eingeweckte Mixed Pickles

24.10.2016
Meine Eltern hatten einen sehr großen Garten, der überwiegend mit Gemüse bepflanzt war und je nach Saison wurde immer viel für den Winter eingekocht. Ich liebe seitdem alles, was in Essigsud, am liebsten süßsauer, vor sich hinzieht, bis es z.B. zum Abendbrot mit Schnittchen gegessen wird.
Einkochen macht zwar Arbeit, aber ich mache immer mehrere Sorten an einem Tag und habe dann eine ganze Menge Vorrat, der mich ganz schön glücklich macht. Einkochen geht auch das ganze Jahr über, man muß sich nicht nur Vorräte für den Winter anlegen; zu jeder Jahreszeit gibt es günstig Gemüse, welches gern in Essigsud badet...


Mixed Pickles finde ich dabei besonders lecker, weil man eine kleine Auswahl an verschiedenen Gemüsen auf einen Schlag hat. Die Menge ergibt 6 Weckgläser mit 580 ml Inhalt; Du kannst natürlich auch kleinere oder größere Gläser benutzen. Statt Weckgläser können auch Gläser mit Schraubdeckel verwendet werden, die Vorgehensweise ist gleich.


Sauberkeit ist das höchste Gebot beim Einmachen
Die gründlich gespülten Gläser und Deckel auf ein Backblech geben, so daß sie sich nicht berühren. Das Blech in den ausgeschalteten Backofen geben und dann erst den Backofen auf 140°C U/O aufheizen. Sobald der Backofen die Temperatur erreicht hat, die Gläser noch ca. 15 Minuten im Backofen steriliseren. Im geschlossenen Backofen etwas abkühlen lassen. Bei Verwendung von Weckgläsern mit Deckel die Gummringe in Essigwasser 5 Minuten auskochen und gut abtrocknen.


Um zusätzlich zum süßsauren Sud eine Würze zu geben, kannst Du jetzt optional in jedes Glas geben:
  • 1 EL Senfkörner
  • 2 Pimentkörner
  • 2 Wacholderbeeren
  • 1-2 Lorbeerblätter
  • etwas frisches Bohnenkraut und/oder Dill 
  • 1 kleine getrocknete Chilischote (optional für die, die es schärfer mögen)
Zutaten Gemüse (alles geputzt gewogen)
  • 300 g Zucchini
  • 300 g kleine Einlegegurken
  • 300 g Möhren
  • 300 g Blumenkohl
  • 300 g Zwiebeln, idealerweise kleine Perlzwiebeln
  • 300 g Paprika
Das Gemüse putzen und in mundgerechte Stücke schneiden und abspülen, auf einem Sieb gründlich abtropfen lassen und in die Gläser verteilen.

Zutaten für den Sud
  • 600 ml Wasser
  • 500 ml Weißweinessig oder ein anderer heller Essig nach Wahl
  • 150 g Zucker
  • 2 gehäufte EL cremiger Honig
  • 1 gehäufter EL Salz
Alle Zutaten aufkochen und heiß abschmecken. Je nach Essig muß vielleicht noch etwas Wasser oder Zucker dazu, der Sud soll kräftig süßsauer schmecken. Sud auf das Gemüse geben, bis die Flüssigkeit einen guten Zentimeter unter dem Rand steht. Gummiring und Deckel auflegen und jedes Glas mit zwei Klammern fixieren.

Einwecken mit dem Automat (s. dazu auch meinen Basic-Post)
Gläser in den Automat stellen. Wasser in ungefährer Temperatur des Gläserinhalts einfüllen, bis die obere Lage der Gläser zu gut 3/4 im Wasser steht. Deckel auflegen und 30 Minuten bei 96 Grad mit der Automatik einwecken. Hierbei fängt die Uhr erst an zu laufen, wenn die Temperatur erreicht ist.

Einwecken im Backofen
Gläser nebeneinander, so daß sie sich nicht berühren, in eine Bratreine o.Ä. stellen. Diese auf einem Rost auf der untersten Schiene des Backofen stellen. Heißes Wasser in die Bratreine füllen, so daß es ca. 5 cm hoch an den Gläsern steht.

Backofen auf 175°C U/O einschalten und so lange backen, bis die Flüssigkeit zu perlen beginnt; bei mir dauerte das eine gute halbe Stunde. Gläser vorsichtig am besten mit einer passenden Zange herausholen und auf einem Küchenhandtuch auskühlen lassen. Ein untrügliches Zeichen dafür, daß sich das Vakuum gebildet hat ist, daß sich die Gummilasche nach unten biegt. Bei Schraubgläser ist der Deckel nach innen gewölbt und läßt sich nicht mehr eindrücken.


