand). Boden mit einer Gabel mehrfach einstechen. 

Und nun zum Belag, am Besten eignen sich kleine halbierte Aprikosen oder/und Pflaumen, die natürlich entsteint sein sollten. Alternativ kann man aber auch diverse Beerensorten  nehmen.

Zutaten für den Belag
  • 750 g Früchte 
Dieses Mal habe ich für die Sommervariante Mini-Aprikosen und gut zwei Handvoll Johannisbeeren genommen, die der Rest des Haushalts seit zwei Tagen verschmäht hatte. Die Johannisbeeren haben sich als sehr erfrischend erwiesen und machten sich auch optisch gut.
Für die Schmandmischung werden folgende Zutaten verquirlt:
  • 200 g Schmand
  • 3 Eier, Gr. M
  • 100 g Zucker
  • 2 Eßlöffel Mehl
Der Mürbeteigboden wird nun optional mit 
  • 100 g gehackten, gehobelten oder gestiftelten Mandeln 
bestreut, das gibt den besonderen Crunch.
Danach kommen die Früchte  auf den Boden und darüber wird  die Schmandmischung verteilt. Der Kuchen kommt nun 40-45 Minuten in den zuvor vorgeheizten Ofen bei 180°C Umluft. Ggf. den Kuchen nach 20 Minuten mit Alufolie abdecken, falls er zu dunkel wird.
Nach dem Backen kann der Kuchen sofort wegschnabuliert werden oder auch weitere 1-2 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Ich persönlich mag ihn sogar am liebsten am Tag „danach“, da er dann richtig gut durchgezogen ist.

Gruß aus Düsseldorf
Susanne
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Liebe Susanne,

auch Dir auch ganz herzlichen Dank für Deinen Besuch auf meinem Blog. Bei diesem Kuchen weiß ich sofort beim Lesen des Rezeptes, daß er mir sehr gut schmecken wird, daher landet er sofort auf meiner Nachbackliste.

Klarapfelkonfitüre

05.08.2016
Kennt Ihr Klaräpfel? Wir hatten früher ein paar Bäume im Garten und ich habe mich immer auf den August gefreut, denn dann sind sie reif und können zu wunderbarem Kompott verarbeitet werden. Meine Oma schnitt sie immer in dünne Spalten und kochte diese mit wenig Wasser und Zucker auf, und wir aßen sie dann mit Joghurt. Klaräpfel schmecken roh sehr sauer und sind nicht lagerfähig (weshalb sie kaum noch zu finden sind), auf der anderen Seite sind sie sehr saftig und werden nicht schnell braun. Ich habe auf dem Markt wunderschöne Exemplare gekauft und sie zu einer leckeren Konfitüre verwandelt - fast ein Stück Kindheit im Glas.


Noch ein Wort zum Gelierzucker: ich verwende immer Bio-Gelierzucker 2:1, den ich z.B. bei DM von Alnatura kaufe. Bio deswegen, weil außer Pektin und Rohrohrzucker keine weiteren Zusatzstoffte drin sind wie bei anderen Gelierzuckersorten. 


Zutaten
  • 750 g Klaräpfel, in kleine Stücke geschnitten, geschält und geputzt gewogen
  • Saft einer kleinen Zitrone
  • 380 g Gelierzucker 2:1
Zutaten in einem Topf mischen und eine Stunde im Kühlschrank zugedeckelt Saft ziehenlassen. Dann auf den Herd setzen, unter rühren aufkochen und mit dem Pürierstab zerkleinern. 4 Minuten kräftig kochen lassen, dann in saubere Schraubgläser abfüllen. Diese 5 Minuten auf den Kopf stellen, dann wieder umdrehen und vollständig auskühlen lassen.


Wer mag, gibt noch etwas Zimt oder etwas Alkoholisches wie einen Schluck Calvados oder Amaretto dazu. Die Konfitüre schmeckt nicht nur auf Brot oder Brötchen, sondern auch in Joghurt gerührt sehr gut. Und wer keine Klaräpfel bekommt, nimmt einfach eine andere säuerliche Sorte.

Tomatensauce für Pizza & Pasta

04.08.2016
Letzte Woche habe ich mal wieder Pizza gebacken und dafür schon am Vortag eine sagenhaft leckere Tomatensauce gekocht. Die Pizze bzw. der Teig ist nicht so toll gelungen, aber die Tomatensauce werde ich jetzt immer so machen. 


Sie paßt auch hervorragend zu Pasta und ist einfach eine gute Grundlage. Für Pizza sollte man sie richtig dicklich einkochen, für Pasta kann sie etwas mehr Flüssigkeit haben. Wer möchte, kann eine größere Menge auf Vorrat zubereiten und einwecken, dann hat man sie immer griffbereit.


Zutaten
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 mittelgroße Zwiebel, in feinen Würfeln
  • 2 Knoblauchzehe, gepreßt
  • 400 g Tomatenpolpa oder stückige Tomaten (ich nehme Mutti)
  • 140 g Tomatenmark
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1/2 TL Papriakpulver edelsüß
  • 1/2 TL Paprika scharf
  • 1 TL Zucker
  • Saft einer halben Zitrone
  • 1 Teelöffel Oregano, getrocknet
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL Salz
  • Pfeffer
Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin anschwitzen. Tomatenmark zugeben und kurz mit anschwitzen, dann die Tomatenpolpa dazugeben. Aufkochen lassen, dann mit dem Pürierstab zerkleinern. Restliche Zutaten zugeben und ca. 20 Minuten bei kleiner Hitze bis zur gewünschten Konsistenz unter gelegentlichem Rühren köcheln lassen. Lorbeerblatt entfernen, in saubere Schraubgläser abfüllen, abkühlen lassen und bis zur Verwendung im Kühlschrank aufbewahren.



Wer einen Thermomix hat, kann die Sauce bequem auch darin zubereiten.

Zwiebel und Knoblauch bei Stufe 5 auf das laufende Messer fallen lassen. Runterschaben, Olivenöl dazugeben und 3 Minuten / 100 Grad / Stufe 2 ohne MB dünsten. Tomatenpolpa und Tomatenmark zugeben und 20 Sekunden / Stufe 10 zerkleinern. Restliche Zutaten zugeben und 20 Minuten / 90 Grad ohne MB, aber mit aufgelegten Garkörbchen als Spritzschutz zu einer dicklichen Paste einkochen lassen. Lorbeerblatt entfernen, in saubere Schraubgläser abfüllen, abkühlen lassen und bis zur Verwendung im Kühlschrank aufbewahren.