Nach dem Abkühlen Klammern entfernen und dunkel lagern und mindestens drei Wochen ziehen lassen. Ich weiß, eigentlich möchte man gleich ein Glas probieren, aber erst dann hat sich der Geschmack voll entwickelt ;o)

Übernacht-Dinkel-Buttermilchbrot mit Hirse

20.10.2016
Ich hatte ich mal wieder so richtig Lust, ein Brot anzusetzen, das ich aber erst am nächsten Tag zum Abendbrot frisch abbacken wollte. Herausgekommen ist ein wunderbar knackiges Dinkelbrot mit viel Geschmack, obwohl es nur mit Hefe auskommt. Die Hirse paßt ganz wunderbar dazu und knackt so schön, allerdings kann man sie auch durch andere Körner, Saaten oder z.B. Röstzwiebeln austauschen.
Gebacken habe ich auf meinem Pizzastein; dieser ist keine große Investition und liefert bei Brot, Brötchen und natürlich auch Pizza beste Backergebnisse - vorausgesetzt, man heizt ihn so richtig vor dem Backen auf.


Zutaten
  • 500 g Buttermilch, lauwarm
  • 5 g Frischhefe
  • 12 g Zucker
  • 300 g Dinkelmehl, Type 1050 (ersatzweise Type 630), alternativ Weizenmehl Type 1050
  • 350 g Dinkelvollkornmehl, alternativ Weizenvollkornmehl
  • 100 g Hirse 
  • 15 g Salz
Hefe und Zucker in der Buttermilch auflösen. Mehle in die Rührschüssel der Knetmaschine geben, Buttermilchmischung zufügen und auf kleiner Stufe verkneten, bis sich alles verbunden hat. Hirse und Salz zugeben und 8 Minuten zu einem geschmeidigen Teig verkneten; der Teig ist sehr feucht.

Backofen mit einem Rost auf unterster Schiene auf 50°C Umluft aufheizen, ausschalten, aber die Backofenlampe angeschaltet lassen. Schüssel mit einem Geschirrhandtuch zugedeckt 2 Stunden gehen lassen; dabei nach jeweils 30, 60 und 90 Minuten falten.

Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche rundwirken und in ein ausgemehltes Gärkörbchen mit dem Schluß nach oben geben. 20-24 Stunden in einer Tüte, die man leicht aufpustet und mit einem Clip verschließt, im Kühlschrank parken.


Am nächsten Tag Pizzastein auf einem Rost auf der 2. Schiene von unten 30 Minuten bei 250°C U/O aufheizen. Das Körbchen zeitgleich aus dem Kühlschrank und aus der Tüte nehmen und Zimmertemperatur annehmen lassen. Pizzaschieber gut mehlen und Teig vorsichtig draufkippen. Brot von oben mehlen und nach Wunsch einschneiden; man kann auch den Schluß nach oben nehmen, dann reißt es schön natürlich auf. Brot mit Hilfe des Schiebers auf den Pizzastein befördern und auf den Boden des Backofens ein halbes Glas Wasser gießen, um Schwaden zu erzeugen.
!0 Minuten backen, dann Tür kurz weit öffnen, um den Schwaden abziehen zu lassen. Temperatur auf 190°C reduzieren und weitere 45 Minuten backen. Das Brot ist fertig, wenn sich beim Klopfen auf die Unterseite hohl anhört. Auf einem Rost auskühlen lassen und genießen.


Ich empfehle, das Brot am selben Tag zu verzehren; am nächsten Tag schmeckt es mir nur geröstet.

Paprika-Gewürzmischung für Fleisch und Geflügel

19.10.2016
Ich gestehe: seit ewigen Zeiten würze ich meine Schnitzel mit einer Gewürzmischung eines großen Konzerns, der u.a. für seine Flüssigwürze bekannt ist. So machte es meine Mutter, und da sich Geschmack in der Kindheit einprägt, habe ich es jahrelang so beibehalten. Da ich aber in der letzten Zeit verstärkt auf unnütze Zusätze in Lebensmitteln achte, habe ich mir hierfür einen schmackhaften Ersatz gebastelt. Wer braucht schon Mononatriumglutamat, Hefeextrakt oder Palmfett in seinem Essen?


Die Würzmischung eignet sich für Schnitzel (paniert oder unpaniert gebraten) und auch ganz hervorragend für Geflügel oder Frikadellen. Nach Belieben kann man die ein oder andere Zutat erhöhen oder weglassen und natürlich auch noch ein bißchen Schärfe zufügen. Ich mische immer nur diese relativ kleine Menge an für unseren 2-Personen-Haushalt, natürlich lohnt sich auch bei mehr Bedarf das Anmischen des vielfachen Rezeptes. Zum Bestreuen von Fleisch und Geflügel füllt man die Gewürzmischung am Besten in einen Streuer.
Wer mag, spielt noch mit ein paar Gewürzen mehr wie Selleriesalz, Kreuzkümmel, Chiliflocken oder Pul Biber oder Ähnlichem. Seid mutig und probiert doch Eure ganz eigene Gewürzmischung aus! Diese läßt sich übrigens schön verpackt und etikettiert auch super verschenken und ist etwas ganz Besonderes.

Zutaten
  • 25 g grobes Meersalz
  • 5 g schwarze Pfefferkörner
  • 5 g brauner Zucker 
Alle Zutaten im Mörser zermahlen. Die Mischung durch ein feines Teesieb geben und die groben Teile, die im Sieb verbleiben, nochmals in den Mörser zurückgeben. Zerkleinern und evtl. wiederholen, bis alles durch das Sieb geht.
  • 30 g Paprikapulver, edelsüß
  • 15 g Zwiebelpulver, granuliert
  • 5 g Knoblauchpulver, granuliert
  • 5 g Currypulver
  • optional 5 g Paprikapulver, geräuchert oder scharf
Gewürze in den Mörser geben und alles gründlich mit einem Löffel vermischen.

Ofen-Fisch mit Tomaten-Champignon-Käseknusperkruste

18.10.2016
Ofen-Fisch gibt es immer, wenn ich Lust auf Fisch, aber keinesfalls auf die Braterei habe. Der Fisch kommt roh in die Auflaufform, die Knusperkruste obenauf und ab geht es in den Backofen. Hier im Blog finden sich schon Rezepte mit Champignon-Senfkruste und mit  Kräuter-Knusperkruste und heute kommt noch die Variante mit sonnengetrockneten Tomaten, Champignons und Käse hinzu. Statt Seelachs könnt Ihr natürlich auch eine andere Fischsorte benutzen. 

Ofen-Seelachsfilet mit Tomaten-Champignon-Käseknusperkruste

Zutaten
  • 2 EL Olivenöl
  • 300 g Champignons, in kleinen Würfeln
  • 1 große oder 2 mittelgroße Zwiebeln, in feinen Würfeln
  • 2-4 Knoblauchzehen, gepreßt 
Olivenöl in einer beschichteten, mittelgroßen Pfanne erhitzen und Champignons, Zwiebeln und Knoblauch bei etwas reduzierter Hitze schmoren, bis die Flüssigkeit verdampt ist. Dabei kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Auskühlen lassen.
  • 5 gehäufte EL Paniermehl
  • 5 gehäufte EL Reibekäse
  • 50 g halbgetrocknete Tomaten, in feinen Würfeln
  • 1 EL Senf
  • 2 gehäufte EL Kräuter, z.B. 8 Kräuter TK
  • ein Spritzer Zitronensaft
  • 5 EL Olivenöl
Alles zu dem Champignons geben und gut vermischen, es sollte ein kompakte Masse entstehen; evtl. noch etwas mehr Olivenöl untermischen und mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken.

Seelachsfilet mit Tomaten-Champignon-Käseknusperkruste
  • 500 g Seelachsfilet
Seelachsfilet in einer Auflaufform auslegen und mit der Krustenmischung gleichmäßig bedecken.

Seelachsfilet mit Tomaten-Champignon-Käseknusperkruste

Auflaufform auf einen Rost in der Mitte des Backofens stellen und bei 200°C Umluft 30 Minuten backen. Ich habe 10 Minuten vor Ende noch 2 gehäufte EL Reibekäse drübergestreut.

Seelachsfilet mit Tomaten-Champignon-Käseknusperkruste

Wenn Ihr keine halbgetrockneten Tomaten, sondern nur die ganz trockenen bekommt, weicht diese kurz in warmen Wasser ein und gießt sie auf einem Sieb ab.

Tomaten-Käse-Knäckebrot

16.10.2016
Heute gibt es ein Rezept für ein superleckeres Knäckebrot, denn das habe ich immer gern im Haus für ein schnelles Abendbrotschnittchen oder einfach mal so zum Wegknabbern. Es ist ein gelungener Nachbau der Sorte aus dem schwedischen Möbelhaus. Wenn Ihr eine Körnersorte nicht habt, könnt Ihr sie natürlich durch eine andere ersetzen. Überhaupt lädt das Rezept zum Experimentieren ein, auch bei den Gewürzen.


Zutaten
  • 80 g Weizen- oder Dinkelvollkornmehl
  • 50 g kernige Haferflocken
  • 50 g Sonnenblumenkerne
  • 20 g Sesam
  • 20 g Leinsamen (ich hatte Goldleinsamen)
  • 20 g gepuffter Amaranth
  • 30 g Hirse
  • 40 g halbtrockene Tomaten, in feinen Würfeln
  • 40 g Reibekäse
  • 1 TL Pizzagewürz
  • 1 TL Paprika edelsüß
  • 1/2 TL Pul Biber oder Chiliflocken
  • 1/2 TL Salz
  • 20 g Tomatenmark
  • 1 EL Olivenöl
  • 300 ml Wasser
Alle trocknene Zutaten mit einem Löffel in einer Schüssel vermischen. Dann die restlichen Zutaten zugeben und 5 Minuten quellen lassen. Backofen auf 160°C Umluft vorheizen.
Backpapier für ein Backblech knüllen, wieder glattstreichen und auf das Blech legen. Den Teig gleichmäßig darauf versstreichen, das geht am Besten mit einem Schlesinger oder einer Winkelpalette. Nach Belieben für den besonderen Crunch und Kick noch ein bißchen Fleur de sel oder Maldon Sea Salt drüberstreuen.


10 Minuten backen, dann mit einem scharfen Messer oder einem Teigrädel bzw. Pizzaradschneider in gewünschte Stücke schneiden. Weitere 30 Minuten backen, dann auf 120°C runterschalten und weiterbacken, bis das Knäckebrot trocken ist.


Ich habe noch weitere 30 Minuten gebraucht und habe in den letzten 10 Minuten die Stücke vorsichtig vom Backpapier genommen und nebeneinander auf den Rost gelegt, damit die Restfeuchtigkeit besser verdampft.


Zwischendurch immer mal wieder den Backofen kurz einen Spalt breit öffnen, damit die Feuchtigkeit abziehen kann. Stücke auf einem Rost auskühlen lassen und dann luftdicht verschlossen aufbewahren.



Zigeunerfrikadellen

09.10.2016
Politisch korrekt hin oder her, bei mir bleibt der Name - basta! Bei uns hier am Niederrhein und auch im Ruhrgebiet sagt man zu Frikadellen kurz und bündig Frikos, anderenorts heißen sie Buletten, Klopse, Fleischlaberl, Fleischlaibchen und egal, wie sie heißen, sie werden sich in dieser genialen Sauce wohlfühlen. Sehr wohlfühlen.
Ich habe die Zigeunerfrikadellen im Slowcooker geschmort; die Anschaffung eines solchen ist nicht mit hohen Kosten verbunden und ich bin immer wieder begeistert, wie toll das Ding funktioniert. Meiner hat eine Größe von 3,5 l und damit genau die richtige Größe für dieses Rezept.


Wer keinen Slowcooker hat, schmort das Ganze bei kleiner Hitze auf der Herdplatte oder im Backofen, das ist auch kein Problem. 


Zutaten für die Frikadellen
  • 150 g Zwiebel, fein gewürfelt
  • 3-4 Knoblauchzehen, gepreßt
  • 2 EL Öl
Zwiebel und Knoblauch bei mittlerer Hitze mit dem Öl in einer Pfanne anschmoren und abkühlen lassen.
  • 750 g gemischtes Hackfleisch
  • 100 g Paniermehl
  • 2 Eier Gr. M 
  • 2 EL Senf
  • 2 EL gehackte Kräuter nach Wahl, ich hatte Schnittlauch
  • Salz und Pfeffer
Alle Zutaten mit der Zwiebel-Knoblauch-Mischung gründlich verkneten und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Frikadellen formen, meine hatten je ca. 60 g. Ihr könnt natürlich auch kleine Bällchen oder ganz große machen je nach Belieben. Rundherum in Öl oder Butterschmal knusprig anbraten.
Ich portioniere die Frikadellen übrigens mit einem Eiskugelportionierer. Sehr gut geht es auch mit einer Espressotasse, damit man gleich große Portionen bekommt.


Zutaten für die Zigeunersauce
  • 2 Pakete passierte Tomaten (1000 g)
  • 2 Paprika, in schmalen Streifen
  • 2 Zwiebeln, in schmale Segmenten
  • 1 gehäufter EL Tomatenmark
  • 2 EL Zucker
  • 3-4 gehäufte TL Currypulver
  • 2 TL Paprikapulver edelsüß 
  • 1 Glas Puszta-Salat (330 g)
  • 200 ml Rinderfond
Passierte Tomaten im Slowcooker schonmal auf high erhitzen. 
Paprika und Zwiebeln mit wenig Öl anschwitzen, dabei salzen. Tomatenmark und Zucker zugeben und kurz mitbraten, damit es karamellisiert. Curry und Paprikapulver hinzugeben, kurz mitbraten und dann den Puszta-Salat samt Sud und den Fond hinzugeben. Das alles zu den Tomaten in den Slowcooker geben, umrühren und dann die Frikadellen darin versenken. 
Eine Stunde auf high, dann ca. 4 Stunden auf low schmoren und nochmals abschmecken. Dazu schmeckt Reis, Nudeln, Brot oder Baguette oder - imbissmäßig - Pommes. Die Frikadellen schmoren hierbei richtig durch und werden zart. Wer sie etwas mit mehr Biß mag, gibt sie erst in den letzten 1-2 Stunden hinzu.


Eine Stunde high entspricht beim Slowcooker zwei Stunden low, wer nicht soviel Zeit hat, läßt es 3 Stunden auf high. Auf dem Herd brauchen die Frikadellen natürlich nicht so lange, ich würde sie bei ganz kleiner Hitze ungefähr eine Stunde schmoren.

Ich habe die Zigeunerfrikadellen am Vortag zubereitet und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. Beim Erwärmen habe ich dann noch ein halbes Glas abgetropften Puszta-Salat untergemischt, der dann schön knackig war.

Hellas-Grillspieße

29.09.2016
Vorgestern habe ich Euch ja das tolle Rezept für die Hellas-Gewürzmischung gezeigt, und heute erzähle ich Euch noch, wie Ihr daraus ganz leckere Fleischspieße machen könnt. Ich habe mich für Huhn und Schwein entschieden, und zwar Hähnchenbrust und Schweinenacken. Natürlich könnt Ihr jede andere Art von Zuschnitt auch nehmen, aufgrund der kurzen Grillzeit eignet sich z.B. auch ein Schweinefilet.


Zutaten 
für je 5 Grillspieße Huhn und Schwein
  • 10 Schaschlikspieße aus Holz oder Metall von 15 cm Länge
  • 2 Schweinenackensteaks
  • 1 Hähnchenbrust
  • neutrales Öl, z.B. Raps oder Pflanzenöl
  • 3 EL Hellas-Gewürzmischung
Schaschlikspieße aus Holz kurz wässern, so löst sich das Fleisch hinterher einfacher.
Das Fleisch kann in Würfel geschnitten werden oder in Streifen. Würfel werden einfach hintereinander aufgespießt.

Für Streifen halbiere ich die Nackensteaks waagerecht mit einem sehr scharfen Messer, schneide es dann in Streifen und spieße es wellenförmig auf.


Das Fleisch rundherum dünn mit Öl einpinsel und gleichmäßig mit dem Gewürz bestreuen. Mit Klarsichfolie abgedeckt mindestens eine halbe Stunde im Kühlschrank parken, gern auch länger. 

Auf dem Grill rundherum grillen, bis das Fleisch Röstspuren bekommt. Man man die Spieße auch in der Pfanne, idealerweise einer Grillpfanne, braten. 

Hellas-Gewürzmischung ~ griechisches Fleischgewürz

27.09.2016
Schönes Wetter schreit ja förmlich nach Essen vom Grill, und so habe ich die morgens entdeckte Gewürzmischung schnell zusammengemischt und Fleischspieße damit mariniert. Die Mischung ist wirklich prima und hat schon viele Beschenkte zu griechischen Urlaubsträumen verholfen.

Hellas-Gewürzmischung ~ griechisches Fleischgewürz

Zutaten 
  • 2 leicht gehäufte TL Salz
  • 1 gehäufter TL süßes Paprikapulver
  • 1 gehäufter TL scharfes Paprikapulver 
  • 1 leicht gehäufter schwarzer gemahlener Pfeffer
  • 1 gestrichener TL Senfpulver
  • 2 gestrichene TL Zwiebelgranulat
  • 2 gestrichene TL Knoblauchgranulat
  • 3 gestrichene TL gemahlener Koriander
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • 1 TL getrockneter, gemörserter Rosmarin
  • 1 TL Thymian
  • 1 Messerspitze Kreuzkümmel
Alle Zutaten klümpchenfrei miteinander vermischen. Man kann auch gut gleich eine größere Menge anmischen und diese luftdicht verschlossen aufbewahren.

Hellas-Gewürzmischung ~ griechisches Fleischgewürz

Zum Marnieren von Fleisch (Huhn, Rind, Schwein) einfach das Fleisch mit etwas neutralem Öl einpinseln und dünn mit dem Gewürz bestreuen und einige Zeit, mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen. Ich schneide das Fleisch gern in Streifen oder Würfel und spieße es auf Holz-oder Metallspieße auf. Auf dem Grill oder in der (Grill)Pfanne grillen. Man kann auch prima Hackfleisch damit würzen.

Hellas-Gewürzmischung ~ griechisches Fleischgewürz

Hier ein Rezept für Hellas-Grillspieße:

Rezeptquelle: Klaudia von Nordbach Kitchen

Asia-Reisnudelpfanne mit Gemüse und Hähnchenstreifen

22.09.2016
Gut und günstig könnte man dieses Rezept nennen - und schnell dazu. Zwar entsteht zu Anfang ein bißchen Schnippelarbeit, aber während die Reisnudeln garen, wird Fleisch und Gemüse angebraten, alles in der Pfanne vereint und mit der würzigen Sauce gekrönt. Die Portion reicht für 3-4 Personen; wer kein Hähnchenfleisch verwenden möchte, läßt es einfach weg oder ersetzt es durch Rind, Schwein oder Hack. Durch die Panade aus Speisestärke wird das Fleisch schön knusprig und trocknet nicht aus.


Zutaten
  • 350-400 g Hähnchenfilet
  • 2 EL Sojasauce (bevorzugt helle)
  • 2 EL Speisestärke
Das Hähnchenfilet in schmale Streifen schneiden und mit der Sojasauce rundherum würzen. Speisestärke hinzugeben und damit die Streifen umhüllen; diese danach vereinzeln und in Öl knusprig ausbraten.
  • 800 g Suppengrün (Sellerie, Möhre, Lauch), in Scheiben oder Stiften
  • 1 Zwiebel, in Würfeln
  • 2-4 Knoblauchzehen, gepreßt
  • 1 Chilischote, in feinen Würfeln oder Streifen
Etwas Öl in einer Wokpfanne erhitzen, dann Zwiebel, Knoblauch und Chili anschwitzen. Gemüse dazugeben und garen, bis es bißfest ist; etwas salzen, aber nicht zu stark, da die Sojasauce Würze mitbringt.

  • 200 g Reisnudeln (griechische Kritharáki oder türkische Arpa Sehriye)
in Salzwasser kochen und auf einem Sieb abgießen. Zusammen mit den Hähnchenstreifen zum Gemüse geben und untermischen. Sollte Petersilie bei Eurem Suppengrün dabeigewesen sein, könnt Ihr diese kleinhacken und untermischen.

Zutaten für die Sauce
  • 50 g Sojasauce (bevorzugt helle)
  • 50 ml Ketjap Manis
  • 1 TL Sambal Oelek
  • 1 TL Reisessig (ersatzweise Weißweinessig)
Zutaten miteinander vermischen und in die Pfanne geben. Alles gut vermischen und mit Sesam (heller und/oder schwarzer) bestreut servieren.

Nimm-3-Dressing

16.09.2016
Hanne ist oder besser war meine liebe Nachbarin, die leider vor Kurzem ausziehen mußte. Beim Abschiedsessen, zu dem wir sie zusammen mit ihrem Mann eingeladen hatten, verriet sie mir so ganz nebenbei das Rezept für ein phantastisches Dressing, das mit nur drei Zutaten auskommt.

Zutaten
  • Ahornsirup (je heller, je hochwertiger)
  • Olivenöl
  • Essig nach Wahl, z.B. 7-Kräuter-Essig, Weißweinessig, weißer Balsamico
Zutaten in einem Meßbecher zu gleichen Teilen abmessen, z.B. von jeder Sorte 50 ml. In einen Schüttelbecher oder Schraubglas füllen, zudeckeln und kräftig durchmischen - das war´s!

Wer mag, gibt noch Kräuter, Salz und Pfeffer und/oder Senf hinzu.Das Dressing paßt zu frischen Salaten wie z.B. meinem Schichtsalat mit Rote Bete, Möhren, Apfel und Feta.

Schichtsalat mit Rote Bete, Möhren, Apfel und Feta

15.09.2016
Was für ein schneller, einfacher Salat, der an so einem heißen Tag wie gestern hervorragend paßt. Vorausgesetzt, man nimmt vorgegarte Rote Bete (die vakumierten aus der Gemüseabteilung und auf keinen Fall die süßsauer eingelegten), wird alles nur ratzfatz geraspelt, geschichtet, mit Dressing übergossen und steht dann schon fertig zum Genießen auf dem Tisch. Wir haben den Salat als Hauptgericht gegessen, er paßt aber auch prima als Beilage.
Wer mag, kann natürlich auch Rote Bete frisch kaufen und selbst kochen. Einfach in Wasser leise köcheln lassen, bis sie weich sind; das dauert je nach Größe zwischen 30 und 60 Minuten. Danach abkühlen lassen und schälen.


Zutaten
  • 500 g gegarte Rote Bete, grob geraspelt, gut abgetropft
  • 200 g Möhren, grob geraspelt
  • 1 Apfel, grob geraspelt
  • 200 g Feta
Auf einer Platte oder einem großen Teller zuerst die Rote Bete-Raspel ausbreiten, darüber 2/3 des Feta zerbröseln. Darauf die Möhrenraspel verteilen, einen kleinen Rand lassen, so daß man die Rote Bete noch sieht. Den restlichen Feta darauf verteilen. Zum Schluß die Apfelraspel wieder mit etwas Abstand verteilen.


Zutaten für das Dressing
  • 75 ml Essig nach Wahl (ich verwende 7-Kräuter-Essig)
  • 75 ml Olivenöl
  • 75 ml Ahornsirup
  • 1 TL Senf
  • Salz und Pfeffer
Alle Zutaten in ein Schraubglas geben, zudeckeln und gründlich durchschütteln. Dressing über dem Salat verteilen.

Nach Wunsch mit etwas Pul Biber, Sonnenblumenkernen und Sesam toppen. Es passen auch gehackte Nüsse, Kürbiskerne o.Ä.

Pasta mit Würzspinat und Tomate

08.09.2016
Aus dem sonntäglichen Supermarktbummel in den Niederlanden hatte ich mir einen großen Beutel Spinat mitgebracht, denn den essen wir am liebsten frisch und nicht aus dem Tiefkühler. Zusammen mit Pasta und frischen Tomaten wurde daraus ein schnelles Abendessen, das gerade mal 15 Minuten in der Zubereitung gedauert hat. Als Pastasorte habe ich Gemelli von Barilla benutzt, was Zwillinge bedeutet und diese beiden miteinander verdrehten Stäbchen bleiben schön stabil beim Kochen.


Zutaten
  • 300 g Pasta nach Wahl, z.B. Gemelli von Barilla
Pasta in Salzwasser kochen, bis der gewünschte Gargrad erreicht ist. In der der Zwischenzeit den Spinat zubereiten.
  • 1 große oder 2 mittelgroße Zwiebeln, in groben Würfeln
  • 4 EL Olivenöl
  • 1 gestrichener TL Salz
  • 2-4 Zehen Knoblauch, in feinen Würfeln
  • 1 Chilischote, fein gehackt, nach Wunsch entkernt
  • 300 g frischer Blattspinat
Öl in einer großen Pfanne erhitzen, Zwiebeln und Salz hinzugeben und anschwitzen. Dann Knoblauch und Chili dazugeben und weiterschmoren. Spinat zugeben, zusammenfallen lassen und mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuß kräftig würzen.

  • 200 g Cocktailtomaten, halbiert oder geviertelt
  • 150 g Parmesan
Pasta abgießen und in die Pfanne geben. Tomaten und eine Handvoll Parmesan unterrühren. In einer Schüssel anrichten, mit etwas Olivenöl beträufeln, restlichen Parmesan drüberstreuen oder dazu reichen.

Lauchsalat mit Ei, Käse und Mandarine

07.09.2016
Ähnlich wie der berühmte Schichtsalat kommt dieser fruchtig-frische Salat daher und er schmeckt zusammen mit einem Bütterken, also einem Butterbrot, oder einem Baguette einfach nur lecker zum Abendbrot... aber auch zum Frühstück oder Mittagessen ;o)


Zutaten
  • 100 g Joghurt 10%
  • 2 EL Mayonnaise oder Salatcreme
  • 1/2 TL Pul Piber oder Chiliflocken
  • 1/2 TL getrocknete Dillspitzen
  • Salz und Pfeffer
Mayonnaise, Joghurt und Mandarinensaft verrühren und mit Salz, Pfeffer, Chili und Dill kräftig würzen. Wer mag, gibt noch etwas Senf oder Ketchup dazu. 
  • 2 mitteldicke Stangen Lauch,in 0,5 cm breiten Scheiben
  • 4 Eier, Gr. M oder L, hartgekocht, gepellt, geviertelt und in Stücken
  • 100-150 g Kochschinken oder Putenaufschnitt, in Würfeln oder Streifen
  • 100-150 g Käse, z.B. Gouda, in kleinen Würfeln oder Streifen
  • 1 kleine Dose Mandarinen, abgegossen + 4 EL vom Saft
Den Lauch in kochendem Salzwasser ca. 3 Minuten blanchieren, bis er leicht weich ist. Auf einem Sieb mit kaltem Wasser abschrecken und gründlich abtropfen. Zusammen mit den restlichen Zutaten zur Sauce geben und vorsichtig umrühren. 30 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen und dann genießen.


Statt Mandarine kannst Du auch gut Ananas oder Pfirsich verwenden.

Spare Ribs aus dem Backofen mit Essig-Ketchup-Honigmarinade

06.09.2016
Dieses Rezept, das angeblich auf Rippchenrestaurantkönig Tony Roma zurückgeht, ist durch die Süßsauer-Kombination von Essig und Honig eine Geschmacksexplosion. Die Ribs werden butterweich und herrlich saftig-klebrig, die Zubereitung ist denkbar einfach und eine recht saubere Angelegenheit - also ran an den Backofen.

 
Zutaten für die Sauce (am Vortag zubereiten)
  • 1 Cup = 250 ml Tomatenketchup
  • 1/2 Cup = 125 ml Weißweinessig
  • 1/2 Cup = 125 g Honig
  • 2 TL brauner Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • 1 TL Knoblauchgranulat
  • 1 TL Zwiebelgranulat
  •  nach Belieben einige Spritzer Tabasco
Zutaten für die Sauce in einem Topf verrühren und aufkochen. Hitze reduzieren, so daß es nur noch leicht köchelt und offen 30 Minuten einkochen lassen; dabei gelegentlich umrühren. Sauce über Nacht luftdicht verschlossen im Kühlschrank aufbewahren. Wer es rauchig mag, gibt noch etwas Rauchsalz, geräuchertes Paprikapulver oder Liquid Smoke dazu.

  • 3 Leitern Spare Ribs = ca. 1,5 kg
Von den Spare Ribs auf der Knochenseite die Silberhaut entfernen. Dazu mit einem stumpfen Gegenstand wie z.B. dem Griff eines kleinen Löffels unter die Silberhaut gehen und an einer Stelle lösen, dann mit Küchenkrepp anfassen (verhindert das Abrutschen) und vollständig abziehen. Jede Leiter in einzelne Ribs zerschneiden und in eine Auflaufform, Edelstahlschale oder Bräter legen. Sauce bis auf einen kleinen Teil zum späteren Bepinseln über die Ribs gießen und mit den Händen gut vermischen und verteilen, bis alles ummantelt ist. Restliche Sauce weiterhin im Kühlschrank aufbewahren, so bleibt sie dickflüssig.


Gründlich mit Alufolie abdecken und im Kühlschrank für 2-4 Stunden marinieren. Nach dem Marinieren die Form mitsamt der Alufolie auf den Rost in der Mitte des Backofens stellen und bei 150°C Umluft 3 Stunden garen. Die Spare Ribs dämpfen in der Zeit und werden butterweich.

Ein Blech mit Alufolie auslegen, besser noch ist Dauerbackfolie. Ribs aus dem Ofen nehmen und nebeneinander abgetropft mit der gewölbten Seite nach oben auf das Blech legen. Vorsichtig dabei sein und am Besten eine Zange oder einen Pfannenwender benutzen, da das Fleisch leicht vom Knochen fällt. Den Garsud habe ich entsorgt.


Mit der restlichen Sauce bepinseln. Backofengrill anschalten und die Ribs ca. 10 Minuten kross bräunen, je nach Backofen kann das auch länger oder kürzer dauern. Ich bleibe immer dabei stehen, da die Ribs leicht verbrennen.


Sollten Reste bleiben, kann man das Fleisch von den Ribs lösen und im Kühlschrank aufbewahren. Am nächsten Tag mit etwas BBQ-Sauce erwärmen und einen Pulled Pork oder besser Pulled Rib Burger daraus machen.

Quarkbrot

05.09.2016
Frühstückszeit und keine Brötchen oder Brot im Haus? Kein Problem mit diesem Quarkbrot, denn es wird mit Backpulver gebacken und benötigt daher keine Ruhezeit. Das Brot reicht für 2-3 Personen; wenn Ihr die doppelte Menge backen wollt, erhöht die Backzeit um ca. 10 Minuten. Es eignet sich nicht zum Lagern und sollte direkt nach dem Backen verschnabuliert werden. Am Besten schmeckt es, wenn man es in nicht allzu dicken Scheiben schneidet.


Zutaten
  • 250 g Magerquark
  • 1 Ei, Gr. M
  • 250 g Weizenmehl, Type 405
  • 1 Pck. Weinstein-Backpulver
  • 1 gestrichener TL Salz
  • 2 TL Zucker
Quark und Ei in die Rührschüssel geben. In einer weiteren die trockenen Zutaten vermischen, zum Quark geben und alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Backblech mit Backpapier auslegen, den Teig zu einem Teigball formen und leicht flachdrücken; dabei braucht die Oberfläche nicht perfekt glatt zu sein. Teigball mit etwas Milch einpinseln und nach Wunsch mit etwas Mehl bestäuben. Auf das Backpapier setzen.

Backofen auf 180°C U/O vorheizen und das Blech auf der 2. Schiebe von unten ca. 35 Minuten backen. Das Brot sollte sich beim Draufklopfen hohl anhören. Auf einem Rost auskühlen lassen und sofort genießen, am Besten noch leicht lauwarm.

Rezept leicht modifiziert nach http://www.180gradsalon.de